Ottilienkapelle (Eppingen)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Wohnhaus, Niedere Strasse 63

ID: 210562058819  /  Datum: 18.01.2011
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Niedere Straße
Hausnummer: 63
Postleitzahl: 78050
Stadt-Teilort: Villingen

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Schwarzwald-Baar-Kreis (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8326074020
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Aussage zum EG:
Bis auf eine Störung im nördlichen Massivteilabschnitt und im Treppenhaus weitgehend erhaltenes Dachgebälk in Nord- Süd- Richtung.
Relative Gefügedatierung nicht vor 1600 (wohl 17. Jh.)

Aussage zum 2.OG:
In die Haustiefe verlaufendes Gebälk mit Bretter - Blindboden in seitlicher Nut. Weiter Balkenabstand. Daraus drei Dendro- Proben D11 - D13 (nicht datiert). Relative Datierung 17. Jh..

Aussage zum 3.OG:
Südwand massiv. Nordwand aus neuzeitlichem Fachwerk.

Aussage zum Dachwerk:
Älteste Dachhölzer stammen aus den Jahren um 1464 (D6 u. D8). Sie sind jedoch keiner konstruktiven Einheit als dieser Zeitstellung zuzuordnen. Beide Hölzer sind in einer jüngeren Dachkonstruktion wiederverwendet.
Eindeutige Fälldaten ( Wi. 1678/79 ) liegen aus den rückwärtigen Dachbereichen vor.

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Wohnhaus, Niedere Strasse 63 in 78050 Villingen (18.01.2011)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Dendrochronologische Datierung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
in Zentrumsnähe
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
dreigeschossiger Massivbau
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
leicht trapezförmiger Baukörper
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Der straßenseitige Baukörper besaß eine lichte Tiefe von ca. 7,60 m. Über dem Erdgeschoß ist ein Gebälk verlegt, das zumindest für den straßenseitigen Bereich in die Jahre um 1464/65 (d) datiert werden konnte. Es überspannte eine lichte Weite zwischen 6,65 m und 7,70 m. Die Mehrzahl der Balken besaß seitliche Nuten, in denen ein diagonal verlegter Bretteinschub eingebaut war.
Ebenfalls aus den Jahren 1464/65 (d) stammten Teile der hölzernen Einbauten im 1. Obergeschoss. Über dem straßenseitigen Grundrissabschnitt war eine nahezu vollständig erhaltene Bretter-Balken-Decke verbaut.
Das Gebälk war ungefast und verlief in die Haustiefe. Dort lagerte es auf einem in Nord- Süd- Richtung verlegten Unterzug. An der Straßentraufe war die Decke abgesägt und wurde durch einen Stahlträger abgefangen. Die Ausdehnung der Decke definiert wohl die ursprüngliche Stubengröße. Ihr war im rückwärtigen Grundrissbereich die Küche mit Treppenhaus zugeordnet. Ob die Trennung der Stubenkammer erst später erfolgte oder dem originalen Bestand zuzuordnen ist, war nicht zu klären. Bei dem angetroffenen Wandaufbau handelt es sich um stehende Bohlen, welche an beiden Enden durch seitliche Leisten gehalten wurden. Die Bohlen waren untereinander gefalzt und besaßen eine Stärke von mehr als 6 cm.
Die restlichen Wandaufbauten waren in der Regel stark verändert. Dies galt hauptsächlich für die Straßentraufe und die Nordwand. Noch weitgehend intakt war die Hofwand. Sie reichte bis zum Abschluss des 2. Obergechosses. Über dem 2. Obergeschoß war ein riesiges Dachwerk aufgeschlagen. Im Prinzip bestand es aus einem Pultdach, an das ein weiteres zum Hofraum abfallendes Pultdach angefügt war. Die zuletzt genannte Konstruktion stammt aus den Jahren 1678/79 (d) und überdeckte die an den Hauptbau angebauten Wirtschaftsteile. Die straßenseitige Pultdachkonstruktion konnte dendrochronologisch nicht datiert werden. Dach den aufgenommenen Gefügemerkmalen war sie ebenfalls dem 17. Jahrhundert zuzuordnen.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
keine Angaben
Konstruktion/Material:
keine Angaben

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