Hohes Haus (Schwäbisch Hall)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Wohn- und Geschäftshaus

ID: 108268676313  /  Datum: 04.05.2016
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Kirchstraße
Hausnummer: 25
Postleitzahl: 74354
Stadt-Teilort: Besigheim

Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Ludwigsburg (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8118007001
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: 50
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes
Geo-Koordinaten: 49,0000° nördliche Breite, 9,1416° östliche Länge

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

Ist Gebäudeteil von:
1. Gebäudeteil: Kirchstraße

Besteht aus folgenden Gebäudeteilen:
keine Angabe

Umbauzuordnung

keine

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Zweigeschossiges verputztes Fachwerkhaus in Ecklage, Erdgeschoss mit modernem Ladeneinbau, Obergeschoss und zweigeschossiger Giebel jeweils vorkragend, Satteldach, im Kern 17. Jahrhundert, 1786 Umbau mit Ladeneinbau, weitere Umbauten 1893, 1931 und 1953, 2000 Fassadensanierung.

Um die Jahrhundertwende wird das Gebäude beschrieben als "zweistockiges Wohnhaus, im Erdgeschoß von Stein, sonst Fachwerk, Giebeldach mit Falzziegeln, die südliche Giebelseite und das Giebeldreieck haben Blechbekleidung. Räume:
UG Kellergewölbe
EG 2 Zimmer, Laden, Magazin, Waschküche
OG 3 Zimmer, 1 Küche, Alkoven
DG 4 Zimmer, 1 Kammer, Flur, freier Dachraum
Ausstattung: 6 elektrische Flammen samt Zubehör."


1. Bauphase:
(1660)
Um 1660 besitzt Hanns Ulrich Stayer, Beckh: "Ain Behausung und Keller darunder uf der Neckherseuthen, zwischen Jacob Hellgern und der Gaßen, zinnst der Kellerey alhier 6 Heller." (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

2. Bauphase:
(1723)
Im Jahr 1723 verkauft Herr Hans Ulrich Stayer an seinen Sohn jung Hans Ulrich Stayer, Beckh: "Eine Behausung in der Statt, zwischen Herrn Moriz Bauren und Valentin Cammerzellen, stoßt beederseits auf die Straßen, samt Beschwerdt und Gerechtigkeit für und um 550 Gulden". Im Kaufvertrag behält sich der Verkäufer zur Nutzung vor "die hindere Stuben, die hindere Kammer und die Kammer ob der Stuben bey Lebenszeithen". (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1744)
Im Jahr 1744 verkauft Johann Ulrich Stayer, Beck, an Jacob Wörner, Schreiner: "Eine Behausung und Keller darunter samt Tung- und übriger Gerechtigkeit, mitten in der Statt auff der Neccarseithen, neben der Straßen und Herrn Valentin Cammerzellen ... für und umb vierhundert zwanzig fünff (425) Gulden". (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

4. Bauphase:
(1786)
Im Jahr 1786 geht das Gebäude durch Schenkung von Keppler an dessen Schwiegersohn Herrn Christian Heinrich Eckardt, Handelsmann und Ratsmitglied. Vom neuen Besitzer heißt es, er habe dort "1786 einen Laden eingerichtet und sonst melioriert (verbessert)". (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

5. Bauphase:
(1859)
Im Jahr 1859 erwirbt der Bortenwirker oder Bortenmacher August Witzel Haus und Laden aus der Gantmasse des Rudolph Stöckle. Die Kaufsumme beträgt 3400 Gulden. Das Gebäude wird damals beschrieben als "zweistockiges Wohnhaus mit gewölbtem Keller (1 a 0,8 qm), Winkel mit Nr. 49 und mit Nr. 51 gemeinschaftlich (0,8 qm), mitten in der Stadt, an der Haupt- und Stadtschreibereigasse, neben Gotthardt Fellger und Wattmacher Müller". (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

6. Bauphase:
(1893)
Im Jahr 1893 lässt die Eigentümerin Karoline Witzel eine bauliche Veränderung vornehmen, wobei unter anderem der Ladeneingang an die Ecke des Gebäudes zur Stadtschreibereigasse hin verlegt wird. (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

7. Bauphase:
(1931)
Im Jahr 1931 wird am "Kaufhaus Friedrich Blatter" eine bauliche Veränderung vorgenommen unter anderem mit einer Veränderung des Grundrisses im Erdgeschoss, dem Einbau von Schaufenstern auf der Seite der Schlossgasse und dem Einbau eines Badezimmers in die Wohnung im ersten Stock. (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

8. Bauphase:
(1953)
Im Jahr 1953 erfolgt ein erneuter Umbau des Geschäftshauses Friedrich Blatter. Dabei wird der Verkaufs- und Ausstellungsraum im Erdgeschoss durch Herausnahme von Wänden vergrößert, und im Obergeschoss werden anstelle zweier Zimmer Lagerräume eingerichtet. (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

