Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Wohnhaus

ID: 145496543312  /  Datum: 04.04.2011
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
Als PDF herunterladen:
Alle Inhalte dieser Seite: /

Objektdaten

Straße: Büchsengasse
Hausnummer: 16
Postleitzahl: 89073
Stadt: Ulm
Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Ulm (Stadtkreis)
Gemeinde: Ulm
Wohnplatz: Ulm
Wohnplatzschlüssel: 8421000028
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes
Geo-Koordinaten: 48,4006° nördliche Breite, 9,9925° östliche Länge

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauphasen

1. Bauphase:
(1393 - 1394)
Erbauung des Gebäudes als zweigeschossiger Geschossständerbau (d). Das Sparrendach ist bauzeitlich ohne Dachstuhl, statt dessen von innen angenagelte Windrispen.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Konstruktionsdetail:
  • Holzgerüstbau
    • Geschossgerüst

2. Bauphase:
(1880 - 1920)
Erneuerung der EG-Wände und der Decke über dem EG um 1900 (gk): Im EG wurden die Geschossständer abgesägt und durch massive Wände aus Ziegelsteinen ersetzt. Die Balkendecke über dem EG wurde durch eine Eisenträgerdecke ersetzt.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • Backstein

3. Bauphase:
(2009 - 2011)
Sanierung des Gebäudes.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Zugeordnetes Objekt

keines

Fotos

Abbildungsnachweis
Westfassade / Wohnhaus in 89073 Ulm (22.04.2009 - Michael Hermann)
Abbildungsnachweis
Nordfassade / Wohnhaus in 89073 Ulm (20.10.2018 - Christin Aghegian-Rampf)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Dendrochronologische Datierung und Bauaufnahme

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das Gebäude Büchsengasse 16 nördlich des Münsters auf der Südseite der von West nach Ost parallel zum Münster verlaufenden Büchsengasse. Es handelt sich um den Bereich der Stadterweiterung ab 1316.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das zweigeschossige Gebäude mit Satteldach steht giebelständig zur Büchsengasse. Darunter befinden sich zwei Kellerräume aus Ziegelsteinmauerwerk mit Tonnengewölben aus Ziegelstein. Es ist ohne Mauerwerkssondagen keine zeitliche Abfolge der Keller ablesbar.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Das Gebäude ist in zwei Längsschiffe und drei Querzonen gegliedert. Das schmale westliche Längsschiff nahm dabei eine Flurzone ein, von der lediglich in der nördlichsten breitesten Querzone eine Kammer abgetrennt war. Das breitere östliche Längsschiff nahm in der nördlichsten Querzone eine Stube mit Blick zur Büchsengasse ein. In der mittleren Querzone schloss sich eine Küchenzone an. In der südlichsten schmalen Querzone befand sich vermutlich die Treppenerschließung. Hier ist auch ein Abort zu vermuten, der jedoch im Baubestand bisher nicht nachgewiesen werden konnte.

Die Grundrissstruktur lässt sich im OG noch rekonstruieren (siehe Systemskizze S. 16). Durch die Geschossständerbauweise ist zu vermuten, dass sich die Grundrissstruktur im EG gleichermaßen artikulierte.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Das Gebäude weist starke Verformungen auf, was die Ursache für den Umbau um 1900 gewesen sein dürfte. Seit April 2009 wird das Gebäude saniert.
Bestand/Ausstattung:
Historische Ausstattung hat sich im Gebäude nicht erhalten. Lediglich ein Stubenfenster des 19. Jahrhunderts an der Ostfassade ist erwähnenswert.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb., mit einheitlicher Gebindeaufreihung
  • Holzgerüstbau
    • Geschossgerüst
Konstruktion/Material:
Das Gebäude wurde 1393/94 (d) als Geschossständerbau errichtet. Das einfache Sparrendach wies zu jener Zeit noch keine Stuhlkonstruktion aif. Die Geschossständerkonstruktion ist nur noch im Obergeschoss vorhanden. Das Erdgeschoss und die Zwischendecke zwischen den beiden Geschossen wurden im späten 19., oder frühen 20. Jahrhundert durch massive Ziegelwände und eine Eisenträgerdecke ersetzt.

Quick-Response-Code

qrCode