Alte Aula (Tübingen)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Wohn- und Geschäftshaus

ID: 143801599920  /  Datum: 25.06.2016
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Hindenburgstraße
Hausnummer: 15
Postleitzahl: 89129
Stadt-Teilort: Langenau

Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Alb-Donau-Kreis (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8425072009
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauphasen

1. Bauphase:
(1464 - 1465)
Mittelalterlicher Kernbau:
Nach Ausweis der dendrochronologischen Datierung entstand 1464/65 ein mittelalterlicher Bau. Seine Reste haben sich in dem größeren südlichen Gebäudeteil erhalten. Im Osten reichte der Bau nicht ganz bis zum heutigen Rückgiebel hin. Die Gliederung im Erdgeschoss bleibt unklar. Im Obergeschoss ist ein zweischiffiger und dreizoniger Fachwerkbau mit schmalem Mittelquerflur und großer Bohlenstube in der Südwestecke vorzufinden. Von dieser ist noch die Bretterbalkendecke erhalten. Seitlich des Mittelquerflures liegen ansonsten unterschiedlich große Kammern mit Flechtwerkwänden. Das zugehöriges Dachwerk ist nicht mehr vorhanden.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Obergeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Konstruktionsdetail:
  • Holzgerüstbau
    • Unterbaugerüst

2. Bauphase:
(1500 - 1600)
In einer zweiten Phase wurde nordseitig an den mittelalterlichen Kernbau ein schmaler Bau angefügt, der giebelseitig leicht vor den mittelalterlichen Bau sprang, rückwärtig jedoch ebenfalls noch kurz vor der Flucht des heutigen Rückgiebels endete. Im Erdgeschoss befanden sich von Anfang an massive Außenwände und im großen westlichen Raum ein zweijochiges Kreuzgratgewölbe. Das Obergeschoss ist als Fachwerkkonstruktion mit in Mauerwerk ausgefachten Wänden ausgebildet. In Verlängerung des mittelalterlichen Flures liegt ein schmaler Mittelquerflur, seitlich davon große Einzelräume.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
Konstruktionsdetail:
  • Gewölbe
    • Kreuzgratgewölbe

3. Bauphase:
(1550 - 1700)
In einer dritten Bauphase wurden beide Gebäudeteile nach Osten auf die Flucht des heutigen Rückgiebels verlängert. Zudem wurde der mittelalterliche Baukörper im Erdgeschoß mit gemauerten Außenwänden und neuen Fachwerkinnenwänden versehen.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • Wacken/Kiesel

4. Bauphase:
(1650 - 1800)
In einer vierten Bauphase wurden die beiden Baukörper des Hausunterbaues mit einem gemeinsamen Satteldach überdeckt. Dabei erfolgten auch im Obergeschossbereich umfangreiche Veränderungen an der Dachbalkenlage (nördlicher Baukörper) und an den Innen- und Außenwänden (südlicher Baukörper).
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl

5. Bauphase:
(1800 - 1900)
Jüngere Veränderungen umfassen einzelne neue Innenwände im Erd- und Obergeschoss sowie einen ersten Ausbau im rückwärtigen Teil des ersten Dachgeschosses.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)

6. Bauphase:
(1900 - 2000)
Moderne Veränderungen bringen letztlich die kleinteilige Unterteilung der einstmals großen Erdgeschoßräume und einen weitergehenden Ausbau des rückwärtigen Bereiches des ersten Dachgeschosses.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Dachgeschoss(e)

Besitzer

keine Angaben

Weiterer Datenbestand LAD

Die im Landesamt für Denkmalpflege vorhandenen Datenbestände der Restaurierung sind mit dem vorangestellten braunen Kästchen gekennzeichnet. Mit lila Kästchen versehene Objekte verweisen auf vorhandene Datenbestände der Bauforschung.
keines

Fotos

Abbildungsnachweis
Blick auf die gegen die Hauptstraße gerichtete westliche Giebelseite. / Wohn- und Geschäftshaus in 89129 Langenau (05.06.2016 - Stefan Uhl)
Abbildungsnachweis
Blick auf die östliche, rückwärtige Giebelseite. / Wohn- und Geschäftshaus in 89129 Langenau (05.06.2016 - Stefan Uhl)
Abbildungsnachweis
Blick auf die südliche Traufseite. / Wohn- und Geschäftshaus in 89129 Langenau (03.06.2016 - Stefan Uhl)
Abbildungsnachweis
Baualtersplan Querschnitt.
Der mittelalterliche Baubestand ist blau markiert und im Obergeschoß des südlichen (linken) Gbäudeteiles gut zu erkennen. Später wurde der Bau nach Norden (rechts) erweitert (dunkelgrün dargestellt) und nochmals später mit einem gemeinsamen Dachwerk (rot) zusammengefaßt. / Wohn- und Geschäftshaus in 89129 Langenau (25.06.2016 - Stefan Uhl)
Abbildungsnachweis
Baualtersplan Obergeschoß.
Der mittelalterliche Baubestand (balu markiert) erstreckt sich über den südlichen Baukörper (links) und umfaßt neben einem Mittelquerflur auch eine geräumige Bohlenstube (oben links). Später wurde das Gebäude zuerst nach Norden (rechts) erweitert (dunkelgrün markiert) und dann nach Osten (unten) verlängert (hellgrün markiert). / Wohn- und Geschäftshaus in 89129 Langenau (25.06.2016 - Stefan Uhl)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Untersuchung und maßliche Bestandsaufnahme

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Inmitten der Altstadt von Langenau gelegen, südostseitig der Hauptstraße, in der Ecke zwischen Hauptstraße und Hintenburgstraße. Das Gebäude steht giebelständig zur Hauptstraße.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohn- und Geschäftshaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Zweigeschossiger Bau über gedrungenem, rechteckigem Grundriß. Oberer Abschluß durch Satteldach mit Dreiecksgiebeln gegen Westen und Osten. Das Äußere ist weitgehend verputzt.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Unter der Südostecke liegt ein kleiner Gewölbekeller. Das Erdgeschoss ist weitgehend massiv, das Obergeschoß weitgehend in verputztem, innen auch teilweise unverputztem Fachwerk. In der Grundgliederung liegt südseitig ein zweischiffiger und dreizoniger, im Kern mittelalterlicher Baukörper, der im Obergeschoss einen Mittelquerflur und in der Südwestecke eine große Bohlenstube mit Bretterbalkendecke zeigt. Nordseitig daran wurde später ein schmaler, einschiffiger Anbau hinzugefügt, der straßenseitig leicht vorspringt und im Erdgeschoss straßenseitig einen kreuzgratgewölbten Raum wohl des 16./17. Jahrhunderts besitzt. Den oberen Abschluß bildet ein dreigeschossiges Dachwerk, das beide Gebäudeteile überspannt. Im ersten Dachgeschoss erfolgte rückseitig ein nachträglicher Wohnungsausbau.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Das Gebäude war zum Untersuchungszeitpunkt weitgehend ungenutzt und stark gealtert. Erhebliche Verformungen und teilweise Feuchteschäden liegen im Dachbereich vor.
Bestand/Ausstattung:
Das Obergeschoss ist in sehr urtümlicher Form erhalten mit Flechtwerkwänden und einer Bretterbalkendecke. Viele historische Türen, teils auch Bretterböden und Bretterdecken sind vorhanden.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Holzgerüstbau
    • Unterbaugerüst
  • Wandfüllung/-verschalung/-verkleidung
    • Flechtwerk
  • Decken
    • Balken-Bretter-Decke
  • Gewölbe
    • Kreuzgratgewölbe
  • Dachform
    • Satteldach
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
  • Detail (Ausstattung)
    • bemerkenswerte Türen
Konstruktion/Material:
Beide Gebäudeteile fasst ein Dachwerk mit doppeltem, liegenden Stuhl im ersten und im zweiten Dachgeschoss zusammen.

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