9. Bauphase:
(1956)
Im Jahr 1956 wird das Geschäftshaus Kirchstr. 25 im Erdgeschoss mit dem Nachbarhaus Kirchstr. 23 verbunden, unter anderem durch Herausnahme von Wänden und Überdachung des Winkels zwischen den beiden Gebäuden. (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

1. Besitzer:
(1660 - 1671)
Stayer, Hans Ulrich
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
zinst
Beschreibung:
Haus, Keller
Beruf / Amt / Titel:
  • Bäcker
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
  • Untergeschoss(e)
  • Untergeschoss(e)

2. Besitzer:
(1671 - 1723)
Stayer, Hans Ulrich
Bemerkung Familie:
Sohn des Hans Ulrich Stayer
Bemerkung Besitz:
besitzt
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
  • Bäcker
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Besitzer:
(1723 - 1744)
Stayer, Hans Ulrich
Bemerkung Familie:
Sohn des Hans Ulrich Stayer
Bemerkung Besitz:
kauft vom Vater
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
  • Bäcker
Betroffene Gebäudeteile:
keine

4. Besitzer:
(1744 - 1751)
Wörner, Jakob
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
kauft von Johann Ulrich Stayer
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
  • Schreiner
Betroffene Gebäudeteile:
keine

5. Besitzer:
(1751 - 1786)
Keppler, Johann Sigmund
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
ertauscht gegen Kirchstraße 27
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
  • Metzger
  • Stadtrat
Betroffene Gebäudeteile:
keine

6. Besitzer:
(1786 - 1807)
Eckardt, Christian Heinrich
Bemerkung Familie:
Schwiegersohn des Johann Sigmund Keppler
Bemerkung Besitz:
erhält geschenkt vom Schwiegervater
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
  • Kaufmann
  • Ratsmitglied
Betroffene Gebäudeteile:
keine

7. Besitzer:
(1807)
Eckardt, Erben
Bemerkung Familie:
Erben des Christian Heinrich Eckardt
Bemerkung Besitz:
besitzen
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
keiner
Betroffene Gebäudeteile:
keine

8. Besitzer:
(1807 - 1814)
Eckardt, Jakob Heinrich
Bemerkung Familie:
Sohn des Christian Heinrich Eckardt
Bemerkung Besitz:
erwirbt von Erben Eckardt
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
  • Kaufmann in Pleidelsheim
Betroffene Gebäudeteile:
keine

9. Besitzer:
(1814 - 1855)
Ostertag, Karl August
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
kauft
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
  • Kaufmann in Hessigheim
Betroffene Gebäudeteile:
keine

10. Besitzer:
(1855 - 1859)
Stöckle, Rudoplh
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
kauft
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
  • Kaufmann in Ludwigsburg
Betroffene Gebäudeteile:
keine

11. Besitzer:
(1859 - 1874)
Witzel, August
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
erwirbt aus Gantmasse Stöckle
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
  • Bortenmacher
Betroffene Gebäudeteile:
keine

12. Besitzer:
(1874 - 1900)
Witzel, Karoline
Bemerkung Familie:
Tochter des August Witzel
Bemerkung Besitz:
kauft vom Vater
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
keiner
Betroffene Gebäudeteile:
keine

13. Besitzer:
(1900)
Rau, Ulrich
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
kauft
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
  • Kaufmann
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Weiterer Datenbestand LAD

Die im Landesamt für Denkmalpflege vorhandenen Datenbestände der Restaurierung sind mit dem vorangestellten braunen Kästchen gekennzeichnet. Mit lila Kästchen versehene Objekte verweisen auf vorhandene Datenbestände der Bauforschung.
keines

Fotos

Abbildungsnachweis
Ansicht von Südwest / Wohn- und Geschäftshaus in 74354 Besigheim (Denkmalpflegerischer Werteplan, Gesamtanlage Besigheim, Regierungspräsidium Stuttgart)
Abbildungsnachweis
Ansicht von Südwest / Wohn- und Geschäftshaus in 74354 Besigheim (Stadtarchiv Besigheim)

Zugeordnete Dokumentationen

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Zentral in der historischen Altstadt gelegen.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohn- und Geschäftshaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Zweigeschossiges verputztes Fachwerkhaus in Ecklage, Erdgeschoss mit modernem Ladeneinbau, Obergeschoss und zweigeschossiger Giebel jeweils vorkragend, Satteldach, im Kern 17. Jahrhundert.

Das in seiner Gesamterscheinung noch als frühneuzeitliches Anwesen erkennbare Haus hat mit seinen Veränderungen im Erdgeschoss als ein charakteristisches Beispiel eines Bürgerhauses des
17. Jahrhunderts städtebaulichen Wert. (a)
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Verwendete Materialien
    • Holz
  • Dachform
    • Satteldach
Konstruktion/Material:
keine Angaben

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