Palais Rohan
ID:
164168344320
/
Datum:
10.01.2026
Datenbestand: Bauforschung
Datenbestand: Bauforschung
Objektdaten
| Straße: | Rohanstraße |
| Hausnummer: | 17 |
| Postleitzahl: | 77955 |
| Stadt-Teilort: | Ettenheim |
|
|
|
| Regierungsbezirk: | Freiburg |
| Kreis: | Ortenaukreis (Landkreis) |
| Wohnplatzschlüssel: | 8317026006 |
| Flurstücknummer: | keine |
| Historischer Straßenname: | keiner |
| Historische Gebäudenummer: | keine |
| Lage des Wohnplatzes: |
|
Kartenansicht (OpenStreetMaps)
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Ehem. Ackerbürgerhaus, Alleestraße, Östliche Ringstraße 22 A, 5 (77955 Ettenheim)
Wohnhaus, Friedrichstraße 14 (77955 Ettenheim)
Wohnhaus, Friedrichstraße 3 (77955 Ettenheim)
Sog. Rohanpavillon, Im Pfaffenbach 9 (77955 Ettenheim)
Kath. Pfarrkirche "St. Bartholomäus", Kirchplatz 5 (77955 Ettenheim)
Wohnhaus, Kirchstraße 9 (77955 Ettenheim)
Wohnhaus, Muschelgasse 26/27 (77955 Ettenheim)
Wohnhaus, Muschelgasse 2 (77955 Ettenheim)
Wohnhaus, Turmstraße 10 (77955 Ettenheim)
Wohnhaus, Friedrichstraße 14 (77955 Ettenheim)
Wohnhaus, Friedrichstraße 3 (77955 Ettenheim)
Sog. Rohanpavillon, Im Pfaffenbach 9 (77955 Ettenheim)
Kath. Pfarrkirche "St. Bartholomäus", Kirchplatz 5 (77955 Ettenheim)
Wohnhaus, Kirchstraße 9 (77955 Ettenheim)
Wohnhaus, Muschelgasse 26/27 (77955 Ettenheim)
Wohnhaus, Muschelgasse 2 (77955 Ettenheim)
Wohnhaus, Turmstraße 10 (77955 Ettenheim)
Bauphasen
Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:
Im Kern aus dem 16. Jahrhundert stammend, wurde das Gebäude (sofern es im Jahre 1637 zerstört wurde) im Jahre 1653 umfassend erneuert.
Eine weitere, die historische Bausubstanz betreffende Umbaumaßnahme datiert in das Jahr 1790, als zu diesem Zeitpunkt das Gebäude für die Nutzung durch Kardinal Rohan modernisiert wurde. Die Umbauten führten zu einer umfassenden Erneuerung der Obergeschossbelichtung, während die zugehörige Grundrissgliederung durch nachfolgende Umnutzungen im Verlaufe des 19. Jahrhunderts verlustig ist.
In der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts erhielt das Gebäude seine heutige Funktion und wurde zum städtischen Verwaltungsgebäude umgebaut.
1. Bauphase:
(1560)
(1560)
Bau des Gebäudes im Jahre 1560 (i/a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
- Siedlung
- Stadt
Bauwerkstyp:
- Residenz- und Hofhaltungsbauten
- Palais
2. Bauphase:
(1637)
(1637)
Zerstörung Ettenheims durch Bernhard von Weimar im Jahre 1637
Betroffene Gebäudeteile:
keine
3. Bauphase:
(1653)
(1653)
Abzimmerung des Dachwerks im Jahre 1653 (d)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
4. Bauphase:
(1790)
(1790)
Umbau und Modernisierung des Gebäudes zum Einzug von Kardinal Rohan
Betroffene Gebäudeteile:
keine
5. Bauphase:
(1809)
(1809)
Einrichtung des Oberamtes Ettenheim
Betroffene Gebäudeteile:
keine
6. Bauphase:
(1973 - 1975)
(1973 - 1975)
Umbau zum Verwaltungsgebäude der Stadt Ettenheim
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Zugeordnete Dokumentationen
- Bauhistorische Kurzuntersuchung
Beschreibung
Umgebung, Lage:
Das Gebäude steht mit seinem Ostgiebel zum Rathaus orientiert und mit seiner Nordseite traufständig zum vorgelagerten Platz ausgerichtet und wird von dort über eine doppelläufige Freitreppe erschlossen.
