Alte Aula (Tübingen)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Wohnhaus

ID: 111918925811  /  Datum: 14.12.2015
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Büchsengasse
Hausnummer: 14
Postleitzahl: 89073
Stadt-Teilort: Ulm

Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Ulm (Stadtkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8421000028
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes
Geo-Koordinaten: 48,4014° nördliche Breite, 9,9933° östliche Länge

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Nach den momentanen Befunden ist davon auszugehen, dass es sich hier um den Restbestand eines eventuell zweigeschossig abgezimmerten Hauses mit ursprünglich traufständiger Ausrichtung handelt.en Den drochronologischen Daten zufolge liegt zwischen den Fälldaten des Unterbaus (EG und 1. OG / 1464/65 (d)) und des Überbaus (2. OG / 1480/81 (d)) eine zeitliche Differenz von 16 Jahren.
Ob diese geringe Zeitspanne auf einer baulichen Maßnahme (Aufstockung eines giebelständigen Stockwerkes auf einen ehemals traufständigen Hauskörper) zu beziehen ist, kann nur über eine Detailuntersuchung geklärt werden.


1. Bauphase:
(1464 - 1465)
Errichtung des Erd- und 1. Obergseschosses (d)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)

2. Bauphase:
(1480 - 1481)
Errichtung des 2. Obergeschosses (d)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Obergeschoss(e)

Besitzer

keine Angaben

Weiterer Datenbestand LAD

Die im Landesamt für Denkmalpflege vorhandenen Datenbestände der Restaurierung sind mit dem vorangestellten braunen Kästchen gekennzeichnet. Mit lila Kästchen versehene Objekte verweisen auf vorhandene Datenbestände der Bauforschung.
keines

Fotos

Abbildungsnachweis
Nordfassade / Wohnhaus in 89073 Ulm (20.10.2018 - Christin Aghegian-Rampf)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Dendrochronologische Datierung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
keine Angaben
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Randlage
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das Gebäude besitzt über zwei gemauerten, gewölbten Kellern drei Nutzungsebenen mit abschließenden Satteldach.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Das Gebäude hängt nach Westen. Im Inneren hängen die Fußböden und insbesondere die Decken gegen die Hausmitte (zur Kaminzone).
Alle Räume in den Geschossen haben bis auf einen eine Holzbalkendecke und besitzen eine sehr geringe Raumhöhe.
Der Rohbau ist in Teilen sicher erneuerungs- und ergänzungsbedürftig. Feuchtigkeitsschäden wurden nicht erkannt.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Verwendete Materialien
    • Holz
Konstruktion/Material:
Dachwerk
Abgezimmert wurde ein einstöckiges Dachwerk mit zusätzlichem Spitzboden, giebelständig zur Gasse. Das tragende Dachgerüst bildet ein liegender, verblatteter Stuhl.
Erhalten sind die Sparrendreiecke III bis VII. Die Markierung der Gespärre erfolgte vom Gassengiebel bis zum rückwärtigen Giebel. Das Sparrenpaar III liegt ca 1,15 m nach dem Gassengiebel. Daraus ist ein ehemals weiter Dachüberstand am Gassengiebel ableitbar. Das heutige Giebelfachwerk ist jünger und zurück gesetzt. Vor dem rückwärtigen Giebel sind die Pfetten gestoßen und durch jüngere Pfetten ersetzt. Das Giebelfachwerk ist ebenfalls jüngeren Datums.

2. Oberstock
Alle Räume in den Geschossen haben Holzbalkendecken,bei denen die Tragbalken entweder ganz sichtbar oder teilweise sichtbar sind. Die Deckenbalken laufen über dem Erdgeschoss und dem 1. Obergeschoss in Richtung Nord-Süd, über dem 2. Obergeschoss wegen der Dachkonstruktion in Richtung Ost-West.
Im 2. Obergeschoss sind alle Außenwände in Fachwerk ausgemauert.
Das Stockwerk wurde auf dem Längsgebälk abgezimmert. Es besitzt einen sehr hohen Originalbestand. Innerhalb des ostwärtigen Schiffes, zur Gasse hin orientiert, befindet sich der Restbestand eines verbohlten Raumes. Dieser nahm ehemals nicht die gesamte Zonenbreite auf. Damit ist die mit kleinen Balkenquerschnitten vorhandene Balken-Bretter-Decke als jüngerer Einbau zu werten.
Im westlichen Schiff ist eine rückwärtige Kammer mit ursprünglicher Türöffnung vorhanden. Das gassenseitige und das rückwärtige Giebelfachwerk ist bis auf die Bundständer jünger.
Originales Fachwerk findet sich im Zuge der Traufwände und im Bereich der Kammerumfassungswände.
Der Wandaufbau besteht aus einfachen Verriegelungen, die Gefachfüllungen sind in Ziegel.
Gefüge in der Regel durch fußzonige Aussteifung.

1. Oberstock
Im 1. Obergeschoss sind einzelne Teile der östlichen Außenwand massiv, sonst ist alles in Fachwerk ausgemauert.
Die ursprüngliche Gliederung ist hier ohne größere Öffnungen nicht fassbar. Durch den erhaltenen Querunterzug ist eine zweizonige und zweischiffige Gliederungung in Ansätzen erkennbar. Der Unterzug besitzt leere Blattsassen für eine steil angeordnete kopfzonige Aussteifung.
Die westliche Traufwand wurde umfassend durch ein jüngeres Fachwerk ersetzt.
Die ostwärtige Traufwand ist massiv ausgeführt. Die älteren Gerüstständer sind anscheinend alle ausgewechselt. Zum alten Bestand gehört das firstparallele Gebälk, welches sich jedoch zum Teil nicht mehr in originaler Lage befindet. Die sichtbaren Deckenbalken im heutigen Flur besitzen am gassenseitigen Ende eine Kammausbildung an der Unterseite. Der heutige Gassengiebel sitzt vor diesen Kämmen.
Nach den momentanen Befunden ist davon auszugehen, dass es sich hier um den Restbestand eines eventuell zweigeschossig abgezimmerten Hauses mit ursprünglich traufständiger Ausrichtung handelt. Gesicherte Aussagen dazu, wären durch eine Untersuchung der Balkenoberseiten und durch eine weitere Freilegung des Unterzuges möglich. Dies gilt auch hinsichtlich der Frage nach der zeitlichen Einordnung der massiven Traufwand.

Erdgeschoss
Im Erdgeschoss sind die Außenwände weitgehend massiv ausgemauert.
Bis auf das firstparalle Gebälk gibt es in dieser Ebene keine weiteren Befunde.
Der gassenseitige Raum mit Balken-Bretter-Decke war zum Zeitpunkt der Untersuchung nicht zugänglich.

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