Alte Aula (Tübingen)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Evangelische Stadtkirche

ID: 261315109045  /  Datum: 15.07.2009
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Marktstraße
Hausnummer: 16
Postleitzahl: 74740
Stadt: Adelsheim
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Kreis: Neckar-Odenwald-Kreis (Landkreis)
Gemeinde: Adelsheim
Wohnplatz: Adelsheim
Wohnplatzschlüssel: 8225001001
Flurstücknummer: 372
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Adamsches Schlösschen, Kreuzgasse 13 (74740 Adelsheim)
Gasthaus Zum güldenen Hirschen, später Rathaus (74740 Adelsheim, Marktstraße 7)
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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Als Baujahr der Kirche ist am Nordportal die Jahreszahl 1766 angegeben. Der heutige Zustand der Kirche ist als Ergebnis mehrerer Umbauten zu verstehen.
Im Jahre 1909 wurde der Turm erneuert, die bis dahin horizontalen Emporen wurden abgeschrägt, zur Beheizung der Kirche wurden 2 Öfen mit Schornsteinen jeweils in der Mitte der Nord- und Südwand eingebaut, neben dem Chor wurde auf der Nordseite eine Sakristei mit spitzem Dach und auf der Südseite ein Treppenaufgang mit Pultdach angebaut. Die nächste größere Renovierung erfolgte in den Jahren 1959-62, wobei eine Heizung eingebaut wurde und die Orgel, die sich auf einer Empore über dem Altarraum im Chor befand, auf die Nordempore neben der Triumphbogenwand versetzt. Die Orgelempore im Chor wurde dabei entfernt. Die Öffnung in der Triumphbogenwand, die bis dahin bis unter die Flachdecke reichte, wurde in ihrer Höhe gemindert und mit einem scheitrechten Sturz versehen. Im Dachboden ist die alte Rundbogenöffnung über dem Triumphbogen heute noch vorhanden.


1. Bauphase:
(1766)
Baujahr 1766 als Inschrift am Nordportal (i)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kirche, allgemein
Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
    • Zwiebeldach/-helm

2. Bauphase:
(1909)
Im Jahre 1909 wurde der Turm erneuert, die bis dahin horizontalen Emporen abgeschrägt, zur Beheizung der Kirche 2 Öfen mit Schornsteinen jeweils in der Mitte der Nord- und Südwand eingebaut, neben dem Chor auf der Nordseite eine Sakristei mit spitzem Dach und auf der Südseite ein Treppenaufgang mit Pultdach angebaut. (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1959 - 1962)
Die nächste größere Renovierung erfolgte in den Jahren 1959-62, wobei eine Heizung eingebaut wurde und die Orgel, die sich auf einer Empore über dem Altarraum im Chor befand, auf die Nordempore neben der Triumphbogenwand versetzt. Die Orgelempore im Chor wurde entfernt. Die Öffnung in der Triumphbogenwand, die bis dahin bis unter die Flachdecke verlief, wurde in ihrer Höhe gemindert und mit einem scheitrechten Sturz versehen. Im Dachboden ist die alte Rundbogenöffnung über dem Triumphbogen heute noch vorhanden.(a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Fotos

Evang. Stadtkirche, 1766, Westfassade
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg / Evangelische Stadtkirche in 74740 Adelsheim
Evang. Stadtkirche, 1766, Ansicht SW
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg / Evangelische Stadtkirche in 74740 Adelsheim

Zugeordnete Dokumentationen

  • Gutachterliche Beratung zur statisch-konstruktiven Sanierung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Stadtkern von Adelsheim
Lagedetail:
keine Angaben
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kirche, allgemein
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Bei der evangelischen Stadtkirche handelt es sich um einen einschiffigen Saalbau mit Schaufassade: mehrfach geschwungener Giebel, Eckpilaster und Dachreiter.
Die Fassaden gliedern hochrechteckige Fenster mit abschließendem liegend-ovalen Okulus und werden seitlich von den Eckpilaster begrenzt. Die Westfassade besitzt einen zweifach geschwungenen Giebel oberhalb dem sich der Dachreiter mit seinen eingeschwungenen Dächern und bekrönender Zwiebelhaube erhebt. Das Schiff und der Chor überzieht jeweils ein Satteldach von unterschiedlicher Höhe, das über dem Chor wurde, entsprechend dem Chorschluss, abgewalmt.
Der Kircheninnenraum weist Emporen auf der Nord-, Süd- und Westseite auf.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Hallenartig flach überdecktes Kirchenschiff von ca. 20 m Länge und 15 m Breite. Nach Osten hin schließt sich ein eingezogener Chor mit 3/8 Schluss an, der ca. 5 m lang und 9 m breit ist.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Anlässlich der Renovierung im Jahre 1962 wird in einem Schreiben des Kirchenbauamtes von Rissen an der Nordost- und Südostecke gesprochen. Ferner werden einige durchgehende Setzrisse in der Giebelfront genannt.
Im Laufe der folgenden Jahre wurde vor der Westwand der Kirche die Straße erneuert, wobei tiefe Gräben für die Kanalisation ausgehoben wurden.
Im Jahre 1975 wird in den Kirchenakten über Schäden am Turmdach berichtet, Hölzer sind verfault und es wird vermerkt, dass der Turmhahn beim Läuten beträchtlich wackelt. Das Läuten wurde, offenbar vorübergehend, eingestellt.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
  • Verwendete Materialien
    • Stein
    • Ziegel
Konstruktion/Material:
Dreigeschossige Dachkonstruktion über dem Kirchenschiff. Direkt auf den Mauerwerkwänden der Außenwände liegt, auf Schwellen aufgelegt, die Balkenlage in Traufhöhe. Im unteren Dachgeschoss wurde mit liegenden Stühle gearbeitet, die in Längsrichtung vermittels Andreaskreuzen ausgesteift wurden. Durchlaufende Kehlbalken finden sich hier nur an den Bundbalken. Die übrigen Kehlbalken enden als Stiche ca. 1 m neben der Sparrenlage an einer Längspfette.
Im mittleren Dachgeschoss sind die liegenden Stühle durch eine Sprengwerk ausgesteift, das aus den beiden Hängepfosten und eingefügten Schrägstreben besteht. Zur Längsaussteifung dienen Kopfbänder an den Längspfetten. Im Spitzbogen darüber sind keine zusätzlichen Aussteifungen vorhanden. Die Sparren sind im Firstpunkt überblattet.
Das gesamte Bundsystem, d.h. die Andreaskreuze, das Sprengwerke, die Hängepfosten sowie die Längspfetten wurden handwerklich sauber und passgenau aus Eichenholz gefertigt. Die übrigen Konstruktionsteile bestehen aus Aspenholz, dem Holz einer Ulmenart.
Falzziegeldeckung.

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