Hohes Haus (Schwäbisch Hall)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Wohn- und Geschäftshaus

ID: 106978454015  /  Datum: 19.06.2026
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Deckerstraße
Hausnummer: 4
Postleitzahl: 72764
Stadt-Teilort: Reutlingen

Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Reutlingen (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8415061015
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die dendrochronologische Nachuntersuchung ergab den überraschende Befund, dass die
aufgehende Fachwerkkonstruktion fast 20 Jahre älter ist, als die im Rahmen der Voruntersuchung begutachtete Kellerdecke. Die beiden Holzproben datieren in denselben Zeitraum und weisen mit dem Fälldatum Winter 1357/58 (d) auf eine Errichtung des Gebäudes im Laufe des Jahres 1358 hin.

Das aufgehende Gebäude zeigt sich als Produkt zahlreicher Um- und Anbaumaßnahmen, von denen der Erweiterungsbau von 1897 dem Gebäude nicht nur seine äußere Gestalt, sondern auch sein inneres Gepräge verlieh.
Im 18./19. Jh. wurden die Wandfüllungen der Nord- und Ostseite nach starker Verkippung des Ursprungsgefüges nach Norden offenbar vollständig erneuert. Dabei dürfte auch der bestehende Dachgiebel sowie die Fensteröffnungen im Unterbau entstanden sein. Am nördlichen Ende der Ostwand befand sich der Hauseingang, der noch heute am Sockelbereich ablesbar ist.
Der jüngste, das heutige Erscheinungsbild prägende Umbau erfolgte wohl kurz vor oder um 1900, allerdings nur teilweise der Bauplanung von 1897 entsprechend. Dabei wurde die Fassade des Altbaus um 75 cm nach Süden erweitert, wodurch die älteren Fenster auffallend aus der ehemaligen Symmetrieachse gerückt wurden.


1. Bauphase:
(1357 - 1358)
Ursprungsbau von 1357/58 (d)
Die freigelegten Teile des nördlichen Bauteiles geben den Ursprungsbau als schmales Fachwerkgerüst mit vollständig stockweise abgezimmertem, eingeschossigem Unterbau (EG) und einem östlich stark vorkragenden, zweigeschossigen Oberstock zu erkennen.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)

2. Bauphase:
(1377)
Die Fälldaten der Balkenhölzer über dem Keller zeigen, dass die Umfassungswände des nördlichen Kellers wesentlich älter sind und der Keller 1377 (d) eine neue Kellerdecke erhielt.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Untergeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohn- und Geschäftshaus

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Nordwestansicht / Wohn- und Geschäftshaus in 72764 Reutlingen (2004 - Tilmann Marstaller)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Dendrochronologische Voruntersuchung
  • Schadensuntersuchung Außenfassade
  • Bauhistorische Kurzuntersuchung 1. OG

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Im Südwesten der Reutlinger Altstadt, traufständig zur Deckerstraße stehend; nach Nordwesten giebelständig an das Nachbarhaus (Deckerstraße 2) anschließend, südöstliche Giebelseite frei zu einer schmalen Durchgangsgasse stehend.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohn- und Geschäftshaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Der untersuchte nördliche, mittelalterliche Gebäudeteil liegt mit der Schmalseite zur Deckerstraße. Von den heute bestehenden Kellerräumen ist nur der nordöstliche Teilkeller mittelalterlich. Darüber erhebt sich ein dreigeschossiger Aufbau mit einem stockwerkweise abgezimmerten Erdgeschoss und einem zweigeschossigen Oberstock.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Der Grundriss, die bauliche Gesamtanlage sowie die an der unverputzten Nordseite erkennbaren Fachwerkteile geben die nördliche Hälfte des bestehenden Gebäudes als mittelalterlichen Kernbau zu erkennen. Bei angenommener Traufstellung handelt es sich um ein im Grundriss offenbar nur zweischiffig-einzonig gegliedertes Fachwerkmischgerüst.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Das mittelalterliche Dachwerk ging - soweit erkennbar - spätestens 1897 verloren.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Holzgerüstbau
    • allgemein
Konstruktion/Material:
keine Angaben

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