Haalstraße 5/7 (Schwäbisch Hall)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Scheune

ID: 193429696210  /  Datum: 04.04.2020
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Hauptstraße
Hausnummer: 59
Postleitzahl: 79346
Stadt-Teilort: Endingen

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Emmendingen (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8316012003
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

Ist Gebäudeteil von:
1. Gebäudeteil: Wohn- und Geschäftshaus, Hauptstraße 59

Besteht aus folgenden Gebäudeteilen:
keine Angabe

Umbauzuordnung

keine

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Das Holzwerk der Scheune datiert nach einer dendrochronologischen Untersuchung in das Jahr 1864/ 65 (d).


1. Bauphase:
(1864 - 1865)
Holzwerk Scheune (d)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Scheune

Besitzer

keine Angaben

Weiterer Datenbestand LAD

Die im Landesamt für Denkmalpflege vorhandenen Datenbestände der Restaurierung sind mit dem vorangestellten braunen Kästchen gekennzeichnet. Mit lila Kästchen versehene Objekte verweisen auf vorhandene Datenbestände der Bauforschung.
keines

Fotos

Abbildungsnachweis
Querschnitt / Scheune in 79346 Endingen (2020 - Burghard Lohrum)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Kurzuntersuchung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Die Bebauung besteht aus dem rückwärtigen, sich an einen deutlichen Geländeversprung anlehnenden Scheunenbau, ergänzt durch das abgesetzte, einen kleinen Hofraum bildende Hauptgebäude. Die Scheune ist traufständig zum Hof, das Hauptgebäude ist traufständig zur nördlich verlaufenden Hauptstraße ausgerichtet.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Scheune
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Zweigeschossiger Fachwerkbau mit abschließendem Satteldach.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Mischbau
    • Holzbau mit Gebäudeteil aus Stein
  • Dachform
    • Pultdach
    • Satteldach
  • Holzgerüstbau
    • allgemein
Konstruktion/Material:
Der bauliche Bestand

Nach einer dendrochronologischen Untersuchung datiert das Holzwerk der Scheune in die Jahre 1864/65 (d).
Älter ist die östlich angrenzende Scheune von Haus Nr. 57, die bekanntlich in die Jahre 1735/36 (d) datiert und an die sich die Scheune von Haus Nr. 59 anlehnt.
Insofern U-förmig geschlossen, ist im Erdgeschoss allein die Hofseite offen. Sie wird von einem, in zwei Massivwänden lagernden Unterzug überspannt. Der Unterzug selbst bildet das Auflager für das in Nord- Südrichtung verlegte Deckengebälk, dessen Gegenauflager durch ein von Steinkonsolen getragener Streichbalken gebildet wird. Damit sich die Deckenbalken nicht durchbiegen, werden sie von zwei weiteren Unterzügen unterstützt. Sie unterteilen die Gebälklage in drei Zonen bzw. Felder. Innerhalb des mittigen Feldes ist der 5. Deckenbalken von Ost für das ehemals hier angeordnete Treppenloch im Querschnitt reduziert.
Bemerkenswert ist der Befund, dass die Balkenfelder durch verputzte, zum Teil unterschiedlich dick ausgeführte Lehmwickel geschlossen sind.
Über die zu einem späteren Zeitpunkt verlegte Treppe ist das Obergeschoss zugänglich.
Im Gegensatz zum Erdgeschoss liegt hier ein zweizonig gegliederter Grundriss vor. Während die Hofseite als einfach verriegelte Fachwerkwand mit Ladeluke und Fensteröffnung
abgezimmert wurde, stehen bis auf eine Ausnahme die restlichen Außenwände als offene Tragachsen vor den massiven Umfassungsmauern. Die Ausnahme bezieht sich auf die Westwand. Hier ist sowohl das Traggerüst, als auch die kopfzonige Winkelsicherung eingemauert.
Das beschriebene Holzwerk bildet das Auflager für das Deckengebälk, dessen Treppenloch mit zugehöriger Treppe in den Dachraum noch in seiner bauzeitlichen Lage erhalten ist.
In der Nord- Ostecke ist eine kleine Kammer abgetrennt. Während der Deckenaufbau ansonsten aus einem Dielenbelag besteht, besitzt die Decke der Dachkammer eine Lehmwickelisolierung.
Über dem Obergeschoss ist ein zur Hofseite geneigtes Pultdach abgezimmert. Das Traggerüst zur Unterstützung der Rofen bildet eine dachhohe, unter dem First stehende Fachwerkwand. Sie ist mit geringem Abstand zur hoch aufragenden Stützmauer aufgestellt und wird in drei Querachsen durch zwei paarweise angeordnete Streben gesichert. Eine weitere Strebe unter den Rofen, kombiniert mit einer Gegenstrebe, fixieren einen Rofenunterzug der die gesamte Dachlänge durchzieht.
Das keine Rauchspuren aufweisende Holzwerk besteht insgesamt aus Nadelholz.

Spätere Veränderungen
Spätere Umbauten beziehen sich auf die Verlegung der Treppe, die Erneuerung der Unterzugstütze im Zuge des modernen Terrassenanbaus, dem Einbau einer Erdgeschosskammer und dem Einbau einer Zwischenebene im Dachgeschoss.

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