Ottilienkapelle (Eppingen)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Ehem. Atelier von Heinrich Lotter (abgebrochen)

ID: 122817589420  /  Datum: 30.03.2017
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Zum Schatthütle
Hausnummer: 17 / 17a
Postleitzahl: 78479
Stadt-Teilort: Reichenau-Mittelzell

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Konstanz (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8335066002
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Das Ateliergebäude bildete mit dem etwa 23m entfernten Wohnhaus, dem Gartenhäuschen und dem sogenannten Gondelhafen ein Ensemble unmittelbar am südlichen Seeufer der Reichenau. Nach dem Tod des Malers Heinrich Lotters im Jahr 1941 wurde das Grundstück verkleinert und das Areal mit dem Atelier ausparzelliert. Durch Umbauten und Anbauten im Süden und Westen wandelte sich das einstige Atelier zu einem Ferienhaus.


1. Bauphase:
(1912)
1912 ließ der Rechtsanwalt und Kunstmaler Heinrich Lotter östlich seines Wohnhauses am Südufer der Insel Reichenau einen ungefähr quadratischen Atelierbau mit Zeltdach errichten. Das eingeschossige Gebäude ohne Keller besaß nur einen Raum mit großen Fenstern nach Norden und einer Tür nach Westen zum 23 m entfernten Wohnhaus. Entgegen der ursprünglichen Planung wurde die Balkendecke auf Traufhöhe eingefügt. Die Backsteinwände und die Decke waren verputzt. An der Nordwand fand sich eine graue bis schwarze Fassung, die später von einem roten Anstrich überdeckt wurde. Fensterverschluss und Bodenbelag wurden später erneuert und die Tür versetzt.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Gewerbe- und Industriebauten
    • Atelier
Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Zeltdach/Pyramidendach/-helm
  • Steinbau Mauerwerk
    • Backstein
  • Decken
    • Balkendecke

2. Bauphase:
(1921)
1920 ließ sich Lotter endgültig auf der Reichenau nieder. Ein Jahr später erweiterte er das Atelier um einen Vorraum mit Pultdach nach Süden. Die alte Westtür wurde geschlossen und eine neue Tür zu diesem Anbau eingebaut. Da der Anbau auch einen Kaminzug erhielt, konnten Atelier und Vorraum nun beheizt und damit ganzjährig genutzt werden. Der Vorraum konnte von der Westseite über drei Stufen betreten werden. Der Anbau war zunächst nicht unterteilt und wies zwei Fenster nach Süden und ein kleines Fenster neben der Tür nach Westen auf.
Die meisten der überlieferten Gemälde und Zeichnungen Heinrich Lotters entstehen auf der Reichenau und zeigen den Bodensee und die Unterseelandschaft.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Anbau
Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Pultdach

3. Bauphase:
(1941)
Nach dem Tod Heinrich Lotters wurde der Vorraum in einen kleinen Flur im Nordwesten, eine kleine Toilette im Südwesten und ein anschließendes Zimmer unterteilt. Auch das ehemalige Atelier wurde nun umgestaltet, indem eine Küche eingebaut wurde und im Südosten Nebenkammern abgetrennt wurden. Die nördliche Kammer wurde später wieder entfernt und in der südlichen ein Duschraum eingebaut, der vom südlichen Anbau aus betretbar war.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Ausstattung

4. Bauphase:
(1985)
Ein weiterer Schritt zur Umgestaltung des ehemaligen Ateliers zu einem Ferienhaus erfolgte 1985, als westlich des Kernbaus ein weiterer Anbau mit zwei Zimmern, weiteren Sanitärräumen und Glasfront nach Süden angefügt wurde. Eine neue Tür verband Kern- und neuen Anbau miteinander. Kernbau und Anbau wurden anschließend mit bräunlichen Fliesenboden und weißer Rauhfasertapete einheitlich gestaltet.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Anbau
  • Ausstattung

5. Bauphase:
(2013)
Abbruch des Alteliers im Dezember 2013.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Weiterer Datenbestand LAD

Die im Landesamt für Denkmalpflege vorhandenen Datenbestände der Restaurierung sind mit dem vorangestellten braunen Kästchen gekennzeichnet. Mit lila Kästchen versehene Objekte verweisen auf vorhandene Datenbestände der Bauforschung.
keines

Fotos

Ehem. Atelier von Heinrich Lotter (abgebrochen) in 78479 Reichenau-Mittelzell
Ehem. Atelier von Heinrich Lotter (abgebrochen) in 78479 Reichenau-Mittelzell
Ehem. Atelier von Heinrich Lotter (abgebrochen) in 78479 Reichenau-Mittelzell

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Untersuchung und Fotodokumentation

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das ehemalige Ateliergebäude befindet sich unmittelbar am südlichen Seeufer der Reichenau.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Gewerbe- und Industriebauten
    • Atelier
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Den Kern der Anlage bildete der eingeschossige, nicht unterkellerter Atelierbau mit einem ungefähr quadratischen Grundriss und flachem Zeltdach. Später folgten zwei Anbauten, die das heutige Erscheinungsbild wiedergeben.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Ursprünglich bestand der Kernbau nur aus einem Zimmer. Im Laufe der Zeit veränderte sich das Innenleben des Gebäudes durch die beiden Anbauten und die damit verbundenen neu gewonnen Räume.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • Backstein
  • Decken
    • Balkendecke
  • Dachform
    • Pultdach
    • Zeltdach/Pyramidendach/-helm
Konstruktion/Material:
Eingeschossiges Gebäude aus verputzten Backsteinwänden mit Zeltdach, Anbau mit Pultdach.

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