Café Scheu, Wohn- und Geschäftshaus
Bauforschung
Objektdaten
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Bauphasen
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Kurzbeschreibung der Bau- / Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen: Das Wohn- und Geschäftshaus wurde 1742 als zweigeschossiges Gebäude erbaut. Im 19. Jh. wurde das Gebäude um das 2. Obergeschoss erhöht. Im Jahr 1927 wurde Erdgeschoss zum Café umgestaltet. |
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1. Bauphase:
(1742) |
Das Wohn- und Geschäftshaus wurde 1742 als zweigeschossiges Gebäude erbaut.(a) |
| Betroffene Gebäudeteile: |
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2. Bauphase:
(1801 - 1899) |
Im 19. Jh. wurde das Gebäude um das 2. Obergeschoss erhöht. (a) |
| Betroffene Gebäudeteile: |
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3. Bauphase:
(1927) |
Im Jahr 1927 wurde Erdgeschoss zum Café umgestaltet. Mit Einbau des Cafés wurden der Treppenaufgang vom EG zum 1. OG im Südgebäude aufgegeben und der interne OG-Zugang über dem nördlichen Gebäudeteil vom Heumarkt aus angelegt. (a) |
| Betroffene Gebäudeteile: |
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4. Bauphase:
(1985) |
Ausbau des Dachgeschosses zur Wohnung.(a) |
| Betroffene Gebäudeteile: |
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Zugeordnete Dokumentationen
- Fotodokumentation des Ist-Zustands, Innenbereich, Gasträume und Verkaufsraum
- Restauratorische Untersuchung von Ausstattung und Farbfassungen des Cafés mit Schwerpunkt auf der ursprünglichen Farbgestaltung
Beschreibung
| Umgebung, Lage: | Das Wohn- und Geschäftshaus ist in der Altstadt von Heidelberg gelegen. |
| Lagedetail: |
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| Bauwerkstyp: |
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| Baukörper / Objektform (Kurzbeschreibung): | Bei dem Wohn- und Geschäftshaus handelt es sich um ein dreigeschossiges, traufständiges Eckgebäude. Das Gebäude ist zur Hauptstraße mit vier Achsen, zum Heumarkt mit sechs Achsen und die Rückfront zum Heumarkt mit drei Achsen und viergeschossig gebaut. |
| Innerer Aufbau / Grundriss / Zonierung: | Das Gebäude ruht auf einem Gewölbekeller im Bereich Heumarkt und einem Kreuzgratgewölbekeller zur Hauptstraße. Der Gewölbekeller zur Heumarkt ist eindrucksvoll hinsichtlich seiner Tiefenstaffelung über zwei Geschosse. Die Erschießung des Wohnhauses erfolgt heute vom Heumarkt aus. Ein schmaler Flur umfasst die Treppe, die in jeweils einem langen Lauf in das nächste Geschoss führt. Vom Gang aus sind die zur Straße gelegenen Räume zu betreten. Im Erdgeschoss liegt zur Hauptstrasse das Café Scheu, das auch den Innenraum des Eckerkers nutzt. Der Zugang zum Gastraum erfolgt über den schmalen Durchgang vom Verkaufsraum aus. Der Raum ist in zwei quadratische Bereiche mit Zentralraum und Südraum durch Unterzug geteilt. Die interne Erschließung des Cafés aus der Backstube erfolgt durch eine zweite Treppe westlich des alten Treppenhauses unter Nutzung eines Raumanteils der Galerie (vormals Nordgebäude im Niveau des 1. OG). Im nördlichen Bereich des Gastraumes befinden sich die Toilettenräume mit zwei Zugängen und der gewedelte Aufgang zum Erkerraum. Die Küche des Cafés ist offen mit dem Luftraum des Aufgangs verbunden. Zum Heumarkt sind Versorgungsräume und Verbindungswege zur Küche untergebracht. Im 1. OG zur Hauptstraße bzw. 2. OG zum Heumarkt liegt die Wohnung. Von hier ist das Dach des Erkers zu betreten. Im 2. OG zur Hauptstraße bzw. 3. OG zum Heumarkt befindet sich eine weitere Wohnung. Die Wohnungen haben gleiche Raumdisposition und sind fünfzonig aufgeteilt. Das Dachgeschoss ist zur Wohnung ausgebaut. |
| Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): | Die gesamte Ausstattung des Café Scheu ist weitgehend im originalen Zustand erhalten. Die Ausstattung des Cafés ist auf die 2. Hälfte der 1920er Jahre zu datieren. Die Wohnung im 2. OG besitzt gar keine Ausstattung mehr. |
| Bestand / Ausstattung: | Putzfassade mit 4+6 Achsen, Ohrengewände, Sprossengliederung, Laden 4 Arkaden mit Schlusssteinen in rustizierter Wand, rustizierte Ecklisenen, Muschelnische mit Madonna, zum Heumarkt polygonaler Erker auf Halbsäule, wertvolles schmiedeeisernes Geländer, 3. OG Segmentbogengewände. Obergeschoss: Ohrenfenster, Sprossen Café mit historischem Stuckdekor, im 1. OG weitere Innenausstattung, Innentüren, Holztreppe. Im 1. OG zur Hauptstraße bzw. 2. OG zum Heumarkt liegt die Wohnung, in welcher der barocke Bestand großenteils überliefert ist (Türumrahmung mit Ohrungen, barocke Stuckdecken). Von hier ist das Dach des Erkers zu betreten, das mit einem Neo-Rokoko Geländer umzogen ist. |
Konstruktionen
| Konstruktionsdetail: |
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| Konstruktion / Material: | Das verputzte Sandsteingebäude besitzt einen Mansardwalmdach mit Traufgesims und Gauben. |

