Hohes Haus (Schwäbisch Hall)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Wohnhaus, Hauptstrasse 53

ID: 156570691315  /  Datum: 20.12.2010
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Hauptstraße
Hausnummer: 53
Postleitzahl: 74821
Stadt: Mosbach
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Kreis: Neckar-Odenwald-Kreis (Landkreis)
Gemeinde: Mosbach
Wohnplatz: Mosbach
Wohnplatzschlüssel: 8225058010
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Hauptstraße 53/I:

Hierbei handelt es sich um den rückwärtigen Bauteil von Hausnummer 53. Mit drei Ebenen im Unterbau besitzt er die gleiche Höhe wie das Vorderhaus. Das vorhandene Dach ist traufständig zur Ölgasse ausgerichtet. Im Unterbau vollständig ausgebaut und verputzt, war nur das Dachwerk zugänglich. Das tragende Gerüst bilden umfassend verzapfte Sparren, unterstützt durch eine stehende, gleichfalls verzapfte Stuhlkonstruktion. Anzeichen mittelalterlicher Befunde wurden nicht erkannt.


1. Bauphase:
(1496 - 1497)
Aus dem Kerngerüst des Vorderhauses Nr. 53 wurden 5 Bohrproben entnommen. Die dendrochronologische Auswertung ergab als Fällungszeitraum Winter 1496/97 bzw. Frühsommer 1497.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

2. Bauphase:
(1727 - 1728)
53/l: aus drei Sparren wurden Bohrproben entnommen, die das Dachwerk in die Jahre 1727/28 (d) datieren.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Fotos

Wohnhaus, Hauptstrasse 53 in 74821 Mosbach (08.11.2010)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Dendrochronologische Datierung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
im Zentrum
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
dreigeschossiger Massivbau
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Das in Ecklage zur Ölgasse stehende Gebäude Hauptstr. 53 besitzt im verputzten Unterbau drei Nutzungsebenen. Während das Erdgeschoss und das 1. Obergeschoss eine vertikale Einheit bilden kragt das 2. Obergeschoss sowohl zur Hauptstraße wie auch zur Ölgasse über verputze Knaggen aus. Über dem 2. Obergeschoss ist ein zur Hauptstraße giebelständig ausgerichtetes Satteldach abgezimmert. Im Gegensatz zur darunter liegenden Ebene kragt das Giebeldreieck im angetroffenen Zustand nicht aus.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Unter dieser Hausnummer sind heute zwei, zu unterschiedlichen Zeiten erbaute Bauteile zusammengefasst. Bei dem straßenseitigen Eckgebäude handelt es sich um Hauptstraße 53. Das daran angrenzende Rückgebäude erhält die Bezeichnung 53/I.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Verwendete Materialien
    • Stein
Konstruktion/Material:
Die Untersuchung beschränkte sich auf das Dachwerk. Es besteht aus Eichenholz und ist rauchschwarz. Im 1. Dachgeschoss nur partiell zugänglich, lag das 2. Dachgeschoss offen.
Das tragende Gerüst bilden in die Dachbalken zapfende Sparrenpaare, die durch zwei angeblattete Kehlbalken ausgesteift sind (Querschnitt Dachwerk). Die Entlastung der Sparren erfolgt durch firstparallele Längshölzer, welche im ausgebauten 1. Dachgeschoss durch eine Kombination aus abgestrebten und stehenden Ständern und im 2. Dachstock durch einen mittig stehenden Stuhl getragen werden. In zwei inneren Querachsen angeordnet, gliedern die Binderquerachsen den Dachraum in drei Querzonen (Grundriss 2. Dachgeschoss).
Ausgehend vom straßenseitigen Giebel sind die Querbinder durch die steigende Folge von Strichkerben gekennzeichnet. Beide Giebel zeigen bemerkenswerte Befunde.
So lassen die leeren Blattsassen an den Rähmhölzern eine ehemalige Auskragung des straßenseitigen Giebels rekonstruieren. Offenbar unter Beibehaltung des bauzeitlichen Fachwerks zurückgesetzt, ist über die Höhe des Spitzbodens ein kurzer Spitzständer verbaut. Anders verhält es sich am Rückgiebel. Offensichtlich noch an der alten Stelle, liegt hier die Bundseite nicht wie sonst üblich an der Außenseite, sondern an der Innenseite. Möglicherweise ein Befund, der für den Zeitpunkt der Erbauung auf den Bestand eines eng angrenzenden Rückgebäudes hinweist.

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