Hohes Haus (Schwäbisch Hall)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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abgegangenes Wohn- und Geschäftshaus (A 183 - Langestraße 4)

ID: 176340680619  /  Datum: 20.02.2018
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Neue Straße
Hausnummer: keine
Postleitzahl: 89073
Stadt-Teilort: Ulm

Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Ulm (Stadtkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8421000028
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: Langestraße
Historische Gebäudenummer: 4; A 183
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

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Objektbeziehungen

Ist Gebäudeteil von:
keine Angabe

Besteht aus folgenden Gebäudeteilen:
1. Beinhaltet Bauteil: Ehemalige Bebauung auf dem Gebiet der Neuen Straße in Ulm

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

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abgegengenes Wohnhaus (A 303 - Langestraße 30), Neue Straße (89073 Ulm)
12345

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Vermutlich unterlag das Gebäude seit Anfang des 19. Jahrhunderts mehreren gravierenden Umbauten, denn 1805 wird in einem Protokoll zur Brandversicherungsanstalt noch ein ,,3 stokiger" Bau genannt, dessen unterer ,,Stock von Stein" sei, "die 2 obern mit Riegelwänden". 1857 wird in den Gebäudeschätzungsprotokollen jedoch nur noch von einem zweigeschossigen Gebäude gesprochen. Auch ältere Abbildungen weisen darauf hin, dass es in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem Umbau gekommen sein muss. So wird zunächst in Abbildungen des beginnenden 19. Jahrhunderts ein traufständig zur Langestraße ausgerichtetes, dreigeschossiges Gebäude dargestellt. Eine kolorierte Bleistiftskizze, die in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts datiert wird (s. Abbildung bei der Gräth), zeigt dagegen ein zweigeschossiges, giebelständiges Gebäude. Nach Ausweis der Bauakten (Bauakten von 1859, darin ein Gesuch von 1865) wurde dieses Gebäude in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts um ein drittes Geschoss erhöht, so dass nun ein dreigeschossiges, giebelständiges Gebäude entstand, wie es auf einer Fotografie von 1925 zu sehen ist.
Nach Süden hin stieß das Haus auf einen Hof hinter A 159, der um 1931 überbaut werden sollte, als man A 159 und A 183 im Erdgeschoss als einen Laden nutzen wollte. Zunächst gehörte dieser Hof zu einem Teil zu A 159 und zum anderen zu A 183.
Auf der Westseite befand sich zwischen A 183 und A 182 offenbar ein Winkel. Auch gegen A 184 bestand ein Winkel, durch den die hinteren Nachbarn die Erlaubnis bekamen, das Wasser von A 158 und A 159 abzuführen (s. Kauf- und Kontraktbücher 1782).
Bereits 1782 wird ein Keller in den Kaufbüchern erwähnt. Es werden Fenster aus der Küche und dem Keller in Richtung A 161 genannt. Im Gebäudeschätzungsprotokoll von 1857 werden drei gewölbte Keller genannt. Die Kellertreppe lag wohl unter einer Klappe im nordöstlich gelegenen Hausflur.
Schon in einem Kaufbuch vom 13.10.1733 wird - allerdings in einer Einfügung - eine Goldschmiede- Esse genannt.
1857 wird in den Gebäudeschätzungsprotokollen als feuergefährliche Einrichtung ein Backofen aufgeführt, der auf dem Plan des Baugesuchs von 1859 auf der Westseite des Erdgeschosses eingezeichnet wurde. An seiner Stelle wurde 1859 durch den Goldarbeiter (Goldschmied) Beck eine neue Werkstätte mit Esse errichtet. Im vorderen Bereich entstand ein Laden, der 1901 nochmals grundlegend umgestaltet wurde. Damals erhielt der Erdgeschossbereich auch eine neue Fassadengestaltung.
ssadengestaltung.


1. Bauphase:
(1800 - 1850)
Umbau in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts- von einem ehemals dreistöckigen zu einem zweistöckigen Bau umgebaut.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt

2. Bauphase:
(1860 - 1869)
Erhöhung um drittes Geschoss.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Obergeschoss(e)

Besitzer

1. Besitzer:
(1857)
Allgöwer, Leohnard
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
besitzt A 183
Angabe laut Gebäudeschätzungsprotokoll von 1857; Beginn der Besitzer-Phase damit nicht belegt.
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
  • Bäcker
Betroffene Gebäudeteile:
keine

2. Besitzer:
(1858 - 1877)
Beck, Christoph
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
besitzt A 183
Angabe laut Ergänzungsprotokoll von 1858 bis 1877; Ende der Besitzer-Phase damit nicht belegt.
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
  • Goldarbeiter
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

  • Kurzbeschreibung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
keine Angaben
Lagedetail:
keine Angaben
Bauwerkstyp:
keine Angaben
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Auszug aus dem Gebäudeschätzungsprotokoll 1857, Ergänzungsband von 1858 bis 1877:

A 183
,,ein freistehendes zweistokiges massives und geriegeltes Wohnhaus hinter der Hauptwache mit 19,5' hohem Plattendach".
Maße: 48' lang, 24' breit,19,8' hoch

Ergänzungsband, S. 145:
"das vornen S. 25 beschr. Wohnhaus wurde um ein Stokwerk erhöht ist nun 30,5' hoch (...)"
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Auszug aus dem Gebäudeschätzungsprotokoll 1857, Ergänzungsband von 1858 bis 1877:

Räume: Heizbare Zimmer: 3, gewöhnliche Kammern: 5, Küchen: 2
Im Dach: Heizbare Zimmer 1, unheizbare Zimmer u. geypste Kammern: 2, Küchen: 1
Des weiteren 3 gewölbte Keller und 1 Schweinestall

Ergänzungsband, S. 25:

Heizbare Zimmer:3, unheizbareZimmer u. geypste Kammern: 1, gewöhnliche Kammern: 3 (zwei weniger als zuvor), Küchen: 2
Im Dach: Heizbare Zimmer: 1, unheizbare Zirrrrrer u. geypste Kammern: 1, gewöhnliche Kammern:2, Küchen: 1.
Des weiteren wurden weiterhin 3 gewölbte Keller und jetzt neu 1 Laden ,,wie oben" angeführt. ,,Oben" heißt es bei A 182 ,ein eleganter Laden"

Ergänzungsband S. 145:
Heizbare Zimmer:.1 im Dach: 1
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • allgemein
  • Holzgerüstbau
    • allgemein
Konstruktion/Material:
Auszug aus dem Gebäudeschätzungsprotokoll 1857, Ergänzungsband von 1858 bis 1877:

A 183
Dachdeckung: Platten
Umfassungswände: massiv, geriegelt und überbaut, mit geriegelten Giebeln.
Feuergefährliche Einrichtungen: Backofen
Keine Bereiche als unzerstörbar angesehen.

Ergänzungsband S. 25:
Als Feuergefährliche Einrichtungen werden jetzt genannt: ,,Feueresse in der mit Bretter belegten Werkstätte".

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