Hauptstrasse 13 (Mosbach)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Rathaus

ID: 170312525918  /  Datum: 24.09.2018
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Marktplatz
Hausnummer: 1
Postleitzahl: 89129
Stadt-Teilort: Langenau

Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Alb-Donau-Kreis (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8425072009
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Bei dem Rathausgebäude handelt es sich um das ehem. Kauf-, Korn- und Gerichtshaus (a). Laut der dendrochronologischen Untersuchung wurde es 1473 (d) errichtet. 1870/ 71 wurde es in seiner heutigen Form verändert. Dabei wurde dem zweigeschossigen, stattlichen Bau ein umlaufendes Gesims mit Balkenköpfen in Zementputz vor geblendet. Der Treppenanbau an der Südgiebelfront wird im 19. Jahrhundert ergänzt. Aus dem endenden 19. Jahrhundert stammt das Satteldach mit dem gusseisernen Dachständer, der die Form eines gotisches Dachreiters hat. (a)
1999 wurde das Rathaus umfassend saniert und modernisiert, 2013 wurde weitere Renovierungsarbeiten notwendig.


1. Bauphase:
(1472 - 1473)
Errichtung des Gebäudes (d) als Kauf-, Korn- und Gerichtshaus (a).
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Anlagen für Handel und Wirtschaft
    • Kaufhaus
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Lagergebäude
  • Öffentliche Bauten/ herrschaftliche Einrichtungen
    • Gerichtsgebäude

2. Bauphase:
(1800 - 1899)
Treppenanbau im 19. Jahrhundert
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Anbau

3. Bauphase:
(1870 - 1871)
Veränderung in heutiger Form
Betroffene Gebäudeteile:
keine

4. Bauphase:
(1890 - 1899)
Dachreiter auf Satteldach
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)
Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Dachreiter

5. Bauphase:
(1999)
Sanierung und Modernisierung
Betroffene Gebäudeteile:
keine

6. Bauphase:
(2013)
Renovierung
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Weiterer Datenbestand LAD

Die im Landesamt für Denkmalpflege vorhandenen Datenbestände der Restaurierung sind mit dem vorangestellten braunen Kästchen gekennzeichnet. Mit lila Kästchen versehene Objekte verweisen auf vorhandene Datenbestände der Bauforschung.
Rathaus (89129 Langenau, Marktplatz 1)

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

  • Dendrochronologische Untersuchung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das Rathaus steht giebelständig in Nord-Süd-Ausrichtung auf dem Langenauer Marktplatz.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Öffentliche Bauten/ herrschaftliche Einrichtungen
    • Rathaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das Fachwerkgerüst des mittelalterlichen Rathauses wurde im Verlauf des Jahres 1473 (d) zweistöckig als Stockwerksbau abgezimmerrt. Sein 1. OG kragte zur Erbauungszeit an allen vier Seiten aus. Die massiven Außenwände im EG erhielt der Bau möglicherweise erst im 19. Jahrhundert.
Das stattliche Gebäude wird von einem hohen Satteldach mit gusseisernem Dachreiter bekrönt. Die Fassade wird von einem umlaufenden Gesims mit Balkenköpfen horizontal gegliedert. An der südlichen Giebelseite ist der polygonale Treppenturm angebaut. Nordseitig befindet sich ein halbrunder Turmanbau.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Trotz der umfangreichen Veränderungen im Unterstock (EG) kann die Grundrissgliederung noch rekonstruiert werden. Sie war ursprünglich dreischiffig und achtzonig. Bislang konnte nur eine kopfzonige Aussteifung nachgewiesen werden.
Für die Grundrissgliederung im 1. Oberstock lässt sich ebenfalls eine dreischiffige Aufteilung nachweisen. Dabei fällt das östliche Schiff in den Zonen 1-3 deutlich breiter aus als das westliche Schiff. Hier wird ein großer, saalähnlicher Raum vermutet. In diesem südlichen Gebäudeabschnitt können außerdem ehemals verbohlte Wandbereiche nachgewiesen werden. Ab der Zone 4 weisen das östliche und das westliche Schiff etwa die gleiche Breite auf. Auch hier kann aufgrund der geschlossenen Wand- und Deckenbereiche die Grundrissnutzung zur Erbauungszeit derzeit nicht nachgewiesen werden.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Dachreiter
    • Satteldach
  • Steinbau Mauerwerk
    • allgemein
  • Verwendete Materialien
    • Putz
  • Dachgerüst, verstärkende Einbauten
    • Kehlbalken, Kreuzbänder, Sparrenstreben etc.
Konstruktion/Material:
Über dem 2. Oberstock wurde ein dreistöckiges Dachgerüst mit Spitzboden als Sparren-Kehlbalken-Dach abgezimmert. Sparren und Kehlbalken sind miteinander verblattet. Das Dachwerk besitzt im 1. Dachstock einen dreifach stehenden und im 2. Dachstock einen zweifach stehenden Stuhl auf Schwellen. Sie werde mit Steigbändern (von der Schwelle über die Ständer zur Pfette hin) in Längsrichtung ausgesteift. Die Pfetten und Schwellen der Stühle sind nicht mit den Kehlbalken bzw. den Dachbalken überkämmt, außerdem besteht zwischen den stehenden Stühlen und dem Gerüst des Sparren-Kehlbalken-Daches keine konstruktive Queraussteifung mit Steig- oder Kopfbändern. Die Stuhlkonstruktion ist somit in das Sparren-Kehlbalken-Dach gewissermaßen hineingestellt worden. Sie datiert ebenfalls in die Erbauungszeit im Verlauf des Jahres 1473.
In der Zone sechs des Dachwerks fanden in jüngerer Zeit umfangreiche bauliche Veränderungen statt. Möglicherweise datiert die Kranspindel (Fälldatum: Winter 1841/42) diese Baumaßnahmen in die Mitte des 19. Jahrhunderts.

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