Hohes Haus (Schwäbisch Hall)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Fachwerkhaus

ID: 197229801013  /  Datum: 01.06.2015
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Krämerstraße
Hausnummer: 4
Postleitzahl: 73728
Stadt-Teilort: Esslingen

Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Esslingen (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8116019003
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Das Gebäude wurde im Verlauf des Jahres 1338 (d) als traufständiger Fachwerkbau errichtet.
Im Jahre 1556 (d) wurde das Dach einschiffig zur Straße angehoben.


1. Bauphase:
(1338)
Errichtung des Gebäudes (d)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)

2. Bauphase:
(1556)
Anhebung des Daches (d)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)

Besitzer

keine Angaben

Weiterer Datenbestand LAD

Die im Landesamt für Denkmalpflege vorhandenen Datenbestände der Restaurierung sind mit dem vorangestellten braunen Kästchen gekennzeichnet. Mit lila Kästchen versehene Objekte verweisen auf vorhandene Datenbestände der Bauforschung.
keines

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Kurzuntersuchung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
keine Angaben
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das Gebäude steht traufständig zur Straße. In seinem äußeren Erscheinungsbild ist es verputzt und nicht als Fachwerkbau erkennbar. Ursprünglich war es zweigeschossig abgezimmert. Lediglich an der Straßentraufe waren die tragenden Gerüstständer nur stockhoch verbaut, um so eine straßenseitige Auskragung des 1. Oberstocks zu ermöglichen.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Neben dem konstruktiven Aufbau zeigt auch die zweizonige und zweischiffige Grundrissgliederung die bescheidenen Wohnverhältnisse an.
Bemerkenswert ist, dass das Gebäude eventuell keine verbohlte Stube besaß.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Die Originalsubstanz beschränkt sich neben den erhaltenen Gerüsthölzern auf die Flechtwerkwand im 1. OG.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
keine Angaben
Konstruktion/Material:
Die ältesten Gerüstbauteile
Das tragende Gerüst des Kernbaus besteht bzw. bestand aus zweigeschossigen Eichenständern im Zuge der mittigen und rückwärtigen Längsachse.
Innerhalb der straßenseitigen Längsachse sind bzw. waren sie nur stockhoch ausgeführt.
Erhalten ist in der Straßenachse ein Eckständer. Innerhalb der inneren Längsachse sind alle Ständer erhalten, während die rückwärtige Ständerachse durch eine Massivwand ersetzt ist.
Zwischen den Ständern sind firstparallel eingezapfte Riegel, zumindest innerhalb der inneren Längsachse, eingebaut. Auf diesen Riegeln lagert das Quergebälk, das die weite Auskragung des Überbaus (70 cm) an der Straßentraufe ermöglicht. Wie am erhaltenen Eckständer der Straßenseite nachweisbar, war der Überstand durch ein am Ständer angeblattetes Kopfband gesichert. Die vorhandenen Büge sind ein nachträglicher Ersatz.
Das alte Gebälk ist innerhalb des hohen, aufgedoppelten Deckenaufbaus noch in großem Umfang zu vermuten.
Zu bemerken ist, dass ein Giebelständer der inneren Längsachse nur noch bis in den Deckenaufbau über dem EG reicht.
Die hier in erhaltener Lage vorhandenen Ständer trugen ehemals einen Unterzug, der am südlichen Giebel als abgesägter Rest und am mittigen Ständer durch den Zapfen am Ständerkopf nachweisbar ist. Die entsprechenden Unterzüge in den Traufwänden sind zumindest in ihrer originalen Lage verschwunden. Eventuell sind sie in erhöhter Lage als wiederverwendete Hölzer noch vorhanden.
Auf diesen Unterzügen war ursprünglich das Dachgebälk aufgelegt. Ob es möglicherweise in angehobener Lage noch vorhanden ist, kann ohne Öffnung der Decke nicht bestimmt werden.
Das vorhandene Dachgerüst ist ein Konglomerat aus einem jüngeren stehenden Stuhl in Verbindung mit älteren Dachsparren des Kernbaus. Die wiederverwendeten Sparren sind unregelmäßig verbaut. Erkennbar ist ein ehemaliger Giebelsparren mit Stakungslöchern an der Unterseite, einer verwitterten und verrußten Sparrenseite, sowie mit einer nach unten ausgerichteten Blattsasse.
Weitere ältere Sparren zeigen Hinweise auf eine ursprüngliche Windrispenaufnagelung an der Sparrenunterseite. Insgesamt befindet sich keiner der älteren Sparren (alle in Eiche) in originaler Lage.

