Haalstraße 5/7 (Schwäbisch Hall)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Schloss Hohentübingen

ID: 381218369302  /  Datum: 03.04.2006
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Burgsteige
Hausnummer: 11
Postleitzahl: 72070
Stadt: Tübingen
Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Tübingen (Landkreis)
Gemeinde: Tübingen
Wohnplatz: Tübingen
Wohnplatzschlüssel: 8416041017
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Pauline-Krone-Heim, Mittelbau, Wilhelmstraße 87/1 (72074 Tübingen)
12

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die heute bestehende Vierflügelanlage von Schloß Hohentübingen ist im Wesentlichen während der Regierungszeit von Herzog Ulrich (1498-1550) entstanden, zum Teil auf den Grundmauern der früheren pfalzgräflichen Burg.
Wir müssen uns das Schloß in dieser Zeit als typische Renaissanceanlage mit Ecktürmchen vorstellen, Die Dachflächen reich verziert mit Zwerggiebeln,der Innenhof auf allen vier Seiten von überdeckten Loggienbalkonen umgeben, von die Treppentürmen in den Ecken erschlossen wurden. Für das weitere Schicksal des Schlosses ist von Bedeutung, daß bereits der Nachfolger Ulrichs, Herzog Christoph, den Regierungssitz nach Stuttgart verlegte, Hohentübingen damit nur noch zeitweise zum Aufenthalt der Famillie diente, hauptsächlich aber als Festung ausgebaut wurde. (entnommen aus: Universität Tübingen, Schloß Hohentübingen, Ein Projekt der Staatlichen Hochbauverwaltung, Universitätsbauamt Tübingen 1994, S.14)


1. Bauphase:
(1078)
Vorgängerbauten: vergebliche Belagerung der Vorgängerburg durch Heinrich IV.
Rest eines staufischen Turmes mit Buckelquadern in der östlichen Schildwand des Faßkellers und Mittelturm in der Nordmauer des Faßkellers, sowie weitere Mauerreste erhalten
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Befestigung- und Verteidigungsanlagen
    • Burg, allgemein

2. Bauphase:
(1168)
Stube und Bergfried werden gemeinsam mit Bebenhausen genannt (1168a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Befestigung- und Verteidigungsanlagen
    • Burg, allgemein

3. Bauphase:
(1415 - 1464)
Verbesserungen an den Festungswerken. Die spätmittelalterliche Burg befand sich etwa im Bereich des heutigen Schlosshofes (Fundamente und Gewölbe)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Residenz- und Hofhaltungsbauten
    • Schloss

4. Bauphase:
(1507 - 1519)
Der Befestigungsring mit Rundtürmen in Form eines leicht verzogenen Rechtecks wird errichtet, Erbauungszeit des Nord-Ost-Wehrturmes um 1507 und Erhöhung um 1510d. Jahreszahl 1516i im schräg nach Westen abfallenden Gang des Westflügels vor dem Nord-West-Turm. 1519 sind die freistehenden Rundtürme samt Wehrgürtel fertig gestellt.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Residenz- und Hofhaltungsbauten
    • Schloss

5. Bauphase:
(1533 - 1534)
Neuer Bau über dem südlichen Zwinger, Erbauung der vier Schloßflügel, Abriß der Vorgängerburg
Betroffene Gebäudeteile:
keine

6. Bauphase:
(1534 - 1550)
Vollendung der Vierflügelanlage, hierzu gehören in allen Flügeln die Obergeschosse in Fachwerkbauweise (1536/37d). Treppenturm in der Nordostecke des Innenhofes um 1537 (Datierung am Ende der Spindel)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

7. Bauphase:
(1593 - 1608)
Renaissanceanlage wird vervollständigt; Errichtung des Altans vor dem Ostflügel, Neugestaltung des unteren Schloßtores, Bau der Basteien.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

8. Bauphase:
(1647)
Sprengung des Südostturmes
Betroffene Gebäudeteile:
keine

9. Bauphase:
(1660)
Reparaturen nach Brand im Ostflügel-Obergeschoss
Betroffene Gebäudeteile:
keine

10. Bauphase:
(1667 - 1672)
Ein vorgelagerter Fünfeckturm wird errichtet und ersetzt den zerstörten Südostturm
Betroffene Gebäudeteile:
keine

11. Bauphase:
(1752)
Die Einrichtung der Sternwarte im Nordostturm bringt die erste Beziehung zur Universität
Betroffene Gebäudeteile:
keine

12. Bauphase:
(1796)
Teilerneuerung des Ost- und Südflügels in Fachwerk (1794/95 d)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

