Hohes Haus (Schwäbisch Hall)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Psychiatrische Klinik

ID: 321315109035  /  Datum: 09.07.2009
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Voßstraße
Hausnummer: 4
Postleitzahl: 69115
Stadt-Teilort: Heidelberg

Regierungsbezirk: Karlsruhe
Kreis: Heidelberg (Stadtkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8221000004
Flurstücknummer: 1855
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

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Czerny-Klinik / Samariterhaus, Voßstraße 3 (69115 Heidelberg-Bergheim)

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Im Jahr 1875 beauftragt das Innenministerium Bau des Gebäudes nach Plänen von Wilhelm Waag und den ihm noch im Jahre 1875 ablösenden Franz Schäfer. Teilbereich wie Wirtschaftsgebäude und „Absonderungshäuser“ werden 1877 ausgeschrieben. Der Architekt Franz Schäfer stellte 1878/79 die Universitäts-Irrenklinik in spätklassizistische Formen fertig.
Die Konzeption des Heidelberger Akademischen Krankenhauses entspricht einer Kombination des modernen Baracken- oder Pavillonsystems mit dem herkömmlichen Korridorbau. Leitgedanke der Zergliederung in eine Vielzahl von Gebäuden war die Vermeidung von Infektionen durch ausreichende Durchlüftung, Weiträumigkeit und hygienische Organisation und Technik. Die Gebäudentypen (Baracke, Pavillon und Blockbau mit Korridorsystem) sollten in Abhängigkeit von dem jeweiligen Anforderungsprofil der verschiedenen klinischen Fächer eingesetzt werden.
Sämtliche Gebäude sind in Ost-West-Ausrichtung in einem ausreichenden Abstand voneinander, symmetrisch einander zugeordnet und durch offene Laubengänge miteinander verbunden.
1906 wurde die Klinik zur „Psychiatrische Klinik der Universität Heidelberg“ unbenannt. Wegen Raummangel wurde 1920 der Dachstuhl ausgebaut. Im Jahr 1922 wurde die Kapelle aus dem 2. Obergeschoss ins Dachgeschoss verlegt und der Raum zur Bibliothek umgenutzt.
In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde eine umfangreiche Renovierung vorgenommen.
In neuerer Zeit erfuhr das Gartenhaus im Osten und Norden eine Erweiterung.


1. Bauphase:
(1875 - 1879)
Errichtung der Psychiatrischen Klinik (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Bauten für Wohlfahrt und Gesundheit
    • Krankenhaus

2. Bauphase:
(1920 - 1922)
1920 Ausbau des Dachgeschosses (a)
1922 Verlegung der Kapelle aus dem 2.OG ins Dachgeschoss, Umnutzung des Raumes als Bibliothek(a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1960 - 1969)
Renovierung der Psychiatrischen Klinik (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

4. Bauphase:
(2005 - 2007)
Sanierung der Psychiatrischen Klinik (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Psychiatrische Klinik, Aufnahme von 1895, Ansicht von Südwesten,
 / Psychiatrische Klinik in 69115 Heidelberg, Bergheim (Universitätsbibliothek Heidelberg, aus: https://www.bildindex.de/media/obj36238223/hd238223?medium=hd238223)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Fotodokumentation, Sanierung Psychiatrische Klinik, 2. Bauabschnitt - 1. Teilabschnitt, Gartenhaus Ost
  • Befunduntersuchung, Psychiatrische Klinik, Gartenhaus Ost, Gebäude 4300
  • Untersuchung des historischen Farbbestandes in Mittelrisalit und Ostflügel der Psychiatrischen Klinik Heidelberg

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Die Klinik ist Teil des Universitätsklinikums Heidelberg und befindet sich im nordwestlichen Randbereich des Altklinikgeländes, in der Nähe des Bismarckplatzes. Der Gebäudekomplex liegt zwischen Voßstraße im Süden, Thibautstraße im Westen und Schurmannstraße im Norden.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Bauten für Wohlfahrt und Gesundheit
    • Krankenhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Die psychiatrische Klinik besteht aus einem dreigeschossigen mittleren Baukörper, zwei lang gestreckten zweigeschossigen Flügeln und zwei ebenfalls zweigeschossigen Eckpavillons. Dem lang gezogenen Korridorbau schließen sich im Norden die einzeln stehenden, eingeschossigen Barackenbauten. Alle Gebäude sind durch Verbindungsgänge miteinander verbunden.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Die Erschließung des von der Voßstraße zurückgesetzten Korridorbaus befindet sich auf der Traufseite im Süden über einen halbkreisförmig angelegten Zufahrtsweg.
Die Raumaufteilung im Inneren des Hauptgebäudes richtet sich stark an einem mit der Längsseite des Gebäudes verlaufenden Gang aus. Von dort zweigen über die gesamte Gebäudelänge aneinandergereiht die nach Süden gerichteten Patientenzimmer und Verwaltungsräume. Im Mittelteil befindet sich das Treppenhaus mit einer Empfangshalle und dem Anmeldebereich. Die Eingangshalle liegt etwas erhöht und bildet den Kreuzungspunkt zwischen südlich gelegenem Eingang und nördlich gelegener Haupttreppe, sowie zwischen östlichem und westlichem Seitenflügel. Als zentraler Sammel- und Ausgangspunkt ist sie durch eingestellte Säulen untergliedert und eingewölbt. Innerhalb der Seitenflügel bilden je eine Nebentreppenanlage weitere Erschließungsmöglichkeiten in die oberen Geschosse.
Im zweiten Obergeschoss des Mittelrisalits erreicht man ebenfalls über einen eingewölbten zentralen Kreuzungsbereich die nach Süden gerichtete Bibliothek. Der großformatige Bibliotheksraum erhebt sich im Mansardgeschoss über die Seitenflügel. Das Dachgeschoss ist ausgebaut.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Ehemals erfolgte die Erschießung des Hauptgebäudes offensichtlich mit spiegelbildlich angelegten Treppen zu beiden Seiten des Mittelrisalits. Der Zugang erfolgt heute über ein geschosshoch eingeschnittenes Portal mit Segmentbogenabschluss.
Bestand/Ausstattung:
Der traufständigen, zweigeschossigen Baukörper in Ost-Westen des Korridorbaus ist mit Mittelrisalit und zwei Eckrisaliten in strenger Achsensymmetrie entlang der Querachsen des Gebäudes errichtet. Der dreiachsige Mittelrisalit ist dreigeschossig, zwischen dem Ober- und Dachgeschoss befindet sich ein Mansardgeschoss. Durch das Mansardgeschoss steht der Mittelrisalit erhöht gegenüber den Seitenflügeln. Die Geschossebenen sind durch Gurtgesimse abgeschieden. Die Geschossgliederung wird unterhalb des Daches mit dem