Bandhaus (Schloß Presteneck)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Kloster- bzw. Zehntscheune

ID: 391220389211  /  Datum: 02.02.2007
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Maierhof
Hausnummer: 7-10
Postleitzahl: 73770
Stadt: Denkendorf
Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Esslingen (Landkreis)
Gemeinde: Denkendorf
Wohnplatz: Denkendorf
Wohnplatzschlüssel: 8116015001
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Mit dem konstruktiven Aufbau stellt die Klosterscheune einen typischen Vertreter des beginnenden 16. Jahrhunderts dar, in einer Zeit des Übergangs vom Mittelalter zur Neuzeit. Augenfällig wird diese Ablösung mittelalterlicher Konstruktionsweisen am erhaltenen Ostgiebel.
Der einzige größere Einschnitt in der Geschichte der um 1533 erbauten Klosterscheune war neben dem Teilabbruch die Aufteilung in einzelne, private Einheiten. Dies geschah wohl im Zusammenhang mit der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts.


1. Bauphase:
(1533)
Errichtung der Klosterscheune 1532/33 (d)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

2. Bauphase:
(1800 - 1810)
Abgrenzung von sechs Einheiten innerhalb der Scheune und Privatisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1970 - 1972)
Teilabbruch einzelner Zonen in den 1970er Jahren
Betroffene Gebäudeteile:
keine

4. Bauphase:
(1999 - 2001)
Sanierung des Gebäudes 1999-2001
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Fotos

Ansicht von Nordosten (April 1996) / Kloster- bzw. Zehntscheune in 73770 Denkendorf
Lageplan / Kloster- bzw. Zehntscheune in 73770 Denkendorf

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Kurzuntersuchung und dendrochronologische Datierung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Die Klosterscheune steht östlich am Fuße einer Bergnase, auf der sich die zentralen Klostergebäude befinden. Sie bildete mit einigen anderen Wirtschaftsgebäuden, die heute zum Teil umgenutzt, zum Teil verschwunden sind, einen ausgesprochen geräumigen, etwa quadratischen Hofraum, der sich zum Chor der Klosterkirche auf der Spitze der Bergnase öffnet. In die Mitte dieses heute noch erkennbaren Wirtschaftshofes wurde Anfang des 18. Jahrhunderts ein Keltergebäude gesetzt, welches sich in Größe und Form bis heute kaum verändert hat.
Lagedetail:
  • Klosteranlage
    • allgemein
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Scheune
    • Zehntscheune
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Die Klosterscheune besitzt mit einer Breite von 14 Metern und einer Länge von etwa 41 Metern ein großes Volumen auf längsrechteckiger Grundfläche. Über dem fünfeinhalb Meter hohen Unterbau erhebt sich ein Satteldach mit einem kleinen Walm am Ostgiebel.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Das Gebäude ist in zwei Schiffe und acht Zonen gegliedert. Die ursprüngliche Nutzung des Gebäudes war die einer Scheune zur Lagerung hauptsächlich von Heu und Stroh. Die Erschließung erfolgte von der vorderen Traufseite her durch große Scheunentore. Die dritte und sechste Zone vom Ostgiebel her hatten eine solche Einfahrt, kenntlich durch die Dachbalkenlage mit Oberlöchern darüber und die mit der Bundseite darauf ausgerichteten Querachsen mit den niedrigen Brüstungen. Somit lag auch direkt vor dem heutigen Westgiebel ursprünglich eine Toreinfahrt. Auf beiden Seiten einer jeden Einfahrtszone waren je eine nach oben offene Lagerzone zugeordnet.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Holzgerüstbau
    • Unterbaugerüst
  • Wandfüllung/-verschalung/-verkleidung
    • Flechtwerk
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
  • Dachform
    • Satteldach mit Schopfwalm (Krüppelwalm)
Konstruktion/Material:
Die gesamte tragende Konstruktion außer den Sockelmauern ist überwiegend in Nadelholz, zum Teil in Eiche ausgeführt. Die Außenwände bestehen aus Fachwerk mit durch Kopf- und Brustriegel geteilter Wandhöhe. Den oberen Abschluss bilden Sturzriegel, direkt unter den Rähmen liegend.
Der Dachraum baut sich in der Höhe aus zwei Dachstockwerken und einem Spitzboden auf. Alle Bundachsen längs und quer entsprechen denen des Unterbaues. Über allen inneren Querachsen wie auch am heutigen Westgiebel ist die Konstruktion immer gleich ausgebildet. Ein zweifach liegender und ein mittig stehender Stuhl bilden im ersten Dachstock das Gerüst. Die Gefügehölzer in Form von Kopfbändern sind verblattet. Im zweiten Dachstock ist ein zweifach liegender Stuhl ohne Gefügehölzer eingebaut. Beide Kehlbalken sind auf die Sparren geblattet.

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