Gläserner Saalbau
ID:
221220349458
Datum:
19.02.2005
Datenbestand:
Bauforschung
Bauforschung
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Objektdaten
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Objektbeziehungen
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Schloss Heidelberg (Sachgesamtheit) |
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Bauphasen
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1. Bauphase:
(1200 - 1300) |
ursp. vmtl. kürzerer Bau im westlichen Teil der heutigen Grundfläche, Mauerwerksreste aus dem Anfang des 13. Jh. an der West- und Südseite im Keller, EG- und 1. OG-Bereich: Fenster in der westl. Giebelwand (stark verändert durch Umbau v. C. Schäfer, 1901f.), Fenster an der nordwestl. Langseite, Tür- und Fensteröffnungen im EG-Bereich an der Südseite |
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2. Bauphase:
(1500 - 1600) |
1549 Neubau unter Friedrich II. (1544-1556), Errichtung des Gebäudes in seinen heutigen Ausmaßen, ursprünglich freistehend Hoffassade mit 3-geschossigen steinernen Arkaden und oberstem Holzgang errichtet; hinter dem Treppenturm in Achse zum später errichten Ottheinrichbau hölzerner Laufgang bis zum Ostgiebel (Konsolsteine im Gang zwischen GS und OH) Erschließung des Gebäudes über diesen nördlichen Treppenturm im 3. OG Hauptfestsaal mit Erker und dichter Fenstergliederung an der Nordseite ursprünglich zumindest an der Nordwand Wandvertäfelung, wohl venezianischem Spiegelglas (Q) Keller durchgehende Tonnenwölbung, EG vmtl. ebenso gewölbt, bislang dazu nur vereinzelte Befunde in der 2. Hälfte des 16. Jh. kleinere Umbaumaßnahmen (nur noch durch Zusetzungen nachweisbar) |
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3. Bauphase:
(1600 - 1700) |
ab 1620 zahlreiche Beschädigungen während des 30jährigen Krieges Unter Karl Ludwig (1649-1689) Neuausbau des Inneren: Erhöhung des Daches und damit des oberen Stockwerkes; Höhe des 2. OG auf Kosten des darunter liegenden Stockwerkes vergrößert (Rückarbeitung im Mauerwerk); in den oberen Geschossen nach Norden durchweg neue Fenster errichtet; wegen veränderte Stockwerkhöhe Veränderung der Treppenanlage, da Austritt nicht mehr stimmte; kleinteiligere Binnengliederung durch eingestellte Quer und Längswände aus Fachwerk; durch Nagelspuren im Putz Wandbespannung nachweisbar; in den obersten Etagen Durchbrüche zum Ottheinrichbau, gleichzeitig Erschließung durch Arkaden bzw. Treppenturm weitgehend aufgegeben 1669 Risse im GS zugeputzt (Q) 1683 im mittleren Stock Decke neu bemalt (Q) im Orléanschen Krieg (1689-1698) nochmals Zerstörung nach Brandschatzung Unter Johann Wilhelm (1690-1716) notdürftige Wiederherstellung: Putzreparaturen, Neubau von Kaminen noch nachweisbar |
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4. Bauphase:
(1700 - 1800) |
1716-1742 Karl Philipp, notdürftige Wiederherstellung (Q); nach den Befunden nur noch einfache Putzausbesserungen 1764 Blitzeinschlag und Brand in den folgenden Jahrzehnten nur noch notwendige Reparaturen, ohne eigentliche Nutzung |
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5. Bauphase:
(1800 - 1900) |
1846 Öffnung der zwischenzeitlich zugemauerten Arkaden 1898 Arbeiten am Dach des Risalits vom GS |
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6. Bauphase:
(1900 - 2000) |
1901 tlw. Neuaufmauerung der Westwand im Zuge des Wiederaufbaus des Friedrichbaus 1950/60er Jahre Errichtung eines Daches über dem EG und Nutzung für Werkstatträume und Fotoatelier |
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| Bauwerkstyp: |
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Zugeordnete Dokumentationen
- Dokumentation beinhaltet Kartierung der Oberflächen über dem Notdach, Befunddok. im Keller, Archivrechervche, Begehung des benachbarten Treppenhauses.
Beschreibung
| Umgebung, Lage: | in der Nordostecke des Schlossareals zwischen Ottheinrichsbau und Friedrichsbau |
| Lagedetail: |
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| Bauwerkstyp: |
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| Baukörper / Objektform (Kurzbeschreibung): | schmaler lang gestreckter Steinbau, ursp. 4-geschossig; an der Südseite (Schlosshof) dreigeschossige Arkadengliederung, eingespannt zwischen vorspringenden Seitenbau und Treppenturm, restliche Südwand durch Ottheinrichbau verdeckt an der Nordseite (zur Stadt) charakteristische Gestaltung der beiden oberen Geschosse durch Reihung großer rundbogiger Fenster |
| Innerer Aufbau / Grundriss / Zonierung: | Erschließung durch südlich vorgelegten Laufgang und Treppenturm; Erdgeschoss ursprünglich einheitlicher Saal, in den übrigen Geschossen durch Zerstörung Grundrissstruktur kaum mehr nachvollbar, im obersten Geschoss ursp. durchgehender Festsaal mit Wandvertäfelung und Erker nach Osten |
| Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): | bis auf die Keller Ruine; über dem Erdgeschoss Notdach; noch Putzreste aus dem 16. und 17. Jh. erhalten, teilweise mit Architekturfassung sehr dichte Befundlage am Mauerwerk |
| Bestand / Ausstattung: | nur noch durch Befunde nachvollziehbar: Vertäfelung, Wandbespannung, Fliesenboden, mehrere Aborte, Kamine |
Konstruktionen
| Konstruktionsdetail: |
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| Konstruktion / Material: | Ruine, Massivbau in Mischmauerwerk aus Werk-, Bruch- und Backsteinen, Keller durchgehendes Tonnengewölbe, Erdgeschoss ursprünglich kreuzgratgewölbt, obere Geschoss mit flacher Holzbalkendecke |


