Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Wohnhaus, Torstarsse 15

ID: 119070738117  /  Datum: 04.07.2013
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Torstraße
Hausnummer: 15
Postleitzahl: 79650
Stadt-Teilort: Schopfheim

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Lörrach (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8336081022
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauphasen

1. Bauphase:
(1639 - 1640)
Errichtung des Gebäudes um 1640 (d)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
  • Untergeschoss(e)

2. Bauphase:
(1732 - 1733)
Das heutige, mit einer liegenden, verzapften Stuhlkonszruktion ausgeführte dachwerk datiert in die Jahre um 1733(d)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)

Besitzer

keine Angaben

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Kurzdokumentation

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das untersuchte Gebäude steht in Ecklage, wobei es traufständig zur Torstrasse ausgerichtet ist.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Der zwei-geschossige Unterbau ist massiv ausgeführt und im Bereich der Traufe, bzw. Eckausführung erheblich deformiert. Der rückwärtige Abschluß, wie auch das massive Giebeldreieck wurde in jüngerer zeit ersetzt. Die ältesten, wohl mittelalterlichen Befunde wurden im Dachbereich, im Erdgeschoß und im Keller angetroffen.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Der vorhandene Grundriß im Oberstock zeigt die Stube mit benachbarter Kammer an der Straßentraufe. An der Stube schloß sich die ehemalige Küche an. Sie lag innerhalb des Erschließungsbereiches, von dem heute eine rückwärtige Kammerzone abgetrennt ist. Ein Balken über der Stubendecke datiert in die Jahre 1639/49(d). Entsprechend den Fasen am Gebälk kann die straßenseitige Grundrißgliederung in die erste Hälfte des 17.Jh. datiert werden. In diese Zeitzone ist auch die im Erdgeschoß angetroffene Raumgliederung zu datieren. Sie deckt sich mit der Grundrißkonzeption im OG und zeigt eine analoge Nutzung. So war auch hier eine Stube und eine Kammer angelegt. Die Stube war ebenfalls mit einem Kachelofen heizbar; die zugehörige Wandvertiefung ist heute vermauert. Im Gegensatz zur Stube ist die Kammer spärlich belichtet. Sie war nur über die Stube zugänglich und läßt sich somit als Schlafkammer ansprechen. Einige wenige Befunde deuten jodach an, daß ehemals eine andere Grundrißgliederung vorlag. So ist in der Straßenwand ein gefaßter Eichensturz vermauert. Er fixiert eine ehemalige Fensteröffnung, die ohne weiteres dem 14./15. Jh. zugeordnet werden kann. Auffällig ist zudem, daß das Stubenfenster keine Brüstungsmauer besitzt. Denkbar wäre dennoch, daß sich hier ein ehemaliger Zugang befand und seitlich davon ein raum angelegt war. Die im EG gemachten Befunde lassen sich durch weitere Beobachtungen im Keller ergänzen. Hier ist einem rückwärtigen, tiefer liegenden, heute verfüllten Kellerraum ein Balkenkeller vorgelagert. Dessen Zugang wurde später angelegt. Der ältere Zugang wird an der Straßenwand vermutet, wo die zugehörige Schwelle und seitliche Wandung deutlich erkennbar sind. Unklar ist die Situation innerhalb der Nachbargrenzwand. Hier deuten Mauerfugen und zwei Nischen einen weiteren Zugang, oder eine Verbindung an.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
keine Angaben
Konstruktion/Material:
Dachwerk
Innerhalb der Brandwand zum Nachbargebäude ist der Abdruck einer älteren Dachneigung erhalten. Sie fällt zur Straße und ist weitaus flacher als die vorhandenen Dachschrägen ausgeführt. Unter der Voraussetzung, daß das zugehörige Gebäude die vorhandene Tiefenausdehnung besaß, handelt es sich hierbei um eine Pultdachschräge deren Firstpunkt nicht in vertikaler Abstimmung mit der Rückwand angeordnet war. Er lag seitlich davon; die dachfläche war somit mit Ansatz zu einem Satteldach "gebrochen". Entsprechend der vorhandenen Dachneigung war der dazugehörige Bau ebenfalls mit zwei Massivgeschossen im Unterbau ausgeführt. Das heutige, mit einer liegenden, verzapften Stuhlkonstruktion ausgeführte Dachwerk datiert in die Jahre um 1733(d).
Zeitgleich ist wohl auch der freie Massivgiebel. Bemerkenswert sind die vielen, in der Dachkonstruktion wiederverwendeten Bauhölzer. Nach den angetroffenen Holzverbindungen gehörten sie zu einer ähnlichen Dachkonstruktion.Die Zugehörigkeit zur mittelalterlichen Dachkonstruktion ist daher auszuschließen.

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