Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Wohn- und Geschäftshaus

ID: 146480486212  /  Datum: 24.08.2015
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Hauptstraße
Hausnummer: 50/52
Postleitzahl: 74821
Stadt: Mosbach
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Kreis: Neckar-Odenwald-Kreis (Landkreis)
Gemeinde: Mosbach
Wohnplatz: Mosbach
Wohnplatzschlüssel: 8225058010
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Zum Zeitpunkt der Untersuchung war das Gebäude in dem zu untersuchenden Bereich unbewohnt und umfassend entkernt.
Der die Hausnummern 50 und 52 umfassende Grundriss ist nutzungsspezifisch in zwei eigenständige Wohnungseinheiten unterteilt.
Bei dem untersuchten Gebäude handelt es sich um ein frühneuzeitliches, um das Jahr 1574 (d) abgezimmertes Reihenhaus mit viergeschossigem Unterbau und ehemals drei aufeinander folgenden, die gesamte Gebäudehöhe durchziehenden Wohnungseinheiten.


1. Bauphase:
(1574 - 1575)
Aus dem Traggerüst wurden zwei Bohrproben entnommen. Die Lage der beprobten Hölzer ist aus den Aufmaßplänen ersichtlich. Nach der dendrochronologischen Auswertung wurde das untersuchte Bauholz im Winter 1574/75 eingeschlagen. Die Errichtung des Gebäudes ist daher für das Jahr 1575 (d) anzunehmen.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)

Besitzer

keine Angaben

Zugeordnetes Objekt

keines

Fotos

Abbildungsnachweis
Ansicht / Wohn- und Geschäftshaus in 74821 Mosbach (26.09.2014 - Burghard Lohrum)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Dokumentation

Beschreibung

Umgebung, Lage:
keine Angaben
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohn- und Geschäftshaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Der untersuchte, traufständig zur Straße orientierte Baukörper ist bis auf die Rücktraufe umfassend verputzt und besitzt im Unterbau vier Nutzungsebenen. Erdgeschoss und 1. Obergeschoss sind gewerblich genutzt, während die beiden oberen, über dem 1. Obergeschoss auskragenden Ebenen im Inneren den entkernten Zustand aufweisen. Den Abschluss bildet das zweigeschossige Satteldach.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Der die Hausnummern 50 und 52 umfassende Grundriss ist nutzungsspezifisch in zwei eigenständige Wohnungseinheiten unterteilt.
Die nördliche Einheit gliederte sich in die straßenseitige Stube mit ehemals rückwärtiger Küche und Treppenhaus. Im Zuge der firstparallelen Trennwand ist nördlich eine partielle Feuerwand und annähernd mittig eine Türöffnung belegbar. Am nördlichen Türständer setzte ehemals die Trennwand zwischen Treppenhaus und Küche an.
Innerhalb der südlichen Wohnungseinheit war im rückwärtigen Grundriss ein offener Bereich mit Feuerstelle und Treppe angelegt. Während Letztere in der nördlichen Wohnungseinheit durch eine moderne Erschließungssituation verschwunden ist, ist das zugehörige Treppenloch im Süden noch ablesbar. Anders als im Norden war der straßenseitige Abschnitt in zwei Raumeinheiten unterteilt.
Bemerkenswert sind neben der nach Norden ausgerichteten Bundseite die zwei nachträglich angelegten und zwischenzeitlich verschlossenen Türöffnungen in der Südwand. In Verbindung mit dem ausgeführten Markierungssystem (Abbundzeichen) deuten beide Befunde für den Ursprungsbau eine ehemals dreiteilige Nutzungsgliederung an.
Die beiden abgetrennten Nutzungseinheiten sind auch im 3. Obergeschoss nachweisbar.
Im Gegensatz zur unteren Ebene war im 3. Obergeschoss keine Feuerstelle angelegt. Beide Grundrissabschnitte unterteilen sich in einen straßenseitigen Großraum und eine rückwärtige Freifläche, wobei die jeweilige Verbindung untereinander durch einen mittigen Zugang erfolgte. Auch hier ist die Treppensituation im Norden erneuert, während sie im Süden noch intakt ist. Im Gegensatz zum Nordgiebel weist der Südgiebel keine Fensteröffnung auf. Wie schon unten zeigt auch hier die Bundseite nach Norden.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
keine Angaben
Konstruktion/Material:
Das Dachwerk

Das die Sparrenpaare unterstützende Traggerüst besteht aus abgesprengten Querbünden (Liegender Stuhl) in drei Querachsen, wobei der mittige Querbund als ehemals geschlossene Trennwand auch auf dieser Ebene die besitzrechtliche Grundrissunterteilung belegt. Die südliche Giebelwand ist fensterlos.
Als ursprüngliche Dacheindeckung ist wohl eine Hohlziegeldeckung anzunehmen.

Abbundzeichen

Zur Regulierung des Aufrichtvorganges wurden die abgebundenen Bauhölzer durch Abbundzeichen gekennzeichnet. Dabei kamen folgende Zeichen zur Anwendung:
Punktkerben für die Nutzungsebene, Strichkerben für die Kennzeichnung der Querachse,
Fähnchen für die Nummerierung des Holzes innerhalb der Querachse, wobei die Abfolge an der Straßentraufe beginnt.
Für das anschließende Beispiel ergibt sich somit folgende Holzzuordnung:
Vierte Abbundebene, zweite Querachse, dritter Riegel.

Daraus sind folgende Aussagen ableitbar. Der ursprüngliche Abbund bezieht sich auf vier Ebenen. Beginnend im Süden besaß der zugehörige Bau ursprünglich vier Querachsen, von denen die südlichste Querachse (der alte Südgiebel) inzwischen fehlt.

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