Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

"Alter Fuchs", "Fuchsete"

ID: 163321077118  /  Datum: 08.04.2015
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
Als PDF herunterladen:
Alle Inhalte dieser Seite: /

Objektdaten

Straße: Schwarzadlerstraße
Hausnummer: 15
Postleitzahl: 88512
Stadt-Teilort: Mengen

Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Sigmaringen (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8437076013
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Stattlicher Massivbau in der Südostecke der Mengener Stadtbefestigung, direkt im Eckpunkt der Stadtmauer gelegen.
Mittelalterlicher Stadtmauerbestand bis ins erste Obergeschoss hinauf erhalten, ohne wesentliche Baudetails und ohne genauere Datierung.
Massivbaukörper bis ins erste Obergeschoss hinauf im Kernbestand (Außenwände und Teile des Deckengebälkes) um 1506/07 (d). Das zweite Obergeschoss und das Dachwerk als reine Fachwerkkonstruktion um 1710 (d) komplett neu aufgesetzt. 1974/75 (a) tief in den historischen Baubestand eingreifende, teilweise rekonstruierende Sanierung.
Kellergeschoss mit Außenmauern des 16. Jahrhunderts, im östlichen Teil auch Innenwände und Deckengebälk. Westliche innere Querwand und großes Tonnengewölbe in der mittleren Zone jünger. Westliche Grundrisszone mit moderner Mittelwand und modernem Deckengebälk.
Im Erdgeschoss Reste der Umfassungsmauern des 16. Jahrhunderts (u.a. spitzbogiges Werksteinportal), Mittellängsunterzug und einzelne Deckenbalken. Ansonsten Deckengebälk umfangreich erneuert, teils 18. Jh., teils 19. Jh., teils modern. Historische Innengliederung vollständig aufgegeben.
Im ersten Obergeschoss Reste der Außenwände und ein Großteil des Deckengebälkes 16. Jahrhundert. Innenwände im 18. Jahrhundert sowie modern erneuert.
Im zweiten Obergeschoss Fachwerkaußenwände und wenige Fachwerkinnenwände aus dem 16. Jahrhundert, ansonsten Wandaufbauten 1974/75 umfangreich entfernt oder komplett erneuert.
Gut erhaltenes dreigeschossiges Satteldach von 1710 (d), ohne feste Ausbauten. Im ersten Dachgeschoss Kehlgebälk nachträglich eingelegt. Westliche Giebelscheibe modern als Mauerwerksgiebel erneuert.


1. Bauphase:
(1506 - 1507)
Kernbestand des Gebäudes nach Ausweis der Dendrodaten um 1507/07 (d) an die ältere Stadtmauer angesetzt. Mauerwerksbestand bis ins erste Obergeschoß aufgehend, bis dahin auch Teile des zugehörigen Deckengebälkes erhalten.Auch das Untergeschoß ursprünglich flach gedeckt. Hier später zwei Gewölbe eingezogen. Ursprüngliche Innengliederung in den oberen Geschossen nicht mehr sicher zu erschließen, ebenso der einstige obere Abschluß des Gebäudes.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Untergeschoss(e)
Konstruktionsdetail:
  • Decken
    • Balkendecke
  • Steinbau Mauerwerk
    • Bruchstein

2. Bauphase:
(1710)
Zweites Obergeschoß und das gesamte Dachwerk um 1710 (d) neu aufgesetzt. Zweites Obergeschoß mit guterhaltenen Fachwerkausßenwänden und nur noch in geringen Resten erhaltenen Fachwerkinnenwänden. Ehemals fünfzonige/zweischiffige Binnengliederung, im Osten evtl. schon von Anfang an mit großem Saal. Dreigeschossiges Satteldach mit Fachwerkgiebeln und ohne feste Einbauten.
Im 18. Jahrhundert einzelne Veränderungen auch im Inneren des Gebäudes, insbesondere Neugliederung des Inneren des ersten Obergeschosses.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
  • Untergeschoss(e)
Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
  • Decken
    • Balkendecke
  • Holzgerüstbau
    • Geschossgerüst

3. Bauphase:
(1974 - 1975)
Tiefgreifende Moderne Veränderung. Westlicher Teil des Untergeschosses im Inneren erneuert. Im Erdgeschoss gesamtes Innenlieben neu gestaltet, ebenso in einem Großteil des zweiten Obergeschosses. Ebenfalls im 20. Jahrhundert der westliche Giebel neu aufgemauert.
Historische Ausstattung weitgehend verloren gegangen.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Ausstattung

Besitzer

keine Angaben

Weiterer Datenbestand LAD

Die im Landesamt für Denkmalpflege vorhandenen Datenbestände der Restaurierung sind mit dem vorangestellten braunen Kästchen gekennzeichnet. Mit lila Kästchen versehene Objekte verweisen auf vorhandene Datenbestände der Bauforschung.
keines

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Untersuchung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Direkt in der Südostecke der Mengener Stadtmauer gelegen, mit Süd- und Ostseite auf die mittelalterliche Stadtmauer aufgesetzt.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Pfleghof
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Großer Kastenbau mit massiven Außenwänden bis einschließlich 1. Obergeschoss, darauf aufgesetzt zweites Obergeschoss als reines Fachwerkgeschoss. Dreigeschossiges Satteldach mit Fachwerkgiebel gegen Osten und modernem Mauerwerksgiebel gegen Westen. Kellergeschoss nur etwa hälftig in den Boden eingetieft.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Im Kellergeschoss dreizonige Gliederung, in der mittleren und der östlichen Zone ein großer und ein kleiner Gewölbekeller. Erdgeschoss zweischiffig gegliedert, ursprüngliche Raumteilung verloren gegangen. Erstes Obergeschoss im 18. Jahrhundert dreischiffig mit schmalem Mittellängsflur, ursprüngliche Innengliederung verloren gegangen. Zweites Obergeschoss (Kernbestand 18. Jahrhundert) quergeteilt mit außermittigem Treppenflur, im östlichen Bereich evtl. von Anfang an saalartig, westlicher Teil kleinräumig unterteilt. Dreigeschossiges Dachwerk ohne feste Einbauten.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
1974/75 tiefgreifend umgebaut und dabei die historische Ausstattung und ein großer Teil der Innensubstanz verloren gegangen.
Bestand/Ausstattung:
Die historische Ausstattung spätestens bei den Umbauten von 1974/75 weitestgehend entfernt. Spitzbogiges Sandsteintürgewände (bez. 1530 i) an der Nordwand des Erdgeschosses.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Mischbau
    • Unterbau aus Stein (gestelzt)
  • Decken
    • Balkendecke
  • Gewölbe
    • Tonnengewölbe
  • Verwendete Materialien
    • Stein
  • Dachform
    • Satteldach
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
  • Holzgerüstbau
    • Geschossgerüst
Konstruktion/Material:
keine Angaben

Quick-Response-Code

qrCode