Objekt(664): Michaelskirche, ev. Stadtkirche Michaelskirche, ev. Stadtkirche

ID: 271211419220
Datum: 14.11.2007
Datenbestand: BauforschungBauforschung
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Information(664): Michaelskirche, ev. Stadtkirche Objektdaten

Straße: Am Markt
Hausnummer: 1
Postleitzahl: 74523
Stadt: Schwäbisch Hall
Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Schwäbisch Hall (Landkreis)
Gemeinde: Schwäbisch Hall
Wohnplatz: Schwäbisch Hall
Wohnplatzschlüssel: 8127076049
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(664): Michaelskirche, ev. Stadtkirche Objektbeziehungen

keinekeine
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Objekt(664): Michaelskirche, ev. Stadtkirche Umbauzuordnung

keinekeine
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BauforschungWohnhaus, Pfarrgasse 1 (74523 Schwäbisch Hall)
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Bauphasen(664): Michaelskirche, ev. Stadtkirche Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die Michaelskirche, mit ihrer berühmten Treppe majestätisch über dem Marktplatz thronend, wurde am 10. Februar 1156, im Jahr nach der Kaiserkrönung des Staufers Friedrich Barbarossa, vom Bischof von Würzburg geweiht. Aus dieser Zeit stehen nur noch die vier untersten Geschosse des romanischen Westturms mit der Vorhalle. Von hier aus überblickt der Erzengel Michael, eine Steinskulptur aus dem späten 13. Jahrhundert, als Hüter der Gerechtigkeit das Marktgeschehen und die Stadt. Im 15. Jahrhundert wurde die dreischiffige romanische Basilika ersetzt durch eine gotische Hallenkirche mit Rundsäulen (das Langhaus 1427 bis 1456 erbaut, der hohe Chor mit seinem prächtigen spätgotischen Netzgewölbe 1495 bis 1525). 1573 wurde der Turm durch zwei achtseitige Turmgeschosse mit Kuppeldach und Glockenlaterne erhöht.

Herausragende Werke der spätgotischen Kunst im Innern der Kirche sind der große niederländische Passionsaltar im Chor (um 1460), das überlebensgroße Kruzifix des Ulmer Bildhauers Michel Erhart (signiert und datiert 1494), die filigrane Steinmetzarbeit des figurenreichen Sakramentshauses von etwa 1438 und das Heilige Grab mit seinen eindrucksvollen Trauergestalten (1455/56).

Ins Auge fallen neben weiteren Altären und Gemälden auch die zahlreichen Personendenkmale aus 500 Jahren. Sie dokumentieren Frömmigkeit, Reichtum und Kunstsinnigkeit der führenden Familien der alten Salzsiederstadt. Zu dieser gewachsenen Bildgeschichte gehören z.B. die Epitaphe und Grabmale der aus Holland eingewanderten Goldschmiede- und Theologenfamilie Bonhoeffer, der Vorfahren des von den Nationalsozialisten ermordeten Theologen Dietrich Bonhoeffer (1906-1945).

(Text gekürzt entnommen von www.schwaebischhall.de, Häuserlexikon, Stand 22.11.07)


1. Bauphase:
(1156)
Weihung der Michaelskirche 1156(a) unter Bischof von Würzburg.
Aus dieser Zeit stehen nur noch die 4 untersten Geschosse des romanischen Westturms mit der Vorhalle.
Langhaus war als dreischiffige romanische Basilika ausgebildet.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Lagedetail:
  • Einzellage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kirche, allgemein
Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • Werkstein

2. Bauphase:
(1427 - 1456)
Von 1427-1456(a) fand der Umbau der romanischen Basilika zur gotischen Hallenkirche mit Rundsäulen statt.
2-3% der Ziegel noch aus dem 15. Jhdt. (größte Teil 16./17.Jhdt und geringer Teil 18./19. Jhdt). Das Gebälk stammt auch noch aus dieser Zeit
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Lagedetail:
  • Einzellage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kirche, allgemein
Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • Werkstein

3. Bauphase:
(1495 - 1525)
1495-1525(a) wurde der Chor mit spätgotischem Netzgewölbe errichtet. Das Gebälk stammt wahrscheinlich auch noch aus dieser Zeit, da die Dachlattung zum Großteil auch noch Altbestand sind.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Lagedetail:
  • Einzellage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kirche, allgemein
Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • Werkstein

4. Bauphase:
(1573)
1573(a) wurde der Turm durch zwei achtseitige Turmgeschoss mit Kuppeldach und Glockenlaterne erhöht.
In Langhaus reichende Schallarkaden mit Holhlziegeldeckung versehen.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Lagedetail:
  • Einzellage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kirche, allgemein
Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • Werkstein
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Besitzer(664): Michaelskirche, ev. Stadtkirche Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
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Fotos

Ansicht evang. Kirche St. Michael / Michaelskirche, ev. Stadtkirche in 74523 Schwäbisch Hall
Ansicht von St. Michael von 1717, erschienen als Beilage zu einem Aufruf des Haller Buchdruckers G. M. Mayer zur Unterstützung eines Bibeldrucks. Dargestellt sind die Brücken, die den Kirchenvorplatz mit einigen der umbebenden Häuser der reichsstädtischen Oberschicht verbanden (StadtA SHA HV HS 88) / Michaelskirche, ev. Stadtkirche in 74523 Schwäbisch Hall

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Zugeordnete Dokumentationen

  • Kurzuntersuchung der Dachhaut und Holztechnik
  • Dachwerk: Baugeschichtliche Untersuchung mit dendrochronologischer Datierung
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Beschreibung(664): Michaelskirche, ev. Stadtkirche Beschreibung

Umgebung, Lage: Oberhalb des Marktplatzes gelegen.
Lagedetail:
  • Einzellage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kirche, allgemein
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): bisher erfasst wurden nur Dokumentationen zum Dachwerk und der Dachhaut.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angabenkeine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): keine Angabenkeine Angaben
Bestand/Ausstattung: Niederländischern Passionsaltar im Chor um 1460.
überlebensgroße Kruzifix des Ulmer Bildhauers Michel Erhart (1494i).
Figuren im Sakramenthaus (ca. 1438) mit filigranen Steinmetzarbeiten.
Heilige Grab mit eindrucksvollen Trauergestalten (1455/56)
und noch mehr Altäre und Gemälde aus 500 Jahren.
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Konstruktionen(664): Michaelskirche, ev. Stadtkirche Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • Werkstein
Konstruktion/Material: Chor:
Die Dacheindeckung setzt sich aus handgefertigten Biberschwanzziegeln aus dem 16. Jhdt. (80%) bis zum 19.Jhdt. zusammen. Das Dachgebälk ist saftfrisch abgezimmert und mit kurzen Beilklingenformaten bearbeitet. Blattsitze sind mit dem Handbeil und Dechsel ausgeführt.

Schiff:
Mit handgeformten Biberschwanzdoppeldeckung gedeckt. Das Dachgebälk ist ebenfalls saftfrisch abgezimmert und mit kurzen Beilklingenformaten bearbeitet. Blattsitze sind mit dem Handbeil und Dechsel ausgeführt.