Hohes Haus (Schwäbisch Hall)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Stadtmauer

ID: 144774759116  /  Datum: 20.04.2026
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: keine
Hausnummer: keine
Postleitzahl: 78628
Stadt-Teilort: Rottweil

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Rottweil (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8325049025
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Nach der römischen Stadt Arae Flaviae auf dem Höhenrücken zwischen Neckar und Prim und der sogenannten Mittelstadt ein Stück südlich der heutigen Innenstadt, die sich um einen Königshof herum gebildet und im Verlauf des 11./12. Jahrhunderts eine Befestigung erhalten hatte, erfolgte in der Zeit um 1200 eine Neuanlage der Stadt im Bereich der heutigen Innenstadt hoch über dem Neckar. Sie bedeckte eine etwa quadratische Fläche von 400 x 400m mit spitz zulaufender Ostseite.
Aufgrund der dendrochronologischen Altersbestimmung des Schwarzen Tores in den Zeitraum zwischen 1240 und 1244 sowie einem Eintrag ins Reichssteuerverzeichnis von 1241, demzufolge die Mauer zu jener Zeit im Bau begriffen war, ist die Rottweiler Stadtmauer der Kernstadt in den Zeitraum 1240 bis 1244 zu datieren.
Nach 1262 (d, frühstes mögliches Fälljahr) bzw. im späten 13. Jahrhundert Erhöhung des Hochturms.
Die Besiedlung des westlichen Vorortes, des Waldtorortes, lässt sich bislang erst ab 1346 (d, Hochturmgasse 12) und 1347 (d, Waldtorstraße 17) nachweisen. Damit lässt sich nun aber nur die Aussage verbinden, dass die Besiedlung des Waldtorortes um die Mitte des 14. Jahrhundert weitgehend erfolgt war, ohne Aussage darüber, ob sie nicht schon deutlich früher eingesetzt hatte.
Im 16. Jahrhundert wurden Schwarzes Tor und Hochturm aufgestockt.


1. Bauphase:
(1240 - 1244)
Errichtung
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Befestigungs- und Verteidigungsanlagen
    • Stadtmauer
Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • Buckelquader
    • Großquader

2. Bauphase:
(1262 - 1290)
Erhöhung des Hochturmes
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Befestigungs- und Verteidigungsanlagen
    • Turm
Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • Großquader

3. Bauphase:
(1500 - 1599)
Aufstockung Hochturm und Schwarzes Tor
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Befestigungs- und Verteidigungsanlagen
    • Stadttor
    • Turm

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Lageplan der Stadtmauer / Stadtmauer in 78628 Rottweil (2024 - Stefan King, Freiburg, in Anlehnung an den Lageplan von Stefan Widmer)
Abbildungsnachweis
Schwarzer Graben, Hauptmauer nördlich des Schwarzen Tors: Westseite des Hauses Hauptstraße 1 mit stark geböschter Mauerschürze, die in den Wehrgraben hinunterreichte / Stadtmauer in 78628 Rottweil (2024 - Stefan King, Freiburg)
Abbildungsnachweis
Südmauer Kernstadt, Stützmauer südlich des Taleinschnitts (Stadtgraben): Einige Lagen aus Buckelquadern über eine Länge von 23m / Stadtmauer in 78628 Rottweil (2024 - Stefan King, Freiburg)
Abbildungsnachweis
Ostmauer Kernstadt, Vormauer südlich des Viadukts: Stützmauer aus Buckelquadern von 10,5m Länge und etwa 7m Höhe / Stadtmauer in 78628 Rottweil (2024 - Stefan King, Freiburg)
Abbildungsnachweis
Nordwestmauer Waldtorort, Zwingermauer: Abschnitt zwischen Flöttlinstor- und Schlachthausstraße von 32m Länge und bis 5m Höhe, im Hintergrund das Haus Flöttlinstorstraße 13 / Stadtmauer in 78628 Rottweil (2024 - Stefan King, Freiburg)
Abbildungsnachweis
Südwestmauer Waldtorort, Hauptmauer oberhalb der Neutorstraße: Mauerabschnitt von 42m Länge und einer Höhe von 8m an der höchsten Stelle mit leichter Böschung. / Stadtmauer in 78628 Rottweil (2024 - Stefan King, Freiburg)
Abbildungsnachweis
Südwestmauer Waldtorort, Hauptmauer unterhalb der Neutorstraße: Mauerabschnitt hinter Gebäude Am Stadtgraben 16 und 4m Höhe mit Quadern aus Muschelkalk/Dolomit / Stadtmauer in 78628 Rottweil (2024 - Stefan King, Freiburg)
Abbildungsnachweis
Südwestmauer Waldtorort, Zwingermauer unterhalb der Neutorstraße: Mauerabschnitt am von 10,5m Länge und 5.5m Höhe aus großformatigen Quadern aus Muschelkalk/Dolomit / Stadtmauer in 78628 Rottweil (2024 - Stefan King, Freiburg)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Anmerkungen zur Baugeschichte und zur erhaltenen Bausubstanz
  • Schacht/Stützmauer beim Musikpavillon

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Die Stadtmauer umfängt den mittelalterlichen Stadtkern, die heutige Innenstadt, hoch über dem Neckar zwischen Stadtgraben, Nägelesgraben und Neckartal.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Befestigungs- und Verteidigungsanlagen
    • Stadtmauer
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Während der quadratische Kernbereich nur im Schutz einer Hauptmauer lag, besaßen die beiden Flanken der westlichen Erweiterung (Waldtorort) eine der Hauptmauer vorgelegte niedrigere Zwingermauer. An Süd-, Ost- und Nordseite der Kernstadt verlief die Hauptmauer entlang natürlicher Hindernisse – dem Neckartal und den beiden tiefen Taleinschnitten (Stadtgraben und Nägelinsgraben –, was keine Zwingermauer erforderlich machte. Ohnehin wäre eine Anfügung im steilen Hanggelände schwierig geworden. Vom Vorhandensein eines Wehrgangs darf bei allen Mauerabschnitten ausgegangen. Türme und Tore waren in viel zu großen Abständen verteilt, um alleine von dort aus die Mauern decken zu können. Ob es eine auf der Innenseite der Rottweiler Stadtmauer entlangführende Mauergasse gegeben hat, kann nicht eindeutig beantwortet werden. Eine solche wäre zum Bau und zur Wartung sowie im Verteidigungsfall zur Versorgung der Mannschaften oder zum schnellen Schließen von Breschen nützlich gewesen.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • Buckelquader
    • Großquader
Konstruktion/Material:
Die ältesten Türme und Mauerabschnitte zeigen sich hinsichtlich ihrer Konstruktionsweise nicht einheitlich, sondern es finden sich unterschiedliche Bauweisen und die Verwendung unterschiedlichen Steinmaterials. Die Verwendung von Muschelkalk/ Dolomit und Kalktuff, sowie die Zurichtung zu groben Blöcken, zu glatten Quadern, leicht gebuckelten Quadern und Buckelquadern mit ausgeprägtem Randschlag erfolgten zeitgleich. Mauer und darin eingebundene Türme sind unterschiedlich aufgebaut und gestaltet. Bei der Umwehrung der Kernstadt weicht die Westseite in ihrem konstruktiven Aufbau von den übrigen drei Seiten ab, denn sie stand am Rand eines künstlich angelegten Wehrgrabens, was eine geböschte Mauerschütze erforderlich machte, und hatte eine deutlich größere Höhe.
Veränderungen in Stubensandstein lassen sich teilweise ins 15. Jahrhundert datieren. Die Aufstockungen von Schwarzem Tor und Hochturm im bestehen aus Quadern aus Stubensandstein in Kombination mit Gewändesteinen aus rötlichem Buntsandstein, was sich in Rottweil erst ab dem frühen 16. Jahrhundert nachweisen lässt.

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