Haalstraße 5/7 (Schwäbisch Hall)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Elisabethenheim, ehem. Scheune

ID: 117751631311  /  Datum: 02.08.2019
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Hauptstraße
Hausnummer: 149
Postleitzahl: 79379
Stadt-Teilort: Müllheim

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Breisgau-Hochschwarzwald (Landkreis)
Gemeinde: Müllheim
Wohnplatz: Müllheim
Wohnplatzschlüssel: 8315074012
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Bei dem untersuchten, im späten 18. Jahrhundert errichteten Gebäude handelt es sich im Kern um den rückwärtigen Scheunenbau des ehemaligen Blankenhornhofes. Mit seiner Osttraufe zu dem an der Wilhelmstraße stehenden Hauptgebäude ausgerichtet, ist er partiell im nördlichen Bereich unterkellert. Zusammen mit dem massiven Erdgeschoss gehört der Keller zum ältesten erhaltenen Baubestand. Ab dem Jahre 1979 umfassend zum Pflegewohnheim umgenutzt und in seiner besitzrechtlichen Zugehörigkeit dem Grundstück Hauptstraße 149 zugeschlagen, erfolgten in dieser Zeit der Abbruch des damaligen Daches, der Abbruch des mit massiven Mauern umschlossenen, ansonsten weitgehend ungeteilten Obergeschosses sowie der partielle Verlust von Bauteilen im Erdgeschoss. Der historische Bestand beschränkt sich somit auf den Keller und das Erdgeschoss.


1. Bauphase:
(1790 - 1799)
Errichtung der Scheune des ehem. Blankenhornhofes
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Scheune

2. Bauphase:
(1979)
Umnutzung zum Pflegeheim, besitzrechtlich zu Hauptstraße 149 zugeteilt.
Damit einhergehend Abbruch des damaligen Daches, der Abbruch des mit massiven Mauern umschlossenen, ansonsten weitgehend ungeteilten Obergeschosses sowie der partielle Verlust von Bauteilen im Erdgeschoss.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Bauten für Wohlfahrt und Gesundheit
    • Altenwohnheim, Pflegeheim

Besitzer

keine Angaben

Zugeordnetes Objekt

keines

Fotos

Abbildungsnachweis
Anischt Osttraufe / Elisabethenheim, ehem. Scheune in 79379 Müllheim (Burghard Lohrum)
Abbildungsnachweis
Blick in den großen Saal mit dem modernen, in der Süd- Westecke stehenden Kachelofen / Elisabethenheim, ehem. Scheune in 79379 Müllheim (Burghard Lohrum)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Dokumentation, Keller und Erdgeschoss

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Die ehem. Scheune schließt giebelständig an den Nordflügel der dreiseitgen Hofanlage des heutigen Pflegeheims, die sich nach Süden zur Hauptstraße um einen Innenhof öffnet, an.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Bauten für Wohlfahrt und Gesundheit
    • Altenwohnheim, Pflegeheim
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Bei dem lang gestreckten, in Nord-Süd-Richtung ausgerichteten Bau handelt es sich um einen zweigeschossigen Satteldachbau. Flachbogige Fenster-, Tür- und Toröffnungen gliedern die westliche Traufseite. Das Dach ist durch Schleppgauben und einen Dacherker geöffnet.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Gewölbe
    • Kreuzgratgewölbe
    • Tonnengewölbe
  • Verwendete Materialien
    • Backstein
  • Dachform
    • Satteldach
Konstruktion/Material:
Der historische Bestand und seine Veränderungen

Beginnend im Süden, ist der Restbestand eines ehemals drei- bzw. vierjochigen, mit Kreuzgratgewölben geschlossenen Saales erhalten. Die tragenden und gliedernden Bauteile bilden Säulen, von denen die beiden südlichen Säulen, abweichend von allen anderen Säulen, einen runden Schaft besitzen.
Neben zwei bauzeitlichen Türöffnungen in der Osttraufe war der Saal offenbar auch über einen internen, später vermauerten Zugang von der nördlich benachbarten Einfahrt erreichbar.
Die eingetretenen Verluste beziehen sich auf die mittigen Säulen, die von ihnen getragenen Gewölbe und auf die seitlichen Wanddurchbrüche. Mit dem Einbau des Aufzuges wurde eine bewehrte Stahlbetondecke ausgeführt.
An diesen Saal schloss sich eine hohe, ehemals bis in das Obergeschoss reichende Durchfahrt an. Erschlossen über die beiden Einfahrten, waren von hier der südlich angrenzende Saal und ein nördlicher, parallel zur Durchfahrt angelegter Gang zugänglich.
Der mit flachen Tonnen eingewölbte Gang war über die Osttraufe zugänglich und diente mit hoher Wahrscheinlichkeit als Versorgungsgang, im Zusammenhang mit der Erwärmung des angrenzenden Großsaales bzw. der Beschickung der dort zu vermutenden Öfen. Die in den nördlich gelegenen Saal führende Öffnung sowie die Unterteilung des Ganges wurden im Jahre 1979 angelegt.
Der große, ursprünglich nur über die Osttraufe erschlossene Saal wie auch der daran angrenzende Gang sind nahezu vollständig erhalten. Ursprünglich ohne eine Verbindung untereinander, übernahm der Gang die gleiche Funktion wie der südliche Gang, diente aber zusätzlich als Verkehrsachse in den westlichen Hofbereich. Bei den großen Öffnungen innerhalb der gemeinsamen Trennwand handelt es sich um Durchbrüche aus der Zeit des großen Umbaus.
Völlig entkernt und mit einer neuen Innengliederung zeigt sich der nördliche Grundrissbereich. Ursprünglich als Ökonomie mit Scheuneneinfahrt und nördlich angrenzendem Bergeraum genutzt, befindet sich darunter der Keller, dessen Gewölbe ca. 80 cm über das angetroffene Bodenniveau ansteht.
Bei dem Keller handelt es sich um ein Tonnengewölbe aus Backstein. Ursprünglich über einen Außenabgang an der Osttraufe erschlossen, ist er durch Einbauten des 20. Jahrhunderts unterteilt.

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