Hauptstrasse 13 (Mosbach)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Ehem. Kapuzinerkloster

ID: 119334907321  /  Datum: 21.02.2017
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Gymnasiumstraße
Hausnummer: 7
Postleitzahl: 77654
Stadt-Teilort: Offenburg
Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Ortenaukreis (Landkreis)
Gemeinde: Offenburg
Wohnplatz: Offenburg
Wohnplatzschlüssel: 8317096015
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die Gründung des Offenburger Kapuzinerklosters im Jahr 1640 bedeutete die Festigung der kath. Religion inmitten der ansonsten überwiegend reformierten Nachbargrafschaften. Die Grundsteinlegung erfolgte am 21./23.4.1640 unter der Verwendung von Mauerresten des Schlösschens Uffhoven jenseits der Kinzig; aus dem Rathauskeller wurden Holz und eine alte Glocke zur Verfügung gestellt. Der Bau der Kirche wurde 1641 aufgenommen und 1645 war das Kloster fertig gestellt. Am 12.Mai 1647 fand die Weihe statt.
Bis 1668 gehörte das Kloster der schweizerischen Kapuzinerprovinz an. Nach deren Teilung wurde es bis 1781 der vorderösterreichischen und ab 1781 bis zur Auflösung der schwäbischen Provinz zugeordnet.

Während des Pfälzischen Erbfolgekrieges wurde Offenburg ab 1688 besetzt und 1689 von französischen Truppen in Brand gesetzt. Das Kapuzinerkloster wurde als einziges Gebäude der Stadt von den Franzosen verschont und diente als Lager und Unterkunft für die noch verbliebenen Offenburger.
1803 wurde die Reichsstadt Offenburg dem Großherzogtum Baden zugeteilt. Damit setzten die Aufhebungsbestrebungen des Klosters ein.1820 wurde das Kloster durch das Großherzogliche Ministerium des Innern aufgelöst.
1822 wurde das Kloster für die weitere Nutzung als Gymnasium umgebaut. Die Klosterkirche diente bis 1864 der evangelischen und ab 1873 der katholischen Gemeinde.


1. Bauphase:
(1640 - 1647)
Erbauung des Klosters (a) und Weihe.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
  • Klosteranlage
    • allgemein
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kloster, allgemein
    • Klosterkirche

2. Bauphase:
(1822)
Ab 1822 diente das Kloster als Progymnasium (a).
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Anlagen für Bildung, Kunst und Wissenschaft
    • Schule, Kindergarten

3. Bauphase:
(1901)
Nach 1901 diente es als Bibliothek, Dienstwohnung für Schuldiener, Amtsräume des Notariats und Klassenräume des Grimmelshausengymnasiums (a).
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
  • Anlagen für Bildung, Kunst und Wissenschaft
    • Bibliothek
    • Schule, Kindergarten
  • Öffentliche Bauten/ herrschaftliche Einrichtungen
    • Amtsgebäude

Besitzer

keine Angaben

Zugeordnetes Objekt

keines

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Untersuchung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das ehem. Kloster befindet sich am südlichen Altstadtrand von Offenburg an der Gymnasiumstraße.
Lagedetail:
  • Klosteranlage
    • allgemein
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Anlagen für Bildung, Kunst und Wissenschaft
    • Schule, Kindergarten
  • Sakralbauten
    • Kloster, allgemein
    • Klosterkirche
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Bei dem ehem. Kloster handelt es sich um eine vierseitige, geschlossene Anlage. Die West-, Süd- und Ostflügel bestehen aus einheitlichen zweigeschossigen Walmdachbauten. Die mit Sandstein gerahmten Fenster sind gleichmäßig vertikal übereinander angeordnet. Am Südflügel befindet sich die Eingangstür.
Den Nordflügel bildet die frühere Klosterkirche und heutige Mattiaskirche. Der längsrechteckige Bau mit Satteldach besitzt im Osten einen geschweiften Knickgiebel und ein rundbogiges Eingangsportal, dessen geschweiftes Türgewände auf Rundsäulen ruht.
Im Innenhof wird der Kreuzgang durch das auf Holzsäulen lastende Fachwerkobergeschoss vierseitig umschlossen.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Das Kircheninnere verfügt über ein flach gedecktes Hauptschiff mit eingezogenem Chorabschluss. Nach Norden hin ist das Hauptschiff durch ein einseitiges Seitenschiff mit Kreuzgewölbe erweitert.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Mischbau
    • Steinbau mit Gebäudeteilen aus Holz
  • Gewölbe
    • Kreuzgratgewölbe
  • Dachform
    • Satteldach
  • Holzgerüstbau
    • allgemein
Konstruktion/Material:
keine Angaben

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