Lagedetail:
- Siedlung
- Stadt
Bauwerkstyp:
- Residenz- und Hofhaltungsbauten
- Palais
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Es handelt sich um einen zweigeschossigen Massivbau, der über zwei, den Grundriss partiell einnehmenden Gewölbekellern errichtet wurde. Den Abschluss des Unterbaus bildet ein umlaufendes Gesims. Darüber ist zwischen zwei massiven Giebeln ein dreigeschossiges Satteldach abgezimmert. In das von Nord nach Süd ansteigende Gelände eingetieft, ragt der Kellersockel an der Platzseite über das Laufniveau hinaus und ermöglicht so die separate Erschließung der beiden Kelleranlagen.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben
Konstruktionen
Konstruktionsdetail:
- Dachform
- Satteldach
- Steinbau Mauerwerk
- allgemein
Konstruktion/Material:
Nach der dendrochronologischen Auswertung der entnommenen Bohrproben datiert das als Sparrendach konzipierte und aus Tannenhölzern abgezimmerte Dachwerk in das Jahr 1653 (d).
Beginnend am Ostgiebel, wurden 37 Sparrendreiecke aufgeschlagen. Die Sparrenpaare zapfen in Dachbalken, deren Auflager die beiden massiven Traufwände bilden. Die Sparrenpaare werden durch insgesamt drei Kehlbalkenlagen stabilisiert. Letztere gliedern die Dachhöhe in 3 Dachebenen, wobei der letzte Kehlbalken den Dachspitz unterteilt. Orientiert an den Kehlbalkenspannweiten sind unter den Kehlbalken unterschiedlich viele, in Firstrichtung verlaufende Längshölzer verbaut.
Im 2. Dachgeschoss sind es drei Längshölzer, wobei die beiden äußeren Hölzer den oberen Abschluss der geneigten Längsbünde bilden. Unter den Dachschrägen ausgeführt, bestehen deren tragende Ständer aus quer zur Firstrichtung ansteigenden Bundstreben, die parallel zur Dachneigung verlaufend, die firstparallel ausgerichteten Rähme tragen. Mittig durch eine verzapfte Riegelfolge miteinander verbunden, übernehmen sie zusammen mit sich überkreuzende Kopfstreben die Längsaussteifung.
Untereinander bilden die Bundstreben der beiden Längsbünde gemeinsame Querachsen aus. Ausgesteift durch variierend angeordnete Kopfstreben, bilden sie insgesamt zehn abgesprengte Querbünde aus, welche in der Kombination mit den geneigten Längsbünden eine zweifach liegende Stuhlkonstruktion ergeben.
Beginnend am Ostgiebel, wurden 37 Sparrendreiecke aufgeschlagen. Die Sparrenpaare zapfen in Dachbalken, deren Auflager die beiden massiven Traufwände bilden. Die Sparrenpaare werden durch insgesamt drei Kehlbalkenlagen stabilisiert. Letztere gliedern die Dachhöhe in 3 Dachebenen, wobei der letzte Kehlbalken den Dachspitz unterteilt. Orientiert an den Kehlbalkenspannweiten sind unter den Kehlbalken unterschiedlich viele, in Firstrichtung verlaufende Längshölzer verbaut.
Im 2. Dachgeschoss sind es drei Längshölzer, wobei die beiden äußeren Hölzer den oberen Abschluss der geneigten Längsbünde bilden. Unter den Dachschrägen ausgeführt, bestehen deren tragende Ständer aus quer zur Firstrichtung ansteigenden Bundstreben, die parallel zur Dachneigung verlaufend, die firstparallel ausgerichteten Rähme tragen. Mittig durch eine verzapfte Riegelfolge miteinander verbunden, übernehmen sie zusammen mit sich überkreuzende Kopfstreben die Längsaussteifung.
Untereinander bilden die Bundstreben der beiden Längsbünde gemeinsame Querachsen aus. Ausgesteift durch variierend angeordnete Kopfstreben, bilden sie insgesamt zehn abgesprengte Querbünde aus, welche in der Kombination mit den geneigten Längsbünden eine zweifach liegende Stuhlkonstruktion ergeben.


