Haalstraße 5/7 (Schwäbisch Hall)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Liebfrauenhof, Gartenhalle

ID: 173693324920  /  Datum: 07.01.2020
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Senator-Burda-Straße
Hausnummer: 1
Postleitzahl: 77652
Stadt-Teilort: Offenburg

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Ortenaukreis (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8317096015
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes
Geo-Koordinaten: 48,4621° nördliche Breite, 7,9813° östliche Länge

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Bei dem untersuchten Gebäude handelt es sich um einen herrschaftlichen, zum späteren Gut Liebfrauenhof gehörenden Repräsentationsbau, der um das Jahr 1890 (d) als Gartenhalle erbaut, in erster Linie der Durchführung festlicher Anlässe diente und spätestens mit der Schenkung des Hofgutes an den Kloster- Conventfond im Jahre 1902 seine ursprüngliche Funktion verlor.


1. Bauphase:
(1890)
Um das Jahr 1890 (+/-2) Erbauung des Gebäude (d)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

  • Baugeschichtliche Dokumentation, Dendrochronologische Untersuchung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das untersuchte Gebäude ist baulicher Bestand eines ehemaligen Landgutes bzw. des späteren Hofgutes Liebfrauenhof. Von dessen Hauptgebäude deutlich, aber noch mit Sichtverbindung abgesetzt, steht es im Westen der ummauerten Hofstelle.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
keine Angaben
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Parallel zur Falllinie des Geländes besteht das langgestreckte, in Nord- Südrichtung ausgerichtete Gebäude aus einer Kombination von Massivbau- und Fachwerkbauteilen. So besitzen die bergseitige und talseitige Schmalseite wie auch die rückwärtige Langseite im Westen einen das abfallende Gelände ausgleichenden Massivsockel, während die vordere Langseite im Osten bis auf einzelne Sandsteinpfeiler im angetroffenen Zustand zwar verbrettert ist, aber ursprünglich über die gesamte Höhe als offenes Fachwerk abgezimmert war. Aus Fachwerk bestehen auch die Aufbauten auf den Massivsockeln, wobei diese im Gegensatz zur vorderen Langseite weitgehend geschlossen sind.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Prinzipiell ist der untersuchte Bau als dreizonige, entlang der Vordertraufe ehemals durch drei hölzerne Rundbögen gegliederte Halle anzusprechen.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Spätere Veränderungen
Ungeachtet der zeitlichen Einordnung, handelt es sich bei der Verbretterung der vorderen Langseite, der zweigeschossigen Unterteilung der talseitigen Zone und dem massiven Wandersatz in diesem Bereich um spätere Veränderungen. In diesem Zusammenhang ist dann auch die Entfernung des mittigen Bogens und der Einbau der Treppe zu sehen.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Wandfüllung/-verschalung/-verkleidung
    • Bretter
  • Dachform
    • Pultdach
  • Holzgerüstbau
    • allgemein
Konstruktion/Material:
Eingedeckt durch ein flaches, zur rückwärtigen Traufe geneigtes Pultdach, besteht das tragende Gerüst der vorderen Langseite aus einzelnen, durch Brettverkleidungen säulenartig gestaltete, die gesamte Haushöhe durchziehende Holzständer. Diese sind in der Funktion eines verstärkten Widerlagers vor den Schmalseiten in gedoppelter Ausfertigung aufgestellt. Eine Maßnahme, die offenbar als notwendig erachtet wurde, da sich zwischen den gedoppelten und ansonsten einfachen Tragständern ehemals drei mit hölzernem „Maßwerk“ gestaltete Einwölbungen entwickelten. Im Zuge der vorderen Langseite reichen die Ständer über die gesamte Gebäudehöhe, während sie auf den Massivsockeln deutlich kürzer sind.
Auf den inneren Hochständer der vorderen Langseite entlasten sich nicht nur die Bögen. Sie dienen auch als Auflager für zwei abgestrebte Querbünde, auf denen sich dann auch das Mittellängsrähm zur Halbierung der Rofenspannweite entlastet.

Bezogen auf die Ausführung sind zwei Besonderheiten zu erwähnen. Die erste Besonderheit bezieht sich auf die äußerst aufwändige Gestaltung, sowohl in der Architektur als auch in der Holzgestaltung. Letzteres wird durch die sorgfältige Holzbearbeitung erkennbar. So besitzen alle Hölzer neben einheitlichen Rechteckquerschnitten ohne Waldkantenanteil deutliche, auf Sicht betonte Abfasungen. Besonders sorgfältig sind auch die Bogenkrümmungen (OG, Foto 12b) und das die Bogenzwickel füllende „Maßwerk“ hergestellt. Gleiches gilt für die Stirnholzgestaltungen der Rofen und Rähme, aber auch für die geschnitzten Konsolen.

Ebenso aufwändig wurde der Wandverschluss über den Massivsockeln ausgeführt. So sind auch hier alle, seitlich der bauzeitlichen, noch mit den originalen Eisenrahmen erhaltenen Fensteröffnungen verzimmerten Konstruktionshölzer, abgefast. Auf alle, auch auf die sich überkreuzenden Hölzer abgestimmt, bildet eine senkrecht genutete Verbretterung die Wandfüllungen seitlich der Fensteröffnungen, wobei die Verbindungsstellen der einzelnen Brettelemente durch Blechstreifen in den Nuten abgedichtet wurden.
Ob in diesem Kontext auch die zu vermutenden Vorhänge im Bereich der Bogenöffnungen zu sehen sind, ist ungewiss. Dass sie ehemals vorhanden waren, belegen die erhalten Vorhangstangen. Nicht belegt ist der Zeitpunkt des Einbaus. Auf der historischen Aufnahme sind die Vorhänge noch nicht, oder nicht mehr vorhanden.

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