Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Kath. Liebfrauenkirche

ID: 167903039414  /  Datum: 19.02.2020
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Kirchplatz
Hausnummer: 6
Postleitzahl: 88512
Stadt-Teilort: Mengen

Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Sigmaringen (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8437076013
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die kath. Liebfrauenkirche wurde 1344 anstelle einer zerstörten Kapelle als gotische Basilika errichtet. Ab 1450 wurde sie Pfarrkirche von Mengen. 1479 wurde sie an der Ostseite des südlichen Seitenschiffes durch die Ölbergkapelle erweitert. 1625 stürzte der Turm der Kirche ein und zerstörte den Chorraum. Daraufhin wurde der Turm in frühbarocker, rechteckiger Form mit achteckigem Oberbau und Zwiebelkuppel und der Chor als schlichtes Rechteck mit gerader Chorabschlusswand neu aufgebaut. 1701 erhielt das Kirchenschiff einen Emporeneinbau an der Westseite.
In den Zeitraum zwischen 1740-49 datiert die Stuckierung und Bemalung der Wände sowie die Decken im Stil des Barock bzw. Rokoko. Vermutlich zeitgleich erfolgte der Einbau der Tonnengewölbe mit Stichkappen in den Seitenschiffen und die Veränderung der Seitenschifffenster.
Verschiedene Renovierungsarbeiten sind für die Jahre 1874-76, 1883 und 1905 belegt. 1938/39 festigte man den Turm, 1949 wurde die Decke gesichert und die Fresken freigelegt. 1952 erhielt der Chor neue Fenster und einen neuen Hochaltar.


1. Bauphase:
(1290)
Um 1290 befand sich an der Stelle der heutigen Kirche ein Vorgängerbau (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kapelle, allgemein

2. Bauphase:
(1344)
Um 1344 Bau oder Wiederaufbau der Kirche als dreischiffige, querschifflose, flachgedeckte gotische Basilika mit je 6 spitzbogigen Arkaden in den Mittelschiffwänden. Ob Turm und Chor gleichzeitig errichtet wurden, ist nicht erkennbar. (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kirche, allgemein

3. Bauphase:
(1479)
Bau der Ölbergkapelle im Anschluss an die Ostseite des südlichen Seitenschiffes. (a)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Anbau
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kapelle, allgemein

4. Bauphase:
(1604)
Veränderter Wiederaufbau nach einem Brand? (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

5. Bauphase:
(1625)
Einsturz des Turmes, dabei wurde der Chor zerschlagen. Neubau des Turmes in frühbarocker rechteckiger Form mit achteckigem Oberbau mit Zwiebelkuppel. Neubau des Chores als schlichtes Rechteck mit gerader Chorabschlusswand, ob beim Wiederaufbau ganz oder teilweise die alten Fundamente wiederverwendet wurden, ist nicht bekannt.
Vermutlich zeitgleiches Zumauern der Obergadenfenster und Verlängerung der Dachkonstruktion des Mittelschiffes über die Seitenschiffe. (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Zwiebeldach/-helm

6. Bauphase:
(1701)
18. Jahrhundert Emporeneinbau im westlichen Bereich des Schiffes (a)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Ausstattung

7. Bauphase:
(1740 - 1749)
Stuckierung und Bemalung der Wände und der Decken im Stil des Barock bzw. Rokoko.
Vermutlich zeitgleich Einbau der Tonnengewölbe mit Stichkappen in den Seitenschiffen und Veränderung der Seitenschifffenster. (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Konstruktionsdetail:
  • Gewölbe
    • Tonnengewölbe

8. Bauphase:
(1874 - 1876)
Restaurierung im Chor, Gemälde an Wänden und Decken (a)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Ausstattung

9. Bauphase:
(1883)
Kirchenrenovierung (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

10. Bauphase:
(1905)
Kirchenrenovierung, Anbau der Vorhalle an der Westseite und der Sakristei an der Südseite des Chores (a)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Anbau

11. Bauphase:
(1937)
Einbau einer Heizung (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

12. Bauphase:
(1938 - 1939)
Verstärkung bzw. Festigung des Turmes (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

13. Bauphase:
(1949)
Deckensicherung, Restaurierung und Freilegung von Fresken (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

14. Bauphase:
(1952)
Einsetzen von neuen Fenstern im Chor, Errichten eines Hochaltares (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Ausstattungsgegenstände, Architekturglieder
    • Altar

15. Bauphase:
(1969 - 1970)
Abbruch der Orgelempore und der Vorhalle am westlichen Giebel und Einbau von drei Fenstern.
Tieferlegung des Fußbodens im Schiff und Sanierung der Pfeilerfundamente.
Abbruch der beiden Anbauten südlich und nördlich des Chores.
Vorverlegung des Altarraumes in das östliche Joch des Mittelschiffes.
Öffnung des gotischen Fensters in der Ostwand des Chors.
Außen- und Innenrenovierung.
Verstärkung und Verankerung des Dachwerkes.
Isolierung der Obergadenwände und der Decken. (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

16. Bauphase:
(1976)
Einbau einer neuen Orgel im Chor (a)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Ausstattung
Bauwerkstyp:
  • Ausstattungsgegenstände, Architekturglieder
    • Orgel

Besitzer

keine Angaben

Weiterer Datenbestand LAD

Die im Landesamt für Denkmalpflege vorhandenen Datenbestände der Restaurierung sind mit dem vorangestellten braunen Kästchen gekennzeichnet. Mit lila Kästchen versehene Objekte verweisen auf vorhandene Datenbestände der Bauforschung.
keines

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

  • Restauratorische Untersuchungen, Schadensdokumentation

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Die kath. Liebfrauenkirche steht geostet, am Nordrand der historischen Altstadt von Mengen bzw. südlich des Mengener Ablachkanals und des westlichen Stadtgrabens.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Pfarrkirche
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Basilika; Langhaus mit Flachbogenfenstern und der nach Osten eingezogene Rechteckchor werden durch ein gemeinsames, spitz zulaufendes Satteldach bekrönt; an der Nordseite steht der Turm mit rechteckigem Unterbau, darüber achtseitiges Obergeschoss mit Zwiebelhelm und Laterne; die Westfassade ist durch drei Rundbogenfenster und einen Pultdach-Vorbau charakterisiert.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Dreischiffiger Saal; Mittelschiff und Seitenschiffe durch spitzbogige Arkaden getrennt; am Ende des südlichen Seitenschiffes Ölbergkapelle.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
Deckenfresken mit der Darstellung des Marientodes und der Heilung des Lahmgeborenen, von Georg Wilhelm Vollmer und Josef Sautter, 1740.
In der Ölbergkapelle lebensgroße Figuren in Ton, frühes 16. Jh., Anordnung im 18. Jh. verändert.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Laterne
    • Pultdach
    • Satteldach
    • Zwiebeldach/-helm
Konstruktion/Material:
keine Angaben

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