Schiefes Haus (Großbottwar)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Wohnhaus

ID: 116533640621  /  Datum: 18.09.2014
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Hebelstraße
Hausnummer: 47
Postleitzahl: 79379
Stadt-Teilort: Müllheim

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Breisgau-Hochschwarzwald (Landkreis)
Gemeinde: Müllheim
Wohnplatz: Müllheim
Wohnplatzschlüssel: 8315074012
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

keine Angaben

Besitzer

keine Angaben

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

  • Schadensbeurteilung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
keine Angaben
Lagedetail:
keine Angaben
Bauwerkstyp:
keine Angaben
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
keine Angaben
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
keine Angaben
Konstruktion/Material:
Dachwerk:
Obwohl beide Dachbereiche eine jeweils eigene, selbstständig abgezimmerte Dachkonstruktion besitzen, sind sie als einheitliche Gesamtkonstruktion anzusprechen. Sie sind zeitgleich.
Das tragende Gerüst bilden liegende verzapfte Stuhlbinder, die in 5 bzw. 2 Querachsen angeordnet sind. Seit ihrer Abzimmerung bzw. während eines Umbaus wurden sie mit Überzügen kombiniert.
Der erste zu beschreibende Überzug verlief von Anfang an über die gesamte Länge des Haupttraktes und ist heute nicht mehr vorhanden.
Der zweite, gleichfalls auf dem Dachboden verlaufende Überzug ist noch vorhanden und hatte die Aufgabe, die inneren Fußpunkte der Querbinderachsen 2-4 (hauptsächlich Nr. 3) zu entlasten.
Der Querbinder 3 wird zusätzlich zu den benachbarten Bindern durch die Pfetten des Querdaches belastet. Dessen Pfetten zapfen in die Pfette des Haupttraktes.
Das gesamte Holzwerk besteht in aller Regel aus einem Konglomerat wiederverwendeter Bauhölzer.

Aussagen zum Schadensbild:
Im Zuge eines jüngeren Dachausbaus wurden offensichtlich alle unter der Dachfläche verbauten Winkelsicherungen entfernt. Ähnliches gilt auch für die Queraussteifung. Hier fehlen von ursprünglich 8 Kopfstreben des Haupttraktes drei Büge.
Nachhaltiger als der Ausbau der Winkelhölzer ist der totale Verlust des den Haupttrakt durchziehenden Überzugs. Sein Ausbau wird durch die Innenwände des Obergeschosses kompensiert.
Eine veränderte Lastabtragung ist auch an den inneren Fußpunkten der Binder 2-4 zu beobachten. In vertikaler Abstimmung darunter war ursprünglich eine Massivwand ausgeführt. Auf ihr entlasteten sich früher, neben den Querbindern auch die beiden Gebälklagen von Haupttrakt und Vorbau.
Die Massivwand ist heute durch eine dünne Riegelwand ersetzt. Zusätzlich ist darüber ein Überzug verbaut. Der Überzug wurde im Rahmen des vergangenen Dachausbaus zerschnitten und ist heute weitgehend funktionslos. Abrisse in der Stuckdecke darunter zeugen von einem zum Zeitpunkt unkontrollierten Kräftefluss.
Ergänzt wird das Schadensbild durch weitere, lokal aufgenommene Schwachstellen. Darunter fallen einzelne Fußpunkte oder partielle Pfettenabschnitte.
Trotz dieser Fehl- und Schadstellen ist das vorhandene Dachwerk tragfähig. Der bislang eingetretene Verlust und der anstehende Reparaturaufwand bewegen sich eindeutig im zumutbaren Rahmen und bedingt keinen Totalersatz.

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