Bandhaus (Schloß Presteneck)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Ehem. Zollhaus

ID: 127072168216  /  Datum: 13.04.2026
Datenbestand: Bauforschung
Als PDF herunterladen:
Alle Inhalte dieser Seite: /

Objektdaten

Straße: Steiner Straße
Hausnummer: 1
Postleitzahl: 78337
Stadt-Teilort: Öhningen

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Konstanz (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8335061020
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Durch Ihre Cookie-Auswahl haben Sie die Kartenansicht deaktiviert, die eigentlich hier angezeigt werden würde. Wenn Sie die Kartenansicht nutzen möchten, passen Sie bitte Ihre Cookie-Einstellungen unter Impressum & Datenschutzerklärung an.

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauphasen

1. Bauphase:
(1796)
Bei dem zweistöckigen, im Jahre 1796 (d) abgezimmerten Fachwerkbau handelte es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein Gebäude der Obrigkeit mit unbekannter Sondernutzung. Darauf deutet in erster Linie seine architektonische Gestaltung mit der beidseitigen Vollwalmausbildung, kombiniert mit der eigenartigen Grundrissgliederung im Unterstock hin.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

2. Bauphase:
(1826 - 1845)
Um das Jahr 1826 wird das Gebäude zum Bauernhaus mit Stallung und Scheune unter einem Dach.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Wohnstallhaus

3. Bauphase:
(1845)
Umnutzung zum Zollhaus
Betroffene Gebäudeteile:
keine

4. Bauphase:
(1901)
Das Zollhaus erhält eine separates Waschküchenhaus im Garten
Betroffene Gebäudeteile:
keine

5. Bauphase:
(1931)
Verlegung des Zollhauses
Betroffene Gebäudeteile:
keine

6. Bauphase:
(1950 - 1999)
Teilweise Sanierung
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Nordwestansicht / Ehem. Zollhaus in 78337 Öhningen (2021 - Burghard Lohrum)
Abbildungsnachweis
Ostansicht / Ehem. Zollhaus in 78337 Öhningen (2021 - Burghard Lohrum)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Dokumentation

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Südlich der Steinertstraße stehend.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Teilunterkellerter, zweistöckiger und verputzter Fachwerkbau auf einem niedrigen Sockel, überdacht von einem in West-Ostrichtung ausgerichteten, mit beidseitigem Vollwalm abschließenden Satteldach.
An der Süd- bzw. Rücktraufe ist in der Verlängerung des Westgiebels eine Betonterrasse aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts angebaut.
Hinter dem Haus, einen Teil des Gartenbereiches mit seinem Rückgiebel abschließend, steht ein kleiner Massivbau mit Kniestock in Fachwerk, überdacht von einem in Nord-Süd-Richtung verlaufenden und mit zwei Steilgiebeln abschließenden Satteldach.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Erschlossen ist das Gebäude von der Steinerstraße, wobei der das Gebäude durchziehende Querflur neben der Erschließung des Erdgeschosses und des Obergeschosses auch den Zugang zum rückwärtigen Grundstück ermöglicht. Über eine Treppe im Querflur ist auch der Balkenkeller erreichbar.
Erreichbar über den bauzeitlichen Treppenlauf, wird der Oberstock durch die Anlage eines in Ost-West-Richtung abknickenden Winkelflur geprägt.
Über den nördliche Querflurarm sind die giebelseitige Stube und über diese zwei am Giebel aufgereihte, im Vergleich zur Stube schmalere Kammern zugänglich. Sowohl die Stube als auch die benachbarte Kammer waren beheizbar, während die verbleibende, ursprünglich gefangene Kammer nicht erwärmbar war. Der nördliche Querflurarm führte direkt in die Küche, die sich neben den beiden Kammern bis zur östlichen Flucht des Querflures erstreckte. Bemerkenswert ist ein im Winkel von Stube und Kammer liegender Raum. Ursprünglich von der Küche zugänglich, handelt es sich um die Rauchkammer, mit den beiden, die Kachelöfen von Stube und Kammer beschickenden Hinterladeröffnungen.
Über den vor der Küchentür abknickenden Längsflurarm waren im Norden zwei Kammern erreichbar. Ob dies auch für den südlichen Grundrissbereich zutraf, muss vorerst offen bleiben. Denkbar ist, dass hier anstelle zweier Kammern eine größere Raumeinheit ausgewiesen war.
Die bauzeitliche Grundriss- und Nutzungsstruktur des Unterstocks entsprach zumindest innerhalb der westlichen Wohnzone der im Oberstock ausgeführten Gliederung, wobei an dieser Stelle noch einmal auf die schon oben erwähnte Problematik im Küchenbereich einzugehen ist. So spricht vieles dafür, dass es sich bei der Einengung des Flures um eine spätere Baumaßnahme im Zusammenhang mit der Küchenanlage handelt, zumal Letztere im angetroffenen Zustand einen schlauchartigen, sprich behelfsmäßigen Zuschnitt aufweist.
Zum bauzeitlichen Bestand gehört mit Sicherheit die östliche Flurwand, die eine Öffnung für den nach Osten abzweigenden Längsflur freilässt, sich aber ansonsten über die gesamte Gebäudebreite erstreckte. Danach war angrenzend und parallel zum Flur des Wohnbereiches ein weiterer Flur angelegt. Zugänglich über die Straßentraufe und den Flur des Wohnbereiches mündete er in einen firstparallel verlaufenden Längsflur, über den sowohl der nordöstliche Lagerraum als auch die gegenüber liegende Kammer erreichbar waren. Bei der Kammer zwischen Küche und Lagerraum handelte es sich um die Speisekammer.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach mit beidseitigem Vollwalm
  • Holzgerüstbau
    • allgemein
Konstruktion/Material:
Bei dem Kernbestand der Dachkonstruktion handelt es sich um ein quer eingebundenes, in die Dachbalken zapfendes, durch eine verzapfte Kehlbalkenlage stabilisiertes Sparrendach. Die Kehlbalken unterteilen die Dachhöhe in zwei Dachgeschosse. Das die Sparrendreiecke verstärkende Gerüst besteht aus abgesprengten, in Schwellen zapfende Querbünde, kombiniert mit zwei geneigten, die Längsaussteifung übernehmende und unter den Dachschrägen angeordneten Längsbünden. Angeordnet in drei inneren Querachsen, ergänzt durch eine Wandscheibe und integriert in die beiden Vollwalme bilden die Querbünde einen fünfzonigen Dachgrundriss aus, der hinsichtlich seiner Gliederung nicht auf die inneren Tragwände des Unterbaus abgestimmt ist.
Die Queraussteifung der abgesprengten Querbünde erfolgt über verzapfte Kopfstreben. Die geneigten, mit zwei Riegelfolgen ausgestatteten Längsbünde sind durch Feldstreben zwischen den Schwellen und Rähmen ausgesteift.

Das gesamte Dachwerk ist aus Nadelholz abgezimmert. Es handelt sich um kein Rauchdach.
Zugänglich ist das Dachwerk über eine interne Treppe, über die zwei im Westen liegende Dachkammern und der ansonsten offene, nur leicht abgetrennte Dachraum erreichbar sind.

Quick-Response-Code

qrCode