Ottilienkapelle (Eppingen)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Schloss Gaienhofen

ID: 179782220413  /  Datum: 05.08.2013
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Schlossstraße
Hausnummer: 10
Postleitzahl: 78343
Stadt-Teilort: Gaienhofen

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Konstanz (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8335025002
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

Ist Gebäudeteil von:
keine Angabe

Besteht aus folgenden Gebäudeteilen:
1. Beinhaltet Bauteil: Schloss Gaienhofen, Schlossmauer, Schlossstraße 8

Umbauzuordnung

keine

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die erste urkundliche Überlieferung des Schlosses stammt aus dem Jahr 1275. Angeblich wurde das Gebäude ursprünglich als rechteckige Wasserburg erbaut, die dreiseitig von einem breiten Graben und durch das Steilufer zum See gesichert war. Der Konstanzer Bischof Gebhard III. v. Zähringen (1085-1110) nutzte sie wohl als Jagdsitz. Während des Dreißigjährigen Krieges brannte das Schloss aus und wurde um 1700 unter Verwendung des alten Mauerwerks als frühbarocker Rechteckbau wiederaufgebaut. 1904 wurde das Deutsche Landerziehungsheim für Mädchen (D.L.E.H.f.M.) an das Schloss Gaienhofen verlegt. Nach einem Brand im Jahr 1925 im Schloss wurde das Landerziehungsheim für Mädchen anschließend wiederaufgebaut und bis 1944 als solches weitergeführt. Im Jahr 2016 fand die umfassende Sanierung des weiterhin für Schulzwecke genutzten Gebäudes statt.

Nach den dendrochronologischen Ergebnissen sind die historischen Deckenbalkenlagen über dem Keller, Erdgeschoss und 1. Obergeschoss einem umfassenden Umbau des Jahres 1700 zuzuordnen. Dies gilt nicht für das Gebälk über dem 2. Obergeschoss. Wie die gesamte Dachkonstruktion darüber gehört es der Zeit nach dem im Jahre 1925 ausgebrochenen Brand an.
Gleiches gilt wohl auch für die Fenstergewände, welche aber durchgängig im mittelalterlichen Mauerwerk sitzen.


1. Bauphase:
(1275)
Erstnennung (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Schlossanlage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Residenz- und Hofhaltungsbauten
    • Schloss

2. Bauphase:
(1618 - 1648)
Brand während des Dreißigjährigen Krieges (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1700)
Umbau der Obergeschosse um 1700 (d); Wiederaufbau unter Fürstbischof Marquart Rudolf von Rodt, durch sein Wappenschild über dem Eingangsportal belegt. (a)
Es entstand ein frühbarockes Schloss über rechteckigem Grundriss mit Satteldach und Türmchen, die Ringmauer war mit Ecktürmen besetzt.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Obergeschoss(e)

4. Bauphase:
(1854)
Abbruch des letzten Ringmauer-Eckturmes (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

5. Bauphase:
(1900 - 1950)
Kellerdecke erneuert (gk)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Untergeschoss(e)

6. Bauphase:
(1925)
Erneuerung des Dachgeschosses und Teile des zweiten Obergeschosses nach dem Brand 1925 (a).
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)

Besitzer:in

1. Besitzer:in:
(1085 - 1100)
von Zähringen, Bischof Gebhard III.
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
Erbauung der Burg wohl für Bischof Gebhard III. von Zähringen, der von 1085 bis 1100 Bischof von Konstanz war.
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
keiner
Betroffene Gebäudeteile:
keine

2. Besitzer:in:
(1295)
von Klingenberg, Bischof Heinrich II.
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
erhält die Burg von seinem Bruder lbrecht, dem Reichsvogt in Konstanz.
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
keiner
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Besitzer:in:
(1311)
Konstanz, Bistum
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
die Burg fällt zurück an das Bistum Konstanz.
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
keiner
Betroffene Gebäudeteile:
keine

4. Besitzer:in:
(1803)
Baden, Markgrafschaft
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
Durch die Säkularisation fällt das Schloss an die Markgrafschaft Baden.
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
keiner
Betroffene Gebäudeteile:
keine

5. Besitzer:in:
(1821)
von Weiterdingen, Wilhelm Reinhard
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
erwirbt das Schloss.
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
keiner
Betroffene Gebäudeteile:
keine

6. Besitzer:in:
(1906)
von Petersenn, Georg
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
erwirbt das Schloss.
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
  • Professor:in
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Fotos

Abbildungsnachweis
Schloss Gaienhofen in 78343 Gaienhofen (1950-60 - Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg, Außenstelle Freiburg)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Dendrochronologische Untersuchung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Ummauerter Burghof mit Wohngebäude und Ökonomiegebäude (sog. Marstall-West), Grabenmauern und umgebender Grünfläche.
Das Wohngebäude steht giebelständig zur Schlossstraße;
Lagedetail:
  • Schlossanlage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
keine Angaben
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Wohnhaus: über rechteckigem Grundriss dreigeschossiger verputzter Massivbau mit Satteldach. Die zur Seeseite ausgerichtete Traufseite zeigt eine fünfachsige Fenstergliederung mit Rundbogenfenstern im EG, darüber Rechteckfenster; höher gelegener Eingang in der Mittelachse mit einläufiger Treppe mit Podest; profilierte Portalgewände aus Sandstein, mit geradem Sturz und Oberlicht, darüber Wappen des Konstanzer Fürstbischofs Marquart von Rodt zu Bußmannhausen (1686-1704).
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
keine Angaben
Konstruktion/Material:
Im Rahmen vorgesehener Umbauten sollte der untersuchte Bau als alternative Vertikalerschließung einen Aufzug erhalten. Dafür waren verschiedene Standorte vorgesehen. Um diese in baugeschichtlicher Hinsicht beurteilen zu können, hatte die durchgeführte Untersuchung das Ziel, die damit verbundenen Verluste näher zu fixieren und für eine Entscheidungsfindung zur endgültigen Lage aufzubereiten.

Allgemeines zu den Fensteröffnungen.
Mit Ausnahme der in der Außenfassade des Erdgeschosses ausgesparten und heute funktionslosen Fenstergewände, welche wohl sämtlich der ältesten Bauphase zuzuordnen sind, besitzt das Gebäude eine durchgängig symmetrische Fenstergliederung. Bei der Einfassung der Fensteröffnungen handelt es sich um Betongewände mit einer einheitlichen Weite von 1.35 m. Diese Aussage trifft zumindest auf die Bereiche zu, die für eine mögliche Platzierung des Außenaufzuges vorgesehen sind.
925 zuzuordnen sind.

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