Die älteste Gefügeausbildung
Von der ursprünglichen Gefügeausbildung ist kein Aussteifungsholz mehr vorhanden. Die ehemalige Aussteifung des Gerüstes ist jedoch über die leeren Blattsassen weitgehend erkennbar. Danach war weitgehend nur eine kopfzonige Winkelsicherung des Gerüstes vorhanden. Sie wurde durch flachgeneigte Kopfbänder erreicht. Innerhalb der südlichen Giebelwand sind noch original verbaute Gefügehölzer zu vermuten.
Hinschtlich der älteren Dachaussteifung sind die Anzeichen für eine Windrispenanordnung und die Aussteifung der beidseitigen Steilgiebel durch je zwei Sparrenunterstützungshölzer oben angeführt.

Die älteste Grundrissgliederung
Durch die erschlossene Ständerstellung ist für beide Geschosse ein zweizoniger und zweischiffiger Grundriss nachweisbar. Die vorhandenen Bundseitenausrichtungen und die große Breite der nördlichen Zone lassen die Stube im 1. OG, in nördlicher Ecklage zur Straße hin, vermuten. Eigenartigerweise besitzt der "Stubeneckständer" im Hausinnern keine Nut zur Aufnahme einer Bohlenwand.
Dieser Befund ist hausgeschichtlich sehr bedeutsam. Entweder befand sich die Stube im EG, oder die Stube war nicht verbohlt. Möglicherweise hängt das Fehlen einer Nut aber auch mit einer Tür- und Hinterladeröffnung in Anlehnung an den Ständer zusammen.
Hier sollte bei den anstehenden Umbauten eine eingehende Untersuchung vorgenommen werden.
Als weitere Räume kann in Anlehnung an die Stube die straßenseitige Küche, die rückwärtige Kammer und ein schmaler Flur mit dem Treppenhaus angenommen werden.
Von der ursprünglichen Wandausbildung konnte im Obergeschoß eine wandhohe Flechtwerkfüllung im Zuge der südlichen Giebelwand erkannt werden. Eventuelle Fensteröffnungen sind erst nach großflächiger Putzentfernung erfassbar.

Nachfolgende Umbauten
Bei dem einhüftigen Dachaufbau handelt es sich um eine nachträgliche, einseitige Anhebung des Daches an der Straßenseite.
dazu wurde ein neuer Längsunterzug innerhalb der mittigen Hausachse, eine aufgesetzte Traufwand an der Straßenseite und eine zweifach stehende Stuhlkonstruktion eingebaut.
Die älteren Sparren wurden bei der veränderten Dachkonstruktion wiederverwendet. Dabei wurden die vorhandenen Blattsassen der originalen Dachkonstruktion zum Teil funktionslos. Neue Blattsassen wurden eingeschnitten.
Die Sparren sind durch neue Abbundzeichen gezeichnet. Die älteren Abbundzeichen sind teilweise an den wiederverwendeten Kehlbalken erhalten.
Für das einhüftige 2. Obergeschoss ist durch die ehemalige Verriegelung der inneren Stuhlachse die Anlage von zumindest einem abgetrennten Dachraum nachweisbar.
Bemerkenswert ist die Ausrichtung der Bundseiten im Zuge der nördlichen Giebelwand. Durch die Innenlage der Bundseite ist die Aufstockung des Gebäudes nach Errichtung des nördlichen Nachbargebäudes erfolgt.
Durch teilweise Öffnungen der Trennwand konnte auch für das Nachbargebäude eine spätmittelalterliche Substanz (Ende 15. Jh.) durch angeblattete Gefügehölzer erkannt werden.

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