13. Bauphase:
(1803)
Teilerneuerung des Ost- und Südflügels in Fachwerk
Betroffene Gebäudeteile:
keine

14. Bauphase:
(1816)
Förmliche Übertragung des Schlosses an die Universität durch den König
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Anlagen für Bildung, Kunst und Wissenschaft
    • Akademie, Hochschulbau

15. Bauphase:
(1819 - 1821)
Umbau mehrerer Räume, u.a. des Rittersaals zur Universitätsbibliothek
Betroffene Gebäudeteile:
keine

16. Bauphase:
(1889)
Ausmalung des Erdgeschoß-Saales Nordflügel im alten Stil
Betroffene Gebäudeteile:
keine

17. Bauphase:
(1965)
Ausbau der Wohnung im Erdgeschoß-Ostflügel
Betroffene Gebäudeteile:
keine

18. Bauphase:
(1979 - 1985)
Instandsetzung Süd- und Westflügel
Betroffene Gebäudeteile:
keine

19. Bauphase:
(1988 - 1994)
Instandsetzung Nord- und Ostflügel
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Fotos

Lageplan (Vorlage: RPS, LV-BW und LAD) / Schloss Hohentübingen in 72070 Tübingen
Luftbild von Schloß Hohentübingen (www.uni-tuebingen.de) / Schloss Hohentübingen in 72070 Tübingen

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauforschung und Dokumentation
  • Bauhistorische Kurzuntersuchung von Nord- u. Ostflügel
  • Restauratorisches Gutachten/Untersuchung (Maltechnische Untersuchung und Befund) zu den Farbfassungen und Oberflächen im Süd- und Westflügel des Schlosses
  • Schadensgutachten zum Nord- und Ostflügel, Konstruktiver Bestand, Sanierungskonzepte
  • Ordner in den OA, bezeichnet mit: Schloß Hohentübingen, Pläne synops., Aufmaß-, Maßnahme (denkmalpflegerische Zielsetzung), alte Stadtansichten.
  • Bauaufnahmen (bezeichnet: Befundung 1987) und genehmigte Umbaupläne der geplanten Baumaßnahmen
  • Restauratorische Untersuchungen auf Putz und Farbfassungen
  • Restauratorische Untersuchungen auf Putz und Farbfassungen mit Kostenschätzungen für Konservierung/ Restaurierung
  • Voruntersuchungen der Portale zur Restaurierung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das Schloß liegt etwas erhöht südlich der Tübinger Altstadt.
Lagedetail:
  • Befestigungsanlage
    • allgemein
  • Schlossanlage
    • allgemein
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Anlagen für Bildung, Kunst und Wissenschaft
    • Akademie, Hochschulbau
    • Museum/Ausstellungsgebäude
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Der Gebäudekomplex besteht aus einer geschlossenen Vierflügelanlage mit rechteckigem Hof und Treppentürmen in den Hofecken. An den äußeren Gebäudeecken befinden sich vier Rundtürme. An der südöstlichen Ecke gibt es eine vorspringende Bastion mit Pyramidendach.

Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Öffentliche Nutzungen befinden sich in großen hallenartigen Strukturen im Erdgeschoss. Im Nordflügel (ehemaliger großer Rittersaal) ist jetzt die Unibibliothek untergebracht, im Nord- und Ostflügel gibt es Museumssäle mit separaten Zugängen. Im Untergeschoss sind verschieden große, überwölbte Kellerräume. In den oberen Geschossen sind in kleinteiligeren Raumstrukturen mit überwiegender Mittellängsflurerschließung die Institute der Universität angesiedelt. Teilweise existieren hier offen gehaltene Räume mit freistehendem Stützenraster über die gesamte Gebäudebreite.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Wesentliche Bauteile, Bauplastiken und Farbfassungen aus der Entstehungszeit und späteren Umbauten zur Universität sind erhalten. Die Schlossanlage ist damit Zeugnis der Veränderungsprozesse bei der Nutzung eines großen Gebäudekomplexes
Bestand/Ausstattung:
Skulpturen, Malereien und architektonische Zierelemente vorhanden wie z.B. reichhaltig profilierte Tür- und Fensterumrahmungen vorhanden.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • Werkstein
  • Mischbau
    • Steinbau mit Gebäudeteilen aus Holz
  • Gestaltungselemente
    • Zierglieder im Steinbau
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
  • Dachgerüst, verstärkende Einbauten
    • Hängewerk
    • Sprengwerk
Konstruktion/Material:
Mischbauweise mit massivem Unterbau, teilweise mit Fachwerkaufstockungen

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