Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Wohnhaus, Badgasse 1

ID: 125551947018  /  Datum: 15.12.2010
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Badgasse
Hausnummer: 1
Postleitzahl: 74821
Stadt: Mosbach
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Kreis: Neckar-Odenwald-Kreis (Landkreis)
Gemeinde: Mosbach
Wohnplatz: Mosbach
Wohnplatzschlüssel: 8225058010
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

1. Bauphase:
(1359 - 1360)
Aus dem Kerngerüst des Dachwerkes wurden insgesamt 5 Bohrproben entnommen: sie datieren einheitlich in den Winter 1359/60 (d).
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Fotos

Wohnhaus, Badgasse 1 in 74821 Mosbach (13.09.2010)
Wohnhaus, Badgasse 1 in 74821 Mosbach (13.09.2010)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Dendrochronologische Datierung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
im Zentrum, nahe Marktplatz und Kirchplatz
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das Gebäude besitzt einen Keller mit Kreuzgewölbe der wohl zu einem späteren Zeitpunkt teilweise aufgefüllt wurde. Darüber steht ein größtenteils verputzter Fachwerkbau mit 3 Nutzungsebenen im Unterbau. Den Abschluss des Unterbaus bildet ein Satteldach mit traufseitiger Ausrichtung zur Badgasse.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
langlich, schmaler Baukörper
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Beide Trauf- bzw. Fußpunkte des Daches sind unterschiedlich ausgeführt. Der gassenseitige Fußpunkt liegt höher als die Dachbasis und bildet einen Drempel aus. Demgegenüber ist die rückwärtige Traufe stark verformt. Die sichtbaren Sparren besitzen leeren Blattsassen über die sie ursprünglich mit den Dachbalken verbunden waren. Die unterschiedliche Höhenlage der Sassen zeigt an, dass die Sparren unterschiedlich tief abgesunken sind.
Bestand/Ausstattung:
Der Westgiebel des Dachwerks zeigt zum Marktplatz. Er ist in vertikaler Abstimmung mit dem Unterbau ausgeführt. Am Kehlbalken des 1. Dachstock sind zwei leere Blattsassen zu erkennen.
Zu Platzseite hin besitzt das Erdgeschoss einen Gastraum. Dessen Decke besteht aus verputzten, firstparallel gespannten Deckenbalken. Sie sind relativ eng verlegt und lassen eine ehemalige Auskragung des marktseitigen Giebels vermuten.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
keine Angaben
Konstruktion/Material:
Die eigentliche Untersuchung beschränkte sich auf das Dachwerk, dessen erste Ebene ausgebaut ist und insofern keine historische Befundaufnahme zuließ. Lediglich im Bereich des Treppenlaufes nach oben konnte ein die Kehlbalken unterstützendes Längsholz erkannt werden. Entsprechend seiner Einbindung in den rückwärtigen Giebel und seiner Patina handelt es sich um einen späteren Einbau.
Die darüber liegende Ebene ist frei zugänglich und erlaubte eine weitgehend vollständige Aufnahme der alten, in Anlehnung an die starken Senkungen wohl ursprünglich binderlosen Dachkonstruktion.
Zwischen den beiden, zu unterschiedlichen Zeitpunkten erneuerten Giebeln sind die Reste von 11 hintereinander abgezimmerten, rauchschwarzen Sparrendreiecken erhalten (Grundriss Dach und Querschnitt Dach). Ausgesteift mit zwei angeblatteten Kehlbalken sind alle aus Eichenholz. Bezogen auf ihre Anordnung sind die Sparrenpaare zwei unterschiedlich gekennzeichneten Markierungsabschnitten zuzuordnen. Am Marktgiebel beginnend, lässt sich für den ersten Markierungsabschnitt die logische Folge von 1 bis 9 Punktkerben erschließen. Darauf folgt der zweite Markierungsabschnitt. Er beginnt mit einer Strichkerbe und endet unvollständig mit 5 Strichkerben. Alle Markierungen befinden sich an den gassenseitigen Kehlbalkenenden. Zwei der Sparrendreiecke besitzen Stakungslöcher, die in den betreffenden Querachsen einen ehemaligen Wandschluss andeuten.
Der platzseitige Dachabschluss ist nachweislich der Markierungen nicht ursprünglich. Seine Abzimmerung erfolgte im Zusammenhang mit der Rücksetzung des heute vorhandenen Giebels. Zur Ausführung kam ein Krüppelwalm, der in Anlehnung an die oben erwähnten Giebelblattsassen noch dem späten Mittelalter zuzuordnen ist.

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