Ottilienkapelle (Eppingen)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Altes Lyceum, heute Naturkundemuseum

ID: 172382771613  /  Datum: 17.05.2026
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Weibermarkt
Hausnummer: 4
Postleitzahl: 72764
Stadt-Teilort: Reutlingen

Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Reutlingen (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8415061015
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Das sog. Alte Lyceum wurde nach dem verheerenden Stadtbrand von 1826 über zwei großen, noch vom Vorgängerbau erhalten gebliebenen Gewölbekellern erbaut. Laut Inschrift wurde das Gebäude durch den Stadtbaumeister Andreas Bardtenschlager und Zimmermeister Johann Balthasar Fuchs im Jahr 1728 (i) errichtet und diente sowohl als Lateinschule als auch als Deutsche Schule für Knaben und Mädchen. Das Gebäude umfasste außerdem die Wohnungen der drei Schulmeister.
Ab 1870 zog die Landwirtschaftsschule, zunächst teilweise und mit dem Umbau von 1951 schließlich vollständig in das Alte Lyceum ein. Seit 1998 befindet sich darin das Reutlinger Naturkundemuseum.


1. Bauphase:
(1726)
Das unmittelbar nach dem großen Stadtbrand von 1726 gebaute sog. "Alte Lyzeum" faßte die seinerzeit in Reutlingen vorhandenen drei Schulen, Lateinschule, Deutsche Schule und Mädchenschule, unter einem Dach zusammen.
Die beiden großen Gewölbekeller sind aus der Zeit vor dem Großen Stadtbrand. Sie müssen im Zusammenhang miteinander erbaut worden sein, also zu einem Vorgängergebäude gehören.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Anlagen für Bildung, Kunst und Wissenschaft
    • Schule, Kindergarten

2. Bauphase:
(1870)
Nach dem Übergang der ehemaligen Freien Reichsstadt Reutlingen an Württemberg und im Gefolge der Industrialisierung kommt es dann zu organisatorischen Veränderungen im Reutlinger Schulwesen, was sich insbesondere in der Verlagerung von Schulen in andere Gebäude ausdrückt: Lateinschule ins heutige Friedrich-List-Gymnasium, Mädchenschule in die Gartentorschule usw. Das Haus wird dann zusehends zur kommunalen Raumreserve, die für vielerlei, im Laufe der Zeit wechselnde Nutzungen zur Verfügung steht. Am wichtigsten ist hier die um 1870 in Teilen beginnende Nutzung als Landwirtschaftsschule, welche dann 1951 das gesamte Haus übernimmt.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1951)
Wesentliche Gnmdrißveränderungen datieren aus dem Jahre 1951 (Umbau des Gebäudes für die Landwirtschaftsschule): Neueinbau der gesamten Treppen vom EG bis ins Dach mit teilweiser Verlegung im 1. u. 2.0berstock, wesentliche Veränderungen ansonsten im WC-Bereich in allen Geschossen.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

4. Bauphase:
(1998)
Umnutzung als Museum
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Anlagen für Bildung, Kunst und Wissenschaft
    • Museum/Ausstellungsgebäude

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Nordwestliche Giebelseite / Altes Lyceum, heute Naturkundemuseum in 72764 Reutlingen (1972 - Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg, Außenstelle Tübingen)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Kurzuntersuchung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Giebelständig zum südöstlich der Marienkirche verlaufenden Weibermarktes stehend.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Anlagen für Bildung, Kunst und Wissenschaft
    • Museum/Ausstellungsgebäude
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das sog. "Alte Lyceum" besitzt drei Vollgeschosse und ein nach oben abschließendes Satteldach. Das massive Erdgeschoss zeigt Eckrustizierungen, die Obergeschosse reiches Zierfachwerk mit Vorkragungen über Balkenköpfen. Die an der Giebelseite noch vorhandenen drei Eingänge mit profilierten Ohrengewänden belegen die Zugänge zu den einstigen drei Hausmeisterwohnungen. In der darüber liegenden Tafel sind zwei Wappen und die Bauinschrift zu sehen. Das rundbogige Portal führt in das Untergeschoss hinab.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Schulräume waren zunächst nur die auf der Gebäuderückseite (Südseite) befindlichen großen Säle. Diese waren nicht unterteilt. Die vorderen zwei Drittel des Erdgeschosses bildeten ursprünglich eine offene Halle. Die Schuldienerwohnung links (östlich) vom Eingang ist nachträglich (vermutlich in der 1. Hälfte des 19.Jahrhunderts) mit höherem Fußbodenniveau eingebaut worden. Das "Treppenhaus" ist ursprünglich. Die heutigen Treppen stammen aus dem Umbau nach dem 2. Weltkrieg. Dieses Treppenhaus hatte nach Norden und Osten Lichtflure, da es ja noch keine künstliches elektrisches Licht gab. Auf der Westseite befanden sich zwischen Schulsaal und Küche die Aborte, die offensichtlich in den schmalen Zwischenraum zum Nachbargebäude hin "entsorgt" wurden.
Die übrigen Räume des 1. und 2. 0berstockes waren anfänglich reine Wohnungen und Kammern, wobei für die Stuben eine gleichzeitige Nutzung für Unterrichtszwecke zeitüblich sehr gut vorstellbar ist). Auf jedem Stock befand sich eine Küche noch als Rauchküche mit Rauchfang und Rauchabzug über Schornsteine. Der 1. Dachstock war ursprünglich ein großer offener Raum.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Mischbau
    • Obergeschoss(e) aus Holz
  • Dachform
    • Satteldach
Konstruktion/Material:
keine Angaben

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