Objekt(773): archäologische Fundstellen archäologische Fundstellen

ID: 161220429129
Datum: 25.02.2008
Datenbestand: BauforschungBauforschung
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Information(773): archäologische Fundstellen Objektdaten

Straße: Salinenstraße
Hausnummer: 12
Postleitzahl: 74523
Stadt: Schwäbisch Hall
Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Schwäbisch Hall (Landkreis)
Gemeinde: Schwäbisch Hall
Wohnplatz: Schwäbisch Hall
Wohnplatzschlüssel: 8127076049
Flurstücknummer: 923 a/b
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(773): archäologische Fundstellen Objektbeziehungen

keinekeine
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Objekt(773): archäologische Fundstellen Umbauzuordnung

keinekeine
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Bauphasen(773): archäologische Fundstellen Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Im Jahr 1971 konnte bei Schachtungsarbeiten in der Salinenstraße auf Höhe der Strafanstalt in ca. 6m Tiefe neben verschiedenen Holzresten ein menschliches Skelett geborgen werden. Die Altersbestimmung nach der 14 C- Methode erbrachte ein Alter von ca. 305-335 v. Chr. Der Fund gehört demnach der Latenezeit an und weist auf eine keltische Siedlung in dieser Zeit in. Schon beim Neubau der Kreissparkasse 1939 konnten die teilweise sehr gut erhaltenen Reste einer keltischen Salzgewinnungsanlage aus der Zeit zwischen 500 und 100 v. Chr. beobachtet werden.
1793 entstand in der heutigen Salinenstraße auf den sogenannten Spitalwiesen das erste Haller Gradierwerk. Ab 1835 wurden hier die Betriebsgebäude der Neuen Saline errichtet. Diese sind nach 1924 größtenteils abgerissen worden. Erhalten ist noch Gebäude Salinenstraße 12 und in Teilen der ehemalige Salinenkanal.
1994 ist in der Salinenstraße, hinter Gebäude Nr.12, mit dem Bau einer Garagenanlage mit unterirdischem Schießstand der Polizei begonnen worden. Dazu war ein Grubenaushub von ca 4.5 unter heutigem Umgebungsniveau notwendig.
Bis ca. 3m unter heutiger Oberfläche sind neuzeitliche Planierungen vorhanden. Zwei Mauerfundamente über Pfahlrosten gehören zu den Reservoirs des ehemaligen Gradierwerks (nach 1739) an dieser Stelle.
Von ca. 3m bis 4.5m stehen Schwemmschichten des Kochers an. Aufgrund der Fundkeramik dürften diese im Laufe des Mittelalters entstanden sein.


1. Bauphase:
(1500 - 1835)
Vorgeschichtliche Befunde konnten nicht beobachtet werden.
Sollten solche zur keltischen Besiedlung im untersuchten Bereich vorhanden sein, so müssen diese tiefer als die ausgeführte Baugrubenschachtung von ca. 4.5m (= ca. 270.20 ü. NN.) unter heutiger Oberfläche liegen. Das 1971 geborgene Skelett aus keltischer Zeit lag ca. 6m unter der Oberfläche in Schwemmschichten, die keltische Salzgewinnung in der Innenstadt unter 5m starken Hanggeröllen.

Bis ca. 271.80 ü. NN. (= UK Mauer 1 und 2) waren Schwemmschichten vorhanden. Diese bestehen aus Sand oder Kalksteingeröllen. Teilweise sind aus den Geröllen flache Schwemmkegel aufgeschüttet. In den Schwemmschichten konnten spätmittelalterliche Keramik und Hohlziegelfragmente beobachtet werden. Diese Reste sind an den Bruchkanten teilweise deutlich verrundet, also über eine gewisse Strecke im Wasser transportiert worden.

Von 271.80 ü. NN. bis zur heutigen Oberfläche sind Planierungen aus Humus, Aushubmaterial (Hanggerölle, Lehm) und Abbruchmaterial vorhanden. Hier konnten glasierte Keramik und Buberschwanzfrgm. beobachtet werden. Bei diesen Planierungen dürfte es sich um jüngere Maßnahmen handeln: Bau und späterer Abbruch der Betriebsanlagen des älteren Gradierwerks mit Reservoir (ab1739) und der Neuen Saline (ab 1835).

Im Norden der Baugrube konnten zwei mächtige Mauerfundamente (Mauer 1 und 2) festgestellt werden. Diese sind über Pfahlrosten (runde Pfähle mit aufgelegten Balken) errichtet. Die Oberkante der in die Schwemmschichten eingetieften Pfahlroste dürfte in etwa auf den damaligen Grundwasserstand hinweisen. Der heutige Pegel lag zum Zeitpunkt der Untersuchung ca. 1.5m tiefer. Zu Mauer 1 war auf Höhe der Unterkante noch in Resten eine abdichtende Tonschicht vorhanden.
Bei den Mauerzügen handelt es sich um das nördliche (Mauer 1) bzw. südliche Fundament (Mauer 2) der Reservoirs 1 und 2 zu der ersten Gradieranlage ab 1739 in den Spitalwiesen.
Die Gradierbahn des Werks ist bereits 1740 auf dem Roscherplan vorhanden. Das Reservoir 1 ist vor 1755 (Tableau von J.C. Körner 1755). Das Reservoir 2 um 1790 errichtet worden. Die Stadtpläne von 1816 und 1827 zeigen den damaligen Bestand mit beiden Reservoirs.
Nach 1835 mit Errichtung der Neuen Saline wurde der mächtige Fachwerkbau des Solereservoirs 2 beibehalten, Reservoir 1 dagegen abgebrochen. Hier entstand das heutige Gebäude Salinenstraße 12. Die Salinengebäude sind nach 1924 abgebrochen worden. (gk)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
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Besitzer(773): archäologische Fundstellen Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
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Fotos

keinekeine
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Zugeordnete Dokumentationen

  • Bericht über eine baubegleitende Untersuchung im Bereich der ehemaligen Neuen Saline.
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Beschreibung(773): archäologische Fundstellen Beschreibung

Umgebung, Lage: Die Baugrube befindet sich hinter dem Gebäude Salinenstraße 12, in unmittelbarer Nähe verläuft der Kocher. Weiter befindet sich in der Nähe das staatliche Hochbauamt.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp: keine Angabenkeine Angaben
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): keine Angabenkeine Angaben
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angabenkeine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): keine Angabenkeine Angaben
Bestand/Ausstattung: keine Angabenkeine Angaben
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Konstruktionen(773): archäologische Fundstellen Konstruktionen

Konstruktionsdetail: keine Angabenkeine Angaben
Konstruktion/Material: keine Angabenkeine Angaben