Haalstraße 5/7 (Schwäbisch Hall)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Scheune

ID: 193682635417  /  Datum: 09.10.2020
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Schmale Gasse
Hausnummer: 10
Postleitzahl: 74357
Stadt-Teilort: Bönnigheim

Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Ludwigsburg (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8118010002
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Vorgängerbebauung
Unter der Scheune befindet sich ein Gewölbekeller mit einer Gewölbetonne in Ost-West-Richtung. Der Keller reicht weit nach Westen unter das angrenzende Wohnhaus Schmale Gasse 10. Die westlichen Teile dieses Kellers datieren älter als die östlichen Teile. Ob sich aber noch Teile der älteren Bausubstanz unter der heutigen Scheune befinden, lässt sich erst nach einer präzisen Vermessung des Kellers im Zuge einer Bauaufnahme des Wohnhauses feststellen.

Bauphase 1492/93 (d)
1492/93 (d) wurde über dem bereits bestehenden Keller ein vermutlich fünfzoniger Eindachhof neu erbaut. Dabei wurde der Gewölbekeller nach Osten hin verlängert und nahm zu dem Zeitpunkt die volle Hauslänge ein. Der Neubau hatte im Osten eine Tennenzone, daran anschließend eine Barnzone, in der Mitte eine zweistöckige Kammerzone und westlich vermutlich eine ebensolche Flur- bzw. Küchenzone und eine Stubenzone, die nicht mehr erhalten sind. Die Einfahrt in die Tenne führte wohl über das Kellergewölbe ansteigend.

Bauphase 1775/76 (d)
1775/76 (d) fand eine größere Reparaturmaßnahme an der Scheune statt. So wurde die Nordwand vollständig erneuert. Dabei wurde ein zweites Scheunentor auf der Nordseite angelegt. Ob hier auch noch eine Zufahrt entlang der Stadtmauer möglich war, lässt sich aber erst nach der Bauaufnahme des Wohnhauses Schmale Gasse 10 feststellen, in dem sich ein Rest der Stadtmauer erhalten hat. Die neue Nordwand war zweistöckig abgebunden. Mit ihr wurde eine Balkenlage eingebaut, die das zuvor ungeteilte Traufgerüst in ein Erdgeschoss und ein Obergeschoss teilte. In der Tennenzone stand die Balkenlage auf der Nordseite 1,75 m über und bildete mit langen Aufschieblingen ein Vordach. Ob dieses Vordach ein Auflager an der Stadtmauer hatte, ist unklar.
Ebenso ist ungewiss, ob auch in dieser Bauphase die Abtrennung des ehemaligen Wohnteils von der Scheune erfolgte. Das dortige massive EG mit gekehltem Gesims und die Eingangstür mit Karniesprofil deuten eher ins 16. oder 17. Jahrhundert. Auch die vorstehenden Balkenköpfe am dortigen Südgiebel wecken Zweifel an einer Datierung ins späte 18. oder ins 19. Jahrhundert. Die an der dortigen Haustür angebrachte Bauinschrift 1848 (i) ist jedenfalls nachträglich und datiert lediglich die Überbauung der ehemaligen Stadtmauer und den neuen Nordgiebel. Nach Ausweis der Urkarte war die Abtrennung des Wohnteils jedenfalls 1832 bereits vollzogen. Von dieser Abtrennung hat sich lediglich die EG-Bruchsteinmauer des Scheunenwestgiebels erhalten.
Über der westlichen Zone der Scheune sind im Dachwerk zahlreiche Reparaturen mit zweitverwendeten Hölzern zu beobachten, die zur Bauphase 1775/76 (d) gehören können, aber nicht müssen.

Bauphase 20. Jahrhundert
Im 20. Jahrhundert erfolgte auf der Nordseite der Scheune ein großer Anbau mit zweigeschossigem Zwerchgiebel. Der Anbau ist ohne bauhistorische Bedeutung und wurde in der vorliegenden Untersuchung nicht berücksichtigt. Dies gilt ebenso für den Westgiebel der Scheune im OG und DG aus Gasbetonsteinen, der vermutlich eine ältere Fachwerkwand ersetzte.


1. Bauphase:
(1284 - 1450)
Altere Keller unter Wohnhaus und Scheune. Lageorientierung an der Stadtmauer, daher Erbauung nach Stadterhebung zu vermuten.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Untergeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt

2. Bauphase:
(1492 - 1493)
Neubau als quer geteilter Eindachhof über älterem Keller.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Untergeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Eindachhof
Konstruktionsdetail:
  • Holzgerüstbau
    • Unterbaugerüst, einstöckig
    • Unterbaugerüst, mehrstöckig

3. Bauphase:
(1775 - 1776)
Erneuerung der Nordwand, Einbau einer Geschossdecke zwischen EG und OG. Teilabbruch des Gewölbekellers unter der Tenne.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
Konstruktionsdetail:
  • Holzgerüstbau
    • Geschossgerüst

4. Bauphase:
(1900 - 1999)
Anbau mit Zwerchgiebel im 20. Jahrhundert.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Zwerchhaus/-häuser

Besitzer

keine Angaben

Weiterer Datenbestand LAD

Die im Landesamt für Denkmalpflege vorhandenen Datenbestände der Restaurierung sind mit dem vorangestellten braunen Kästchen gekennzeichnet. Mit lila Kästchen versehene Objekte verweisen auf vorhandene Datenbestände der Bauforschung.
keines

Fotos

Abbildungsnachweis
Bönnigheim, Schmale Gasse 10a / Scheune in 74357 Bönnigheim (03.09.2020 - Michael Hermann, Heimerdingen.)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Dendrochronologischer Datierungsbericht

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das Gebäude befindet sich in der historischen Altstadt Bönnigheims im nordwestlichen Sachsenheimer Viertel. Es grenzte auf der Nordseite an die hier nicht mehr vorhandene historische Stadtmauer. Auf der Südseite steht es traufständig unmittelbar an der Schmalen Gasse.
Auf der Urkarte von 1832 ist es noch in seiner vollständigen Grö­ße und der nördlich verlaufenden Stadtmauer abgebildet. Die Scheune ist wie alle Scheunen schräg schraf­fiert, während das westlich an­schließende Wohnhaus wie alle Wohnhäuser mit einem Punktras­ter versehen ist. Dies zeigt, dass die Scheune bereits 1832 in ihrer heutigen Größe als Scheune ge­nutzt wurde.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Scheune
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Die Scheune ist ein Riegelbau mit Satteldach.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Das Traufgerüst ist in der Regel einstöckig und zweigeschossig auf massivem Sockel, lediglich die Nordwand und die westliche Zone der Süd­wand sind mit zwei eingeschossi­gen Stöcken abgebunden. Die in­nere Gliederung besteht aus zwei Längszonen und drei Querzonen. Das Dachwerk ist ein Sparren­dach mit zweifach stehendem Stuhl.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
An historischer Ausstattung ist lediglich ein Scheunenschiebetor des späteren 19. Jahrhunderts erwäh­nenswert.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit stehendem Stuhl
  • Holzgerüstbau
    • Geschossgerüst
Konstruktion/Material:
keine Angaben

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