Kloster Bebenhausen (ehem. Holz- und Chaisenremise)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Wohn- und Geschäftshaus

ID: 129197492017  /  Datum: 15.09.2017
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Hauptstraße
Hausnummer: 42
Postleitzahl: 78628
Stadt-Teilort: Rottweil

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Rottweil (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8325049025
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die dendrochronologische Untersuchung datiert die Abzimmerung des Wohnhaus-Daches im rückwärtigen Bereich auf 1403/ 04 (d), wohingegen das Satteldach auf dem straßenseitigen Bauteil erst 1577/ 78 (d) errichtet wurde. Im 20. Jahrhundert wurde das in Rauputz rustizierte Erdgeschoss mit Sohlbankgesims aufgelöst und mit einem einheitlichen, glatten Putz versehen. Eine Aufnahme des Gebäudes aus der Zeit um 1910 belegt die Nutzung des Erdgeschosses als Metzgerei mit großen Schaufenstereinbauten.


1. Bauphase:
(1403 - 1404)
Abzimmerung des rückwärtigen Dachwerkes (d).
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus

2. Bauphase:
(1577 - 1578)
Abzimmerung des Satteldaches auf dem straßenseitigen Bauteil (d).
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)
Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach

3. Bauphase:
(1910 - 1999)
Statt rusitiziertem Erdgeschoss mit Sohlbankgesims als Abschluss zum OG einheitlicher Putzauftrag. Fotos von 1910 belegen noch die Rustika-Gestaltung.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohn- und Geschäftshaus
Konstruktionsdetail:
  • Verwendete Materialien
    • Putz

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Rottweil, Hauptstraße 42- Wohn- und Geschäftshaus, Nordfassade / Wohn- und Geschäftshaus in 78628 Rottweil (Landesamt für Denkmalpflege Freiburg, Bildarchiv)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Dendrochronologische Altersbestimmung
  • Dendrochronologische Untersuchung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das Wohn- und Geschäftshaus befindet sich an der Südseite der Hauptstraße, traufseitig ausgerichtet in geschlossener Bebauung.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohn- und Geschäftshaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Es handelt sich um einen viergeschossigen, verputzten Satteldachbau; der Bereich des Erdgeschosses ist durch ein großes Schaufenster und eine Eingangstür gekennzeichnet. Die darüberliegenden Stockwerke werden dreiachsig durch unterschiedlich große Rechteckfenster gegliedert. Ein Stockwerksgesims begrenzt das erste vom zweiten Obergeschoss. Die Fenster des zweiten Obergeschosses werden durch auskragende gerade bzw. Dreiecksgiebel bekrönt.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Das Erdgeschoss war um 1910 durch Putzrustika und oberen Gesimsabschluss gekennzeichnet. Das Schaufenster war größer ausgebildet und durch einen geschnitzten Holzpilaster in zwei große Flächen unterteilt. (laut Aufnahme von etwa 1910).
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
Konstruktion/Material:
Dach:
Über dem rückwärtigen Gebäudebereich hat sich im Osten der Restbestand eines traufseitig ausgerichteten Dachwerkes erhalten. Aussagen zum ursprünglichen Dachprofil sind ohne eine intensive Untersuchung nicht möglich. Denkbar wäre zum Beispiel ein bis zur Straße reichendes Satteldachprofil. Nicht auszuschließen ist aber auch die Variation, dass ein straßenseitiger Kernbau mit ehemaligem Pultdach durch einen rückwärtigen Anbau mit dem heute vorhandenen Dachprofil erweitert wurde. Über dem straßenseitigen Bauteil ist ein kleines Satteldach aus den Jahren um 1577/78 (d) abgezimmert. Im rückwärtigen Dach war nur noch eine der um 1403/04 (d) abgezimmerten Binderquerachsen aufnehmbar. Das tragende Gerüst zur Unterstützung der Pfetten stellen stehende Ständer, wobei sowohl der Dachfirstständer wie auch der benachbarte Stuhlständer erst auf dem Binderbalken über der ersten Dachebene ansetzt. Die unteren Gerüstständer sind stockwerkweise abgezimmert. Ein am oberen Binderbalken endendes Scherband unterstützt den eingezapften Bindersparren in seiner Strebefunktion. Die Dachneigung beträgt ca. 48 Grad.

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