Ottilienkapelle (Eppingen)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Wohnhaus (Westbau)

ID: 150245879914  /  Datum: 21.07.2015
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Marktstraße
Hausnummer: 27
Postleitzahl: 88212
Stadt-Teilort: Ravensburg

Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Ravensburg (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8436064109
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Unter der Hausnummer 27 sind zwei ehenmals eigenständige Massivbauten zusammengefasst. Sie besitzen beide einen dreigeschossigen Unterbau. Über die traufständig ausgerichteten Dachwerke lässt sich für den westlichen Baukörper der Ausbau an einem im Westen stehenden Nachbarbau erschließen. Der Dachgiebel besitzt hier keine Wandfüllung. Am Gegengiebel des westlichen Baukörpers ist der im Unterbau ausgeführten Bruchsteinwand ein das Giebelgerüst ummauernder Backsteingiebel aufgesetzt. Er trennt die beiden Bauteile im Dachbereich voneinander ab.


1. Bauphase:
(1436 - 1437)
Errichtung des Gebäudes (Nr. 27 / West) (d)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)

2. Bauphase:
(1492 - 1493)
Abzimmerung des Dachwerkes (Nr. 27 / I / Ost) (d)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)
  • Anbau

Besitzer

keine Angaben

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

  • Dendrochronologische Datierung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
keine Angaben
Lagedetail:
keine Angaben
Bauwerkstyp:
keine Angaben
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
keine Angaben
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
keine Angaben
Konstruktion/Material:
Das Gebäude besteht aus zwei mittelaterlichen Gebäuden. Erkennbar wird dies aus mehreren Befunden. Neben der unterschiedlichen Fenstergliederung an der Straßentraufe und den beiden Gewölbekellern, ist die ursprüngliche Unterteilung des heutigen Hauses hauptsächlich durch die verschiedenen Dachkonstruktionen ersichtlich.
Über dem talseitigen Hausteil ist ein zergliedertes Restfirstständerdach mit zusätzlichem vierfachem Stuhl aufgeschlagen. Der Schwerpunkt der Längsaussteifung konzentriert sich zum bergseitigen Giebel. Eine Queraussteifung ist nicht vorhanden. Das Dachwerk ist zweizonig gegliedert.
Über dem bergseitigen Hausteil ist eine stehende Stuhlkonstruktion ohne Restfirstständer aufgeschlagen. Die kopfzonig in Quer- und Längsrichtung ausgesteiften Stuhlständer stehen im 1. DG auf Längsschwellen und im 2. DG auf den Kehlbalken. Diese sind mit den Sparren verzapft. Das tragende Gerüst ist zwischen zwei massiven Giebeln gestellt. Die Dachstockebenen beider Hausteile variieren.
Folgende Beobachtungen sind erwähnenswert:
Haus Nr. 27
Die talseitige Giebelseite ist durch eine massive, moderne Ziegelwand ersetzt. Das ursprüngliche Giebelgerüst ist um diese Wandstärke versetzt. Die vorhandenen Hölzer zeigen keine Hinweise für eine ehemalige Wandfüllung. Dieser Befund lässt darauf schließen, dass die Giebelwand unmittelbar vor eine vorhandene Wand (Nachbarhaus) gestellt war.
Die Ziegelwand zu Haus Nr. 27 / I nimmt Bezug auf das vorgestellte Dachgerüst. So sind z. T. die Fuß- und Kopfbänder sorgfältig ummauert. Daraus ist zu schließen, dass die Massivwand jünger oder zeitgleich mit dem vorhandenen Dachwerk anzusetzen ist.
Auf der Gegenseite der Massivwand hat sich der Putzabdruck einer älteren Dachschräge erhalten. Das über die Putzkante erschlossene Dach war ohne konstruktiven Verbund mit der Ziegelwand ausgeführt.
Über die erwähnten Dachschrägen ist die Ziegelwand unverputzt und mit seitlichen Fensteröffnungen versehen. Unter der Dachschräge ist die Wand verputzt. Aus den Befunden ergibt sich, dass zu dem Zeitpunkt, als die Ziegelwand errichtet wurde, bergseitig ein Nachbargebäude mit niedriger Firsthöhe vorhanden war.

Haus Nr. 27 / I
Am äußeren massiven Giebel des bergseitigen Gebäudeteiles ist die obere angeführte Dachneigung ebenfalls vorhanden. Über der Dachschräge ist die Mauer bis zur heutigen Firsthöhe des vorhandenen Dachwerkes nachträglich aufgesetzt. Die Erhöhung weist vereinzelt Ziegelkonsolen zur Aufnahme des parallel verlaufenden Kehlbalkens auf.
Neben den zeitlichen Anhalten für die Errichtung der Giebelwände zeigt dieses Beispiel sehr eindrucksvoll die Besitzverhältnisse an den jeweiligen Giebelscheiben.

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