Domturm (Rottenburg)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Kath. Friedhofskirche St. Martin

ID: 144153186815  /  Datum: 14.07.2016
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Leutkirchstraße
Hausnummer: 36
Postleitzahl: 77723
Stadt-Teilort: Gengenbach

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Ortenaukreis (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8317034010
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die Kirche St. Martin wurde 1452 als gotische Chorturmkirche errichtet und diente bis 1803 als Pfarrkirche. Während des dreißigjährigen Krieges wurde sie mehrfach beschädigt. 1641 stürzte der Turm ein. 1689 brannte das Dach ab. 1693 wurde sie umfassend repariert. Teile der Außenmauern mussten wiedererrichtet werden, wobei die gotischen Maßwerkfenster im Kirchenschiff wiederverwendet wurden. im 18. Jahrhundert wurde die Ausstattung erneuert. Gleichzeitig wurde sie zu einer Saalkirche umgebaut und eine großflächige Stuckdecke eingezogenen. Nach 1803, als die Pfarrkirche aufgrund der Sakularisirierung des Klosters neben der großen Abteikirche überflüssig geworden war, diente die Kirche kurzzeitig als Magazin. 1840 ging die barocke Turmhaube mit Laterne verloren, sodass sie in der Folge durch ein Pyramidendach ersetzt wurde. Seit der Nutzung als Friedhofskirche wurde sie 1915, 1966/ 67, 1973 und 2001- 2003 umfassend restauriert.


1. Bauphase:
(1452)
Errichtung der gotischen Kirche 1452 (a).
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Pfarrkirche

2. Bauphase:
(1618 - 1648)
Mehrfache Beschädigungen während des Dreißigjährigen Krieges. 1641 stürzte der Turm ein.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1693)
Umbau der Kirche 1693 (a).
Betroffene Gebäudeteile:
keine

4. Bauphase:
(1700 - 1799)
andauernder barocker Umbau und Neuausstattung. Hochalter 1722/ 23, Seitenaltäre 1722-27.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Ausstattung

5. Bauphase:
(1803)
Bis 1803 als Pfarrkirche genutzt, anschließend kurzzeitig als Magazin.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Militärische Anlagen
    • Magazin

6. Bauphase:
(1840)
Verlust der barocken Turmhaube mit Laterne, anschließend durch Pyramidendach ersetzt.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)

7. Bauphase:
(1850 - 1915)
Nutzung als Friedhofskirche vermutlich ab Mitte/ frühes 20. Jahrhundert.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kirche, allgemein
  • Sepulkralanlagen
    • Friedhof

8. Bauphase:
(1915)
Renovierung.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

9. Bauphase:
(1966 - 1967)
Restaurierung der Kirche.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

10. Bauphase:
(1973)
Renovierung.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

11. Bauphase:
(2001 - 2003)
Renovierung.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

  • Restauratorische Voruntersuchung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Die Friedhofskirche St. Martin befindet sich eingebettet in den Friedhof, im Norden außerhalb der Stadtummauerung. Die Kirche steht geostet und passt sich in Richtung Chor der nach Osten ansteigenden Hanglage an.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kirche, allgemein
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Chorturmkirche; Langhaus mit Satteldach und eingezogenem, polygonalem Chorabschluss; über dem ersten Chorjorch steigt der quadratische Glockenturm mit Zeltdach auf. Turm- und Langhausfassade sind durch Stockwerksgesimse und Eckquaderung gegliedert. Das Langhaus zeigt eine zweireihige Fensteranrodnung mit spitzbogigen Maßwerks- und Rundfenstern. An der Westfassade liegen drei Portale, deren mittleres eine fein profilierte Stabwerksrahmung besitzt.
An der nördlichen Langhausseite befindet sich ein zweigeschossiger Kapellenanbau.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Saalbau mit stuckierter Flachdecke und auf Marmorsäulen getragener Orgelempore; das Langhaus führt nach Osten in den durch Stufen erhöhten Chor mit Gratgewölbe. Die nördliche Langhauswand öffnet sich in Bögen zur Annenkapelle. Diese und auch der Triumphbogen zeigen Brokatmalereien und Rocaille-Elemente des 18. Jahrhunderts. Die Fenstergewände schmücken ornamentale Rankenmalereien.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Die Ostwand zeigt den Rest einer gut erhaltenen Malerei mit der Darstellung einer Höllenszene aus dem Jüngsten Gericht, die sich über die gesamte Chorwand erstreckte. Von dem aus dem 17. Jahrhundert stammenden monumentalen Passionszyklus an der Südwand ist heute lediglich die Darstellung der Gefangennahme Jesu mit dem Judaskuss erhalten geblieben.
Bestand/Ausstattung:
Hochaltar von 1722/ 23, Seitenaltäre von 1722-27, Kanzel 1762/ 63, Orgel von 1752/ 53.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
    • Zeltdach/Pyramidendach/-helm
  • Steinbau Mauerwerk
    • allgemein
  • Verwendete Materialien
    • Putz
  • Detail (Ausstattung)
    • bemerkenswerte Wand-/Deckengestaltung
Konstruktion/Material:
keine Angaben

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