Ottilienkapelle (Eppingen)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Wohnhaus

ID: 209880848021  /  Datum: 15.04.2011
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Hans-Kraut-Gasse
Hausnummer: 3
Postleitzahl: 78050
Stadt-Teilort: Villingen

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Schwarzwald-Baar-Kreis (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8326074020
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

1. Bauphase:
(1364 - 1365)
Datierung der Hölzer im Dachwerk (Errichtung) (d).
Betroffene Gebäudeteile:
keine

2. Bauphase:
(1372 - 1373)
Ein weiteres Ergebniss aus dendrochronologischer Untersuchung im Dachwerk (d).
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Querschnitt / Wohnhaus in 78050 Villingen (01.06.1999 - Lohrum)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Kurzanalyse des Dachwerks

Beschreibung

Umgebung, Lage:
In Zentrumsnähe
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Dreigeschossiger Massivbau
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
Reste einer mittelalterlichen Dachwerkskonstruktion.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Balkendach mit Rofen ohne innere Tragkonstruktion
Konstruktion/Material:
Der dreigeschossige Massivbau weist zwischen zwei massiven Giebelbrandwänden Reste einer mittelalterlichen Dachwerkskonstruktion auf, die um 1365 (d) datiert. Für diese Zeit liegt die Errichtung in Form eines Pfettendachs mit einer Firstpfette und je zwei Seitenpfetten. Zusammen mit einem Zwischengebälk über der unteren Dachwerkebene überspannten die Hölzer eine lichte Weite von ca. 8 m. Auf den Pfetten lagen die Rofen auf.
In etwa ein Jahrzehnt später, wurde es notwendig eine entlastende Binderkonstruktion einzubauen. Sie wurde in der Mitte des Dachwerks angeordnet und wirkte vergleichbar einem Hängewerk. Abgesetzt vom eigentlichen Gebälk des Unterbaus wurde der Binderdach- bzw. Zugbalken durch je zwei seitliche und ein mittiges Hängeholz abgehängt. Über die aufgelegten Längshölzer wurden beide Hölzer beansprucht und gaben die Lasten als Zugkomponenten an die Sparren weiter. Diese wirkten als Strebenpaar und leiteten die Summe aller Kräfte als Schubkräfte in den Binderdachbalken ein.
Der vorhandene Binderrest stellt aktuell noch einen Torso seiner ursprünglichen Form dar, weswegen die für das Deckengebälk entlastende Wirkung aufgehoben, vielmehr ins Gegenteil verkehrt wird; d.h. die Binderquerachse wirkt heute als reine Schwergewichtsscheibe. Das gesamte Dachwerk trägt sich an dieser Stelle ab und belastet das Deckengebälk über dem 2. OG. Dieses veränderte Abtragungsverhalten bedingt im Unterbau ein inneres Traggerüst, das die sich akkumulierenden Lasten in den Untergrund abträgt. Ist dieses Tragewerk intakt, so beziehen sich eventuelle Bedenken nur auf die eingeschränkte Nutzbarkeit eines durch Abfangvorrichtungen verstellten Grundrisses.

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