Domturm (Rottenburg)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Stadtmauer im Innenhof des ehem. Heilig-Geist-Spitals

ID: 104821101016  /  Datum: 26.09.2018
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Karlstraße
Hausnummer: 21
Postleitzahl: 89143
Stadt: Blaubeuren
Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Alb-Donau-Kreis (Landkreis)
Gemeinde: Blaubeuren
Wohnplatz: Blaubeuren
Wohnplatzschlüssel: 8425020004
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Das nach Süden und Osten gelegene Teilstück der historischen Stadtmauer ist noch vollständig erhalten. Lediglich der Anschluss zum Bürgerhaus wie auch der Sockelbereich zum Urgeschichtlichen Museum hin wurde mit stark zementhaltigem Material und Beton ausgeführt. Diese Maßnahmen dürften zusammen mit der Errichtung des Bürgerhauses im Jahre 1925 (?) in Zusammenhang stehen.

Besitzer

keine Angaben

Zugeordnetes Objekt

Heilig-Geist-Spital, ehem. (89143 Blaubeuren, Karlstraße 21)

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

  • Befunddokumentation

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Der untersuchte Bereich der Stadtmauer befindet sich zwischen Karlstraße 21 und Kirchplatz 10.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Befestigung- und Verteidigungsanlagen
    • Stadtmauer
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
keine Angaben
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Über die gesamte obere Hälfte der Mauer erstreckt sich sichtbar der historische dünn aufgetragen Kalkputz mit dem zum Teil freiliegenden Bruchsteinen. Der Bereich darunter (ca. 2 m Höhe), bildete im 20. Jahrhundert die Außenwand für das Erdgeschoss eines kleinen Lagerhauses. Dort wurde die Mauer als Innenwand mit gipshaltigen Material glatt verputzt. Vier Befestigungsringe wie auch die starke Schädigung des Putzes auf Sockelhöhe durch Dung und Feuchtigkeit weisen auf ehemalige Viehhaltung. Daneben hat aufsteigende Feuchtigkeit über der “Ach“ den Putz im unteren Mauerbereich in Mitleidenschaft gezogen.
Der großflächig erhaltene historische Kalkputz ist stabil und gut erhalten.
Die Mauer weist neben eines größeren Bruches Durchsetzung kleinerer Ausbrüche und Risse auf. Die Mauerkrone selbst ist nicht befestigt, d. h. Bruch-und Ziegelsteine liegen locker auf der Mauer in einem Bett aus Erdreich, Moos und losen Putz.
Über die gesamte obere Hälfte der Mauer erstreckt sich sichtbar der historische dünn aufgetragene Kalkputz mit den zum Teil freiliegenden Bruchsteinen. Der Bereich darunter (ca. 2 m Höhe) bildete im 20. Jahrhundert die Außenwand für das Erdgeschoss eines kleinen Lagerhauses. Dort wurde die Mauer als Innenwand mit gipshaltigem Material glatt verputzt. Vier Befestigungsringe wie auch die starke Schädigung des Putzes auf Sockelhöhe durch Dung und Feuchtigkeit weisen auf ehemalige Viehhaltung hin. Daneben hat aufsteigende Feuchtigkeit über der „Ach“ den Putz im unteren Mauerbereich in Mitleidenschaft gezogen.
Der großflächig erhaltene historische Kalkputz ist stabil und gut erhalten.
Die Mauer weist neben eines größeren Bruches Durchsetzung kleinerer Ausbrüche und Risse auf. Die Mauerkrone selbst ist nicht befestigt, d. h. Bruch- und Ziegelsteine liegen locker auf der Mauer in einem Bett aus Erdreich, Moos und losem Putz.
Die in die Mauer eingelassenen Holzstümpfe und Balkenenden dienten unterschiedlichen Zwecken. Auf etwa 2 m Höhe befinden sich umlaufende Balkenstümpfe aus Weichholz, dazwischen Reste von Rundhölzern. Die Stümpfe sind Reste von Deckenbalken, die im Mauerwerk gelagert sind. Auf etwa 3 m Höhe haben sich eigene Balkenstümpfe im Mauerwerk befunden, wovon noch einer erhalten ist. Diese zusammen mit den zum Urgeschichtlichen Museum hin verbliebenen Balkenenden waren wohl Teil einer Wehrgangskonstruktion.
An der Eckverbindung von Süd- zur Ostwand bricht die Mauer im oberen Bereich auf etwa 1 m Höhe bis zur Mitte hin ab. Diese Bauweise diente wohl auch als Auflage für einen Wehrgang, wie er einige Straßen nördlich in Blaubeuren als Rekonstruktion besteht.
Der historische Putz weist unterhalb der Mauerkrone Überputzungen und weitere Kalkschichten auf, darunter auch eine Blaufassung, die dem 19. Jahrhundert zugeordnet werden kann, was den Schluss nahelegt, dass dieser Bereich eine Zeitlang auch als Innenwand gedient hat.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • Bruchstein
  • Verwendete Materialien
    • Putz
Konstruktion/Material:
keine Angaben

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