Kloster Bebenhausen (ehem. Holz- und Chaisenremise)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Ehem. Eiskeller

ID: 141773091915  /  Datum: 11.04.2014
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Heiligenbergerstraße
Hausnummer: 129
Postleitzahl: 88682
Stadt-Teilort: Salem

Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Bodenseekreis (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8435052045
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Bauphasen

1. Bauphase:
(1899)
Errichtung als Anbau der Brauerei-Gebäude (a)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Anbau
Bauwerkstyp:
  • Gewerbe- und Industriebauten
    • Eiskeller

2. Bauphase:
(1901)
Umbau der Brauerei-Gebäude einschl. erster Veränderungen am Eiskeller (a).
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1909)
Abgang der Brauerei-Gebäude durch Brand, anschließende Veränderung des Eis- und Gärkellers zum Solitär; Nutzung als Lagerhaus (a, gk).
Betroffene Gebäudeteile:
keine

4. Bauphase:
(1940 - 1949)
1940er Jahre erfolgte die Kürzung des Schornsteins (a).
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Ansicht von Nordosten / Ehem. Eiskeller in 88682 Salem, Weildorf (23.01.2014 - K. Uetz)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Baudokumentation mit Schadenskartierung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Der sog. ehem. Eiskeller - mit Schornstein des abgegangenen Sudhauses der Gasthof-Brauerei Adler - der ehem. Gasthaus-Brauerei Adler in Weildorf steht allseitig frei. Er liegt 10-14 m südlich des von ONO nach WSW fließenden Hangenbachs, der ehemals als gedeckter Kanal das Gelände querte; der First ist annähernd Ost-West gerichtet. Das Terrain hat ein Gefälle von 2-3 % nach Südwesten. Die Distanz zum nächstgelegenen Wirtschaftsgebäude des Gasthofs (ehem. Brennerei) beträgt rund 20 m, der Abstand zur östlich gelegenen Kegelbahn ca. 22,5 m. Nördlich des Gebäudes steht, nur 1,20 m von der Außenwand entfernt, der Schornstein des abgegangenen Sudhauses. Der Eiskeller nimmt keine Fluchten der Nachbarbebauung auf, sondern ist frei orientiert. Nach Westen und Süden grenzen Ostbaumwiesen an, die die isolierte Lage unterstreichen.
Lagedetail:
keine Angaben
Bauwerkstyp:
keine Angaben
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das Gebäude ist in zwei Baukörper gegliedert. Ein 12,25 m breiter und 11,40 m tiefer östlicher Teil wird von einem Satteldach gedeckt. Die Traufkante liegt an der Ostfassade ca. 5,90 m über dem Innenraumniveau (Nullniveau der Bauaufnahme), der First des 49° geneigten Daches steigt bis 13,30 m auf. Der um 24 cm schmalere, quer gerichtete, 9,40 m tiefe westliche Teil hat ein Walmdach mit Traufkante auf 8,65 m Höhe und First bei 14,50 m. Das Satteldach schneidet in die östliche Dachfläche des Walmdachs ein. Das Dach ist mit Bieberschwanz-Ziegeln gedeckt; die Fassaden des Gebäudes sind backsteinsichtig.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Die innere Gebäudestruktur folgt der äußeren Gliederung in zwei Baukörper. Der östliche Gebäudeteil nimmt im EG zwei gleich breite, sich längs erstreckende Räume auf (mit Eisenträger-Elementdecke in knapp 4,0 m Höhe). Eine gewendelte Holztreppe erschließt aus dem südöstlichen Raum das Obergeschoss des östlichen Gebäudeteils, ein nicht ausgebautes Dachgeschoss mit einem 1,65 m hoch gemauerten Kniestock. Der westliche Gebäudeteil nimmt einen einzigen, 8,0 m hohen Raum auf. Der Zugang erfolgt über das große Tor in der Nordfassade; weitere Tür- oder Fensteröffnungen bestehen aktuell nicht. Der Dachraum dieses Gebäudeteils ist aus dem Dachgeschoss des östlichen Bereichs wiederum über eine gewendelte Holztreppe zugänglich.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Statische Schäden an der Nordwand, bedingt durch den zweischaligen Wandaufbau (kennzeichnend für die Bauform der Eis- und Gärkeller), und starke Schäden am Dachwerk durch nebenstehenden Baum (Durchfeuchtung; Füße von Streben und Sparren abgängig).
Bestand/Ausstattung:
Reste der typischen Lüftungsschächte und -kanäle der Eis- und Gärkellernutzung.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachgerüst, verstärkende Einbauten
    • Sprengwerk
  • Dachform
    • Satteldach
    • Satteldach mit beidseitigem Vollwalm
    • Spitzgaube(n)/Lukarne(n)
Konstruktion/Material:
Die Dachwerke der beiden Gebäudeteile sind jeweils als Sprengwerk mit drei Bundachsen ausgebildet; im westlichen Teil werden zwei von West nach Ost gerichtete Bundachsen eines Strebewerks durch vier halbe Strebewerke in den Walmgratachsen ergänzt.
Im Erdgeschoss des östlichen Gebäudeteils überziehen u.a. Eisenträger-Elementdecke die Räume.
Außenwände und Trennwand zwischen den Gebäudeteilen sind doppelschalig mit Torfmulch-Dämmung ausgeführt.

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