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01.02.2012

Ergebnis-Protokoll zum Treffen am 18. November 2011 in Schwäbisch Gmünd

Arbeitskreis für Bauforschung AHF-Regionalgruppe Baden-Württemberg

Im Herbst 2012 veranstaltet der AHF seine Jahrestagung in Villingen zum Thema „Ländlicher Hausbau“. Die Wahl für den Tagungsort fiel aufgrund der geografischen Lage auf die Stadt Villingen, deren Geschichte und Baubestand für die Tagung aber nicht thematisiert werden. Was kann die Regionalgruppe Baden-Württemberg dazu beitragen?

- Kolloquien -

Im Hinblick auf die Tagung wurden im Frühjahr 2010 und 2011 Kolloquien zum Schwarzwaldhaus im Freilichtmuseum Gutach veranstaltet. Beide waren überraschend gut besucht. Die
Zusammenfassungen wurden verschickt und werden voraussichtlich in gekürzter Form in den
AHF-Mitteilungen erscheinen. Ein weiteres Kolloquium zum Bauernhaus in Hohenlohe findet kommendes Frühjahr statt (siehe unten).

Für eine Aufarbeitung der Referatsthemen bestünden die Möglichkeiten, sie als Materialsammlung in digitaler Form im Internet bereitzustellen, sie in den Südwestdeutschen Beiträgen oder im Tagungsband als Aufsatz zu veröffentlichen oder daraus eine Ausstellungstafel für die Tagung zu machen (siehe unten).

- Ausstellung -

Die 2007 zusammengestellte Ausstellung zur Bauforschung in Baden-Württemberg „Von mittelalterlichem Stuck und moderner Geophysik“ könnte im Foyer des Tagungsgebäudes aufgebaut
werden. Es bietet sich an, sie um themenbezogene Tafeln zum ländlichen Hausbau oder mit regionalem Bezug zur Stadt Villingen, zum Schwarzwald, zur Baar oder zur Nordschweiz zu
ergänzen.

Es kam der Vorschlag, direkt auf die Tagung bezogen einzelne ländliche Gebäude anhand von
Zeichnungen und Fotografien vorzustellen, mit wenig Text und ohne wissenschaftlichen Tiefgang. Diese Tafeln könnten sich gestalterisch an die bestehende Ausstellung anlehnen, konzeptionell aber eine eigene Abteilung bilden.

Ergänzend dazu ist zu überlegen, ob die Ausstellung durch Exponate erweitert werden könnte,
wofür man beim Freilichtmuseum Gutach nach Modellen usw. anfragen könnte.

- Terminologie -

Das Buch zur Holzbau-Terminologie soll rechtzeitig zur Tagung endlich fertig werden. Es bietet sich an, es dort im Rahmen einer Abendveranstaltung vorzustellen, sofern das jetzt schon eng gestrickte Programm dafür noch Luft lässt.

- Südwestdeutsche Beiträge -

Der derzeit in Vorbereitung befindliche Band wird sich vornehmlich oder ausschließlich dem Baubestand der Stadt Staufen widmen. Seine Fertigstellung wird ebenfalls zur Tagung angestrebt, sodass zusammen mit der Terminologie und den früheren Bänden ein ganz passabler Büchertisch zustande kommt.

- Datenbank -

Till Läpple berichtete über die Datenbank, in die im Hinblick auf die Tagung eine Reihe von
Schwarzwaldhäusern aus dem Regierungsbezirk Freiburg eingegeben wurde. Er wies darauf
hin, dass das Verhältnis der Kosten für die Pflege der Datenbank und der Umfang der Eingaben
in keinem guten Verhältnis steht. Auch die geäußerte Selbstverpflichtung seitens der freien
Bauforscher hat kaum gefruchtet. Leider gilt dies auch für das Ziel, dass die Dateneingabe Teil jedes Auftrags und jeder Ausschreibung seitens der Denkmalpflege werden soll. Neben vereinzelten Ausnahmen wird dies nur im Reg.-Präs. Tübingen konsequent verfolgt. An dieser Stelle sei auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass nach wie vor eine direkte Abrechnung von 70,-
€ pro Datensatz möglich ist.

- Bericht zur Tagung in Schwäbisch Hall -

Albrecht Bedal gab einen Bericht über die von der Arbeitsgemeinschaft der Freilichtmuseen Baden-Württemberg im November ausgerichtete bundesweite Tagung in Schwäbisch Hall zum Thema „Freilichtmuseen und die Hausforschung“. Zur Bauernhausforschung ist seit 30 Jahren nichts überregional Zusammenfassendes mehr publiziert worden. Vieles wurde erforscht, aber
nur wenig davon ist veröffentlicht und bekannt gemacht worden. Ein Grund dafür ist die Arbeitsweise der Bauforscher, die lieber selber forschen, als die Ergebnisse anderer auszuwerten.
Aber auch die Institutionen wie Denkmalamt, Universität und Museen haben hier nicht besonders geglänzt, es gibt kaum eine Möglichkeit, die vielen verstreut abgelegten Berichte und Pläne überhaupt zu erfassen und auszuwerten. Ein erster Ansatz ist die Bauforscherdatenbank
Baden-Württemberg, aber auch die lebt nur von denen, die ihre Informationen weitergeben. Ein
anderer Grund ist, dass die zahlreichen Untersuchungen den Blick auf das Ganze verstellen
und dass sich durch die intensivierte Beschäftigung der Baubestand als viel differenzierter erwiesen hat, als in früheren Sammelwerken dargestellt. Eine Publikation über die Tagung, der die einzelnen Beiträge nachlesbar zusammenfasst, soll in diesem Frühjahr erscheinen.
- nächstes Treffen -

Albrecht Bedal bot an, anstatt eínes Frühjahrstreffens wiederum ein Kolloquium zum Pfarrer Maier-Haus in Wackershofen auszurichten. Termin ist der 13. Mai. Das Programm wird in den
nächsten Wochen verschickt.

- Sonstiges -

Im Rahmen des 400jährigen Jubiläums des Vogtsbauernhofs veranstaltet das Freilichtmuseum
Gutach am Pfingstsamstag 26. Mai ein wissenschaftliches Symposium. Einladungen dazu werden ebenfalls verschickt.

Der Besprechung folgte eine kurze Darstellung der archäologischen Funde und der Folgen der
im Rahmen der Gartenschau durchgeführten Baumaßnahmen für Stadtbefestigung und Remswehr von Frank Löbbecke. Nach der Mittagspause führten Markus Numberger, Rolf-Dieter Blumer und Frank Löbbecke durch den Gebäudekomplex Rinderbacher Gasse 22/22a, eine ausgedehnte Kelleranlage am Marktplatz und den Glockenturm des Heiligkeuzmünsters, zum Portal des sog. Schmalzhauses und zum Josefsbach bzw. der westlichen Stadtbefestigung. Danach ging es hinauf zum Nepperberg zur Besichtigung von Salvatorkirche und einem Stollen auf Privatgelände.

Herzlichen Dank an Markus Numberger für die Organisation vor Ort, an Rolf-Dieter Blumer und Frank Löbbecke für ihre Mitwirkung und die Stadt Schwäbisch Gmünd für die Möglichkeit, uns im Ratssaal treffen zu können.


Anhänge:
23.11.2011

Hilfen zur Navigation und Eingabe

Eine überarbeitete Version des Handbuches steht zur Verfügung

Es gibt Hilfetexte und das Handbuch wurde aktualisiert und kann nun heruntergeladen werden.

Die Datenbank sollte weitgehend selbsterklärend sein. Weiterführende Hilfen zur Datensatzeingabe und Bedienung erhalten Sie auf der Hilfeseite (nur für angemeldete Benutzer sichtbar).
Tipps und Anleitungen zur Eingabe finden Sie im Handbuch zum herunterladen unter: Handbuch als PDF.

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