Schiefes Haus (Großbottwar)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Ehem. Kapuzinerkloster

ID: 168225218114  /  Datum: 23.01.2020
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Klösterle
Hausnummer: 3,4,5,6
Postleitzahl: 79822
Stadt-Teilort: Titisee-Neustadt

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Breisgau-Hochschwarzwald (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8315113067
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Nach der Mitte des 17. Jahrhunderts am einstigen Ortsrand gegründet, entwickelte sich der Kapuzinerkonvent durch mehrere Erweiterungen zu der noch heute bestehenden vierflügeligen Anlage.
1670 wurde das Hospiz als zunächst nur zweigeschossiges Wohngebäude mit einer rechtwinklig daran anschließenden Kapelle errichtet.
Von 1691 bis 95 erfolgte der Bau der Klosterkriche. Dabei wurde vermutlich die Kapelle in den Neubau integriert. 1709 wird die Anlage zum Konvent ausgebaut. Dabei entsteht eine typische Konventanlage nach den Bauvorschriften „Architectura Capuzinorum“.
Nach der Säkularisierung folgt im 19. Jh. eine weitreichende Umbauphase der Anlage. Dabei erhält das Gebäude Klösterle 3 nach dem Teilabbruch des Chores auch seine heutige Kubatur. Mit der Profanierung 1828 werden Kloster und Kirche zu Wohnzwecken umgebaut.


1. Bauphase:
(1669 - 1670)
Die Kapuzinerniederlassung wurde 1669 durch Graf Maximilian Franz von Fürstenberg gegründet. Am 19. Dezember 1669 nahmen der Freiburger Provinzialpater Placidus mit zwei Patres und einem Laienbruder von der “Neustädter Caplanei” Besitz. Zum Bau von Konventgebäuden kam es aber erst im kommenden Jahr 1670. Man begann im Juni mit der Errichtung eines Hospitiums, das heißt einer Unterkunft für Mönche. Hier zogen die Ordensbrüder am 25. September 1670 ein. Die Klosterkirche lag an der Ostseite der Anlage und wurde - wie bei Bettelordenskirchen üblich - von einem Dachreiter bekrönt.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Klosteranlage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Hospitium

2. Bauphase:
(1679)
1679 vergrößerte man die Klosteranlage erstmals.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Anbau

3. Bauphase:
(1696)
1696 errichteten kaiserlich Soldaten die heute noch bestehende Kloster- bzw. Gartenmauer an der Südseite der Baulichkeiten.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

4. Bauphase:
(1700)
Am 26.1.1700 wurde das Hospitium zum Kloster erhoben und erhielt einen Prior.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kloster, allgemein

5. Bauphase:
(1709)
1709 kam es zur Errichtung des Konventgebäudes an der Südseite und zum Bau von Küche, Apotheke und Krankenstübchen an der Westseite. Das Klostergeviert war damit geschlossen.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kloster, allgemein

6. Bauphase:
(1802)
Am 24. Dezember 1802 wurde das Kapuzinerkloster im Zuge der Säkularisation aufgehoben, die Klostergebäude gelangten in den Besitz der Ortsherrschaft, d. h. der Fürsten zu Fürstenberg.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

7. Bauphase:
(1828)
1828 folgte die Profanierung der Kirche und danach der Verkauf der Anlage. Klosterkirche und Klostergebäude wurden zu Wohnzwecken umgestaltet.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus

Besitzer

keine Angaben

Weiterer Datenbestand LAD

Die im Landesamt für Denkmalpflege vorhandenen Datenbestände der Restaurierung sind mit dem vorangestellten braunen Kästchen gekennzeichnet. Mit lila Kästchen versehene Objekte verweisen auf vorhandene Datenbestände der Bauforschung.
keines

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauaufnahme, Restauratorische Untersuchungen

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Beim ehemaligen Kapuzinerkloster von Neustadt handelt es sich um eine vierflügelige Anlage, die sich heute im Zentrum der Stadt befindet.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
keine Angaben
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Noch heute lässt sich aber am Baubestand die einstige Klosteranlage deutlich ablesen; den inneren Klosterhof umschließen die Konventsbauten mit der ehemaligen Klosterkirche an der Nordseite. Im Inneren haben sich qualitätvolle Baudetails wie u. a. gewölbte Keller, alte Türen, jeweils mit schönen Beschlägen bewahrt. Anhand konstruktiver Merkmale an Balken und Mauerwerk ist die ursprüngliche Aufteilung in weiten Teilen erfassbar. Im Innenhof erhielten sich hölzerne Stützen des einstigen Kreuzganges.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Das ehemalige Kapuzinerkloster von Neustadt ist trotz seiner Umnutzung in Form und Konstruktion gut erhalten geblieben. Es gehört zu den wenigen noch erhaltenen Beispielen von Kapuzinerniederlassungen des schweizerisch-süddeutschen Bautyps. Dem Neustädter Kapuzinerkloster, von dem sich Pläne erhalten haben und dessen Grundriss im sog. Donaueschinger Musterbüchlein (Handschrift 879, “Architektura Capuzinorum”) abgebildet ist, kommt somit hoher baugeschichtlicher Wert zu. Darüber hinaus ist die Anlage von stadt- und stadtbaugeschichtlicher Bedeutung.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
keine Angaben
Konstruktion/Material:
keine Angaben

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