Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Sog. Strumpfweberhaus

ID: 122048802515  /  Datum: 06.11.2018
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Schenkenzeller Straße
Hausnummer: 18
Postleitzahl: 77761
Stadt-Teilort: Schiltach

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Rottweil (Landkreis)
Gemeinde: Schiltach
Wohnplatz: Schiltach
Wohnplatzschlüssel: 8325051047
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die gefügekundliche Analyse ergab, dass das gesamte Hausgefüge des ehem. Strumpfweberhauses im Zusammenhang errichtet wurde, sodass die Entnahme von Proben allein im Dach der Datierung des gesamten Hauses in das Jahr 1568 (d) genügt. Das sog. Strumpfweberhaus diente über mehrere Generationen hinweg als Werk- und Heimstatt der Strumpfweber- und -stricker, später auch der Sattlern.


1. Bauphase:
(1568)
Errichtung des Gebäudes (d)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)

Besitzer

keine Angaben

Zugeordnetes Objekt

keines

Fotos

Abbildungsnachweis
Nordwestansicht / Sog. Strumpfweberhaus in 77761 Schiltach (Bildarchiv Freiburg, Landesamt für Denkmalpflege)
Abbildungsnachweis
Nordostansicht / Sog. Strumpfweberhaus in 77761 Schiltach (Bildarchiv Freiburg, Landesamt für Denkmalpflege)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Kurzanalyse

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Die in ihrer Flächenausdehnung recht bescheidene historische Altstadt lagert sich um eine Straßengabelung herum. Das Gebäude ist Teil der südseitigen Bebauung des nach Osten ins obere Kinzigtal führenden Straßenarms.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das Gebäude umfasst drei Vollgeschosse und ein Satteldach, ist mit seiner Schmal- und Giebelseite zur Straße gerichtet und läuft bis ins 1. Obergeschoss nach hinten in den steilen Hang. An der östlichen Traufseite befinden sich in beiden Obergeschossen Laubengänge und eine Freitreppe zur Hauseingangstür im 1. Obergeschoss.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Über einem gemauerten Sockelgeschoss sind die auskragenden Obergeschosse und das Dach als Holzgerüst mit Fachwerkfüllungen aufgeschlagen.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Steinbau Mauerwerk
    • Bruchstein
    • Werkstein
Konstruktion/Material:
Erdgeschoss
Bei den gemauerten Umfassungswänden des Erdgeschosses ist im rückwärtigen Teil das Bruchsteinmauerwerk offen sichtbar. Glatte Eckquader und Gewände von Tür- und Fensteröffnungen sind aus Werksteinen aus Buntsandstein gefertigt. Es finden sich aktuell drei rundbogige Zugangsöffnungen mit breiten Fasen und schrägen Ausläufen. Giebelseitig liegen eine größere Toröffnung in der Mitte und eine Türöffnung links davon, eine weitere Toröffnung befindet sich an der westlichen Traufseite. Gestalterisch sind alle Öffnungen gleich behandelt, doch die beiden giebelseitigen haben als gemeinsames Merkmal eine Gewändetiefe von 24 cm, das traufseitige Tor dagegen von nur 20 cm.

Im Plansatz von 1911 ist die traufseitige Toröffnung im Detail und mit Vermaßung wiedergegeben, doch laut der Beschriftung des Blattes handelt es sich nicht um eine Bestandsaufnahme, sondern um eine "Planvorlage zum Umbau". Offenbar setzte sich die Denkmalpflege damals für eine Neugestaltung ein. Wie eine der historischen Fotoaufnahmen zeigt, war die Öffnung zuvor von einer Balkenleibung eingefasst und links davon gab es eine Fensteröffnung. So ist die Situation auch im EG-Grundriss von 1911 wiedergegeben. Offenbar handelt es sich um eine spätere Zutat, um am giebelseitigen Tor die Zufahrt zu erleichtern bzw. vom Durchgangsverkehr nicht behindert zu werden. Historische Aufnahmen zeigen die giebelseitige Toröffnung zunächst vermauert und überputzt mit einem kleinen eingesetzten Fensterchen, später mit sichtbar gemachtem Gewände. Heute sind beide Toröffnungen von innen her vollständig hinter Wandverkleidungen verborgen.

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