Bandhaus (Schloß Presteneck)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Wohnhaus

ID: 110299049721  /  Datum: 13.04.2026
Datenbestand: Bauforschung
Als PDF herunterladen:
Alle Inhalte dieser Seite: /

Objektdaten

Straße: Schloßstraße
Hausnummer: 1
Postleitzahl: 75417
Stadt-Teilort: Mühlacker-Mühlhausen an der Enz

Regierungsbezirk: Karlsruhe
Kreis: Enzkreis (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8236040010
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Durch Ihre Cookie-Auswahl haben Sie die Kartenansicht deaktiviert, die eigentlich hier angezeigt werden würde. Wenn Sie die Kartenansicht nutzen möchten, passen Sie bitte Ihre Cookie-Einstellungen unter Impressum & Datenschutzerklärung an.

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Wohnhaus, Alte Steige 2 (75417 Mühlhausen)
Wohnhaus (75417 Mühlhausen, Flößergasse 4)
Fachwerkhaus, Oberdorfstraße 2 (75417 Mühlhausen)
Fachwerkhaus, Schloßstraße 12-1 (75417 Mühlhausen)
Fachwerkhaus, Schloßstraße 18 (75417 Mühlhausen)
Fachwerkhaus, Schloßstraße 8 (75417 Mühlhausen)
Wohnhaus, Wassergässle 4 (75417 Mühlhausen)
Fachwerkhaus, Wasserstraße 12 (75417 Mühlhausen)

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Nach den aufgenommenen Befunden ist der Keller der älteste erkannte Bauteil. Eine Datierung in das späte Mittelalter ist nicht auszuschließen. Die Abzimmerung des Dachwerks erfolgte um 1570 (d).


1. Bauphase:
(1250 - 1520)
Mittelalterlicher Keller
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Untergeschoss(e)

2. Bauphase:
(1570 - 1571)
Abzimmerung des Dachwerkes (d)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Nordostansicht / Wohnhaus in 75417 Mühlacker-Mühlhausen an der Enz (2011 - Burghard Lohrum)
Abbildungsnachweis
Südostansicht / Wohnhaus in 75417 Mühlacker-Mühlhausen an der Enz (2011 - Burghard Lohrum)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Dokumentation

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Giebelständig zur Straße stehend.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Eingeschossiger Massivbau mit Keller und abschließendem Satteldach.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Nach den aufgenommenen Befunden ist der Keller der älteste erkannte Bauteil. Zugänglich über den straßenseitigen Kellerhals liegt er versetzt zum Hauptgiebel und der Erschließungstraufe.
Über dem Kellersockel abgezimmert, handelt es sich bei dem verputzten Bauteil im Kern um eine Fachwerkkonstruktion. Diese ist jedoch nur noch im Bereich der Wohnzone erhalten. Während Stube und benachbarte Kammer noch den ursprünglichen Grundrisszuschnitt aufweisen, wurde er im rückwärtigen Bereich, ausgehend von der Erschließungszone, geringfügig modifiziert. Parallel dazu erfolgte wohl auch der massive Ersatz der Außenwände.
Zur wichtigsten Veränderung im Grundriss gehört die Anlage des WC. Dessen Gang wurde von der Küche abgetrennt und führte so zur funktionalen Abkoppelung von Küche und Stube.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
keine Angaben
Konstruktion/Material:
Eine sichere Aussage zum baulichen Bestand erlaubt das Dachwerk. Es ist in allen Bereichen zugänglich und zeigt bis auf die wenigen Hölzer späterer Ergänzungen, eine rauchschwarze Patina.
Die primäre Konstruktion bilden in die Dachbalken zapfende Sparrenpaare, die annähernd mittig durch eingezapfte Kehlbalken stabilisiert werden. Zu ihrer Unterstützung sind zwei, beziehungsweise drei firstparallel verlaufende Stuhlrähme eingebaut. Diese werden in den beiden Giebeln und in zwei inneren Binderquerachsen durch stehende Stuhlständer getragen. Zusammen mit den Riegeln und den Aussteifungshölzern bilden die Ständer zwei innere Querwände aus, welche den Dachraum in drei unterschiedlich breite Zonen gliedern.
Ausgehend vom straßenseitigen Giebel sind die Querbinder durch die steigende Folge von Ausstichen gezeichnet.
Die Aussteifung des Dachgerüstes erfolgt vorrangig durch verzapfte Winkelhölzer, wobei wandhohe Streben die Mehrzahl bilden. Einzig am rückwärtigen Giebel sind zwischen Giebelständer und Stuhlrähm beidseitig angeblattete Kopfbänder verbaut.
Wie die Dachkonstruktion, so ist auch die räumliche Gliederung des Dachwerkes nahezu ungestört erhalten. Die einzige Fehlstelle bezieht sich auf die Anlage des späteren Zuganges zum rückwärtigen Anbau aus dem 18.Jahrhundert. Bemerkenswert sind die zum Teil sehr alten Türblätter.
Das Dachwerk ist aus einer Vielzahl wiederverwendeter Hölzer abgezimmert. Dazu gehören neben den Ständern, Riegeln und Kehlbalken auch die Sparren. Einheitlich aus Eichenholz besitzen sie zimmerungstechnische Merkmale, die auf eine ehemalige Verwendung in einem spätmittelalterlichen Dachwerk hinweisen. Dessen Standort ist unbekannt.
Einzig die Stuhlrähme, deren Längen sich am bestehenden Dachwerk orientieren, sind aus Nadelholz und weisen keine Merkmale einer älteren Verwendung auf.
Aus den drei Stuhlrähmen entstammen dann auch die Bohrproben für die dendrochronologische Datierung. Nach ihrer Auswertung erfolgte die Abzimmerung des Dachwerkes um die Jahre 1570/71 (d).
Orientiert an den Abbundzeichen und dem zimmerungstechnischen Befund ist diese Zeitstellung auch auf den Unterbau zu übertragen.

Quick-Response-Code

qrCode