Wohn- und Geschäftshaus
Bauforschung
Objektdaten
|
|
Weitere Objekte an diesem Wohnplatz
Café Scheu, Wohn- und Geschäftshaus (69117 Heidelberg-Altstadt, Hauptstraße 137)
ehem. Hotel, heute Verwaltungsgebäude (69117 Heidelberg-Altstadt, Friedrich-Ebert-Anlage 22)
ehem. Oberrheinische Bank, Bank- und Wohnhaus (69117 Heidelberg-Altstadt, Hauptstraße 126)
ehemaliges Verbindungshaus, Studentenwohnheim (69115 Heidelberg, Haspelgasse 10)
Europahaus IV (69117 Heidelberg, Kleine Mantelgasse 24)
Friedrichsbau (Heidelberg, Schloss)
Gasthaus „Zum Sepp’l“ (69117 Heidelberg-Altstadt, Hauptstraße 213)
Gläserner Saalbau (69117 Heidelberg, Schloss 1)
Hexenturm (69117 Heidelberg-Altstadt, Grabengasse 3-5)
Hinterhaus (69117 Heidelberg, Semmelsgasse 9)
Palais Neukirch (69117 Heidelberg-Altstadt, Hauptstraße 120)
Schloss Heidelberg (Sachgesamtheit) (69117 Heidelberg, Schloss 1)
Wohn- und Geschäftshaus (69117 Heidelberg, Mittelbadgasse 14)
Wohn- und Geschäftshaus (69117 Heidelberg, Hauptstraße 131)
Wohn- und Geschäftshaus (69117 Heidelberg-Altstadt, Hauptstraße 86)
Wohn- und Geschäftshaus (69117 Heidelberg-Altstadt, Ingrimstraße 34)
Wohn- und Geschäftshaus (69117 Heidelberg-Altstadt, Kleine Mantelgasse 7)
Wohnhaus, Neue Schloßstraße 18 (69117 Heidelberg-Altstadt)
Wohnhaus, Kanzleigasse 4 (69117 Heidelberg-Altstadt)
Wohnhaus, Große Mantelgasse 21 (69117 Heidelberg-Altstadt)
Bauphasen
|
Kurzbeschreibung der Bau- / Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen: Das Wohnhaus wurde zwischen 1711 und 1747 errichtet. Die Grundrissdisposition bestand aus drei Räumen. Im Süden des Erdgeschosses wurde ein breiter Flur angelegt, dem sich nach Norden zwei Räume anschlossen. Der nördlich an den Flur grenzende Raum wurde als repräsentativer Wohnraum mit bemalter Decke gestaltet. Im Obergeschoss bestanden ursprünglich ebenfalls drei Räume. Der südliche Raum über dem Erdgeschossflur war von untergeordneter Funktion, während die beiden nördlichen Wohnräume darstellten. Die Erschließung des Obergeschosses erfolgte vermutlich über eine Wendeltreppe und Flur. |
|
|
|
|
|
1. Bauphase:
(1600 - 1650) |
Der Keller des Werkstattgebäudes geht auf die 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts zurück. (a) |
| Betroffene Gebäudeteile: |
|
|
|
|
|
2. Bauphase:
(1701 - 1799) |
Das südliche Nebengebäude ist aus dem 18. Jahrhundert. Es wurde auf dem Keller aus der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts errichtet. Im 1. Obergeschoss war ein repräsentativ gestalteter Saal vorhanden. In den Saal wurde vermutlich im späten 18. Jahrhundert eine Trennwand eingezogen. (a) |
| Betroffene Gebäudeteile: |
|
|
|
|
|
3. Bauphase:
(1711 - 1747) |
Errichtung des Vorderhauses (a). |
| Betroffene Gebäudeteile: |
|
| Bauwerkstyp: |
|
| Konstruktionsdetail: |
|
|
|
|
|
4. Bauphase:
(1770 - 1840) |
Um 1770, vor 1840 wurde der westliche Flügel an das Vorderhaus angebaut. (a) |
| Betroffene Gebäudeteile: |
|
|
|
|
|
5. Bauphase:
(1840 - 1900) |
Erst mit der Verlängerung der Galerie nach Westen bis zum Werkstattgebäude wurde die heutige Erschließung geschaffen. Die Treppe mit der Galerie stellt die verbindende Erschließung zwischen den Bauteilen her. (a) |
| Betroffene Gebäudeteile: |
|
|
|
|
|
6. Bauphase:
(1854 - 1860) |
Die Überbauung der Durchfahrt mit dem Einhängen eines weiteren Zimmers im Obergeschoss, der Konstruktion der heutigen Küche und der Verlängerung der Dachkonstruktion erfolgte um 1854. (a) |
| Betroffene Gebäudeteile: |
|
|
|
|
|
7. Bauphase:
(1876) |
Vermutlich im Jahr 1876 erfolgte Einbau eines Ladens im Erdgeschoss und Veränderung (Schmälerung) des Flures.1876 wurde im Nordwesten ein Anbau mit Küche und westlich davon einem Lagerraum errichtet. Die Galerie wurde aufgestockt um das ausgebaute Dachgeschoss (um 1876) im Werkstattbau erschließen zu können. (a) |
| Betroffene Gebäudeteile: |
|
| Bauwerkstyp: |
|
| Konstruktionsdetail: |
|
|
|
|
|
8. Bauphase:
(1889) |
1889 Einbau eines Schaufensters im Laden im Erdgeschoss. (a) |
| Betroffene Gebäudeteile: |
|
|
|
|
|
9. Bauphase:
(1999) |
1999 Umbau und Sanierung des Wohnhauses. (a) |
| Betroffene Gebäudeteile: |
|
Zugeordnete Dokumentationen
- Archivalische Recherche und bauhistorische Einschätzung des Gebäudes
Beschreibung
| Umgebung, Lage: | Das Gebäude liegt in Heidelberg-Altstadt, im südlichen Bereich der westlichen Bebauung der Dreikönigstraße. |
| Lagedetail: |
|
| Bauwerkstyp: |
|
| Baukörper / Objektform (Kurzbeschreibung): | Es handelt sich um ein zweigeschossiges, traufständiges Wohngebäude mit einem dreistöckigen Seitenbau mit Laubengang im rückwärtigen Hofbereich. Der Seitenbau verbindet das Wohngebäude mit einem dreigeschossigen Hintergebäude. |
| Innerer Aufbau / Grundriss / Zonierung: | Das Vorderhaus steht auf zwei Kellerräumen. Der südliche tonnengewölbte Raum weist einen nahezu quadratischen Grundriss auf. Er war ursprünglich sowohl über einen Zugang in der Straßenfassade, als auch über einen in der rückwärtigen Westfassade erreichbar. Der nördliche Keller wird von der Parzelle Dreikönigstraße 18 aus erschlossen. Der Keller des Werkstattgebäudes im hinteren Parzellenbereich besitzt, wie das aufgehende Gebäude ebenfalls, einen nahezu quadratischen Grundriss. Der Keller wird von Süden her erschlossen. Nördlich im Grundriss des Vorderhauses befindet sich die Einfahrt, die lediglich die Zugänglichkeit des hinteren Hofes bietet, sie dient nicht zur direkten Erschließung des Gebäudes, sondern des Hintergebäudes. Das Vorderhaus ist zweizonig und zweiachsig gegliedert. Im Südosten des Erdgeschosses befindet sich ein Laden. Im Nordwesten (Hof) des Vorderhauses schließt sich ein einzonig und zweiachsig gegliederter Anbau an, der einen Lagerraum und eine Werkstatt beherbergt. Im Obergeschoss ist der Anbau einachsig und einzonig. Die Erschließung des Obergeschosses erfolgt über die Galerie. Durch einen Überbau der Abborte im Erdgeschoss wird das Hintergebäude mit dem Vorderhaus verbunden. Das Hintergebäude beherbergte eine Werkstatt im Erdgeschoss und eine Wohnung in den Obergeschossen. Die Obergeschosse sind zweizonig gegliedert und werden über eine interne Treppe erschlossen. |
| Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): |
|
| Bestand / Ausstattung: | Die Hauptfassade des Wohnhauses ist sechsachsig gegliedert, wobei im Erdgeschoss in der südlichen Achse der Eingang und in der nördlichen Achse die Einfahrt zum Hof und im Obergeschoss sechs Fenster vorhanden sind. Alle Fenster der Fassade weisen Klappläden auf. Der zweiflüglige Hauseingang besitzt Ohrengewände. Im Innen sind historische Holztreppe, Tür und Stuck erhalten. Im südlichen Nebengebäude sind die Türen aus dem 18. Jahrhundert mit geschmiedeten Beschlägen erhalten. Im südöstlichen Raum im Erdgeschoss ist die Deckenbemalung erhalten. Die Deckenfläche ist von der in der Wandfläche gezogenen, blaufarbenen Corniszone, die zum Teil plastisch ausgeformt ist, eingefasst. Es handelt sich um eine typische Dekoration eines anspruchsvollen Wohnbaues aus der Zeit des Spätbarocks. Im 1. Obergeschoss des südlichen Nebengebäudes ist ein Raum mit Wandmalereien, die zeitgleich mit der Farbdecke im Vorderhaus entstanden sind, ausgestattet. |
Konstruktionen
| Konstruktionsdetail: |
|
| Konstruktion / Material: |
Das verputzte Wohnhaus mit gewölbten Keller wurde aus zur Hälfte aus Stein und zur Hälfte aus Steinriegel errichtet. Im Vorderhaus ist der Keller mit Sandsteinplatten ausgelegt, der Kellerzugang ist unter barocker Sohlbank mit profilierten Konsolen ausgestattet. Das linksseitige Tor besteht aus Holz. Im 1. Obergeschoss haben die Räume Holzdielenboden. Das Gebäude ist mit Mansarddach mit Holztraufgesims und Schleppgauben überdeckt, das von einem liegenden Dachstuhl getragen wird. Das Nebengebäude ist ein verputztes Fachwerk. Das Hintergebäude ist zu 1/3 aus Stein und zu 2/3 aus Steinriegel errichtet. Es steht auf einem Keller mit Kreuzgratgewölbe unter dem eine außermittig gestellte Säule eingebaut ist. |


