ehemaliges Verbindungshaus, Studentenwohnheim
Bauforschung
Objektdaten
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Bauphasen
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Kurzbeschreibung der Bau- / Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen: Das Anwesen Haspelgasse 10 weist drei relevante Bauphasen auf: |
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1. Bauphase:
(1698) |
Unmittelbar nach der Zerstörung der Stadt wurde das Gebäude wieder aufgebaut (d, Winterfällung 1697/98). |
| Betroffene Gebäudeteile: |
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| Konstruktionsdetail: |
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2. Bauphase:
(1896) |
Eine durchgehende Innensanierung wird durch ein Baugesuch auf das Jahr 1896 datiert. Hierbei ging ein erheblicher Teil der barocken Ausstattung verloren (a). |
| Betroffene Gebäudeteile: |
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| Bauwerkstyp: |
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3. Bauphase:
(1950) |
Um das Jahr 1950 wurden die Dachgeschosse ausgebaut um studentischen Wohnraum zu schaffen (a). |
| Betroffene Gebäudeteile: |
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| Bauwerkstyp: |
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Zugeordnete Dokumentationen
- Bauhistorische Kurzuntersuchung.
Beschreibung
| Umgebung, Lage: | Das untersuchte Anwesen Haspelgasse 10 liegt in Nachbarschaft zum Haus Cajetz, an dessen Stelle der Merianstich von 1620 ein großes Gebäude mit der Bezeichnung Kaufhaus zeigt. Aufgrund seiner Nutzung wurde das Kaufhaus in früheren Zeiten auch als Tanzhaus und gemeine Fleischschranne bezeichnet. |
| Lagedetail: |
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| Bauwerkstyp: |
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| Baukörper / Objektform (Kurzbeschreibung): | Das Anwesen Haspelgasse 10 besteht aus dem traufständigen Vorderhaus in Zeilenbauweise, einem an der rückwärtigen Grenze gelegenen giebelständigen Rückgebäude mit Winkel auf der Nordseite sowie dem, direkt an der nördlichen Grundstücksgrenze stehenden, flachgedeckten Mittelhaus. Das dreigeschossige Vorderhaus besitzt drei Fensterachsen und Mansarddach sowie zwei unabhängige tonnengewölbte Keller. Das zweigeschossige Rückgebäude mit Satteldach ist nicht unterkellert. |
| Innerer Aufbau / Grundriss / Zonierung: | Das Vordergebäude ist zweizonig aufgebaut. eine schmale Erschließungszone zieht sich durch das ganze Gebäude auf der südlichen Seite. In der nördlichen Zone befinden sich die Wohnräume. Das Rückgebäude ist im Erdgeschoss nicht unterteilt. Im Obergeschoss ist noch die bauzeitliche Raumaufteilung in drei aufeinander folgende Zonen zu erkennen. Ein schmaler Gang an der Südseite des Gebäudes erschließt die einzelnen Räume. |
| Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): | Der additive Gebäudekomplex weist im Wesentlichen die historische Grundriss- und Fassadengliederung auf. |
| Bestand / Ausstattung: | Im Jahre 1896 fand eine durchgehende Innensanierung, verbunden mit dem Ausbau der Mansarde zu Wohnraum, sowie die klassizistische Überformung der Straßenfassade statt. Bis auf ein Schippenband ging bei dieser Baumaßnahme jegliche barocke Ausstattung verloren. Belegt ist dieser Umbau durch ein Baugesuch vom 24. März 1896. |
Konstruktionen
| Konstruktionsdetail: |
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| Konstruktion / Material: |
Vordergebäude: Die Straßenfassade und das Erdgeschoss bestehen aus massiven Wänden, während sonst Fachwerk vorherrscht. Der ausgebaute Dachstuhl wurde mit Nadelholz abgezimmert und weist einen zweifachen stehenden Stuhl mit Kehlbalken auf, wobei die Knotenpunkte verzapft sind. Zwei Binder im Mansardgeschoss dienen zur Lastabtragung. Rückgebäude: Das völlig entkernte Erdgeschoss besteht aus ca. 50cm dicken massiven Außenwänden. Das Ober- und Dachgeschoss ist aus Fachwerk. Das Sparrendach besitzt einen zweifach stehenden Stuhl mit Kehlbalken, die Knotenpunkte sind verzapft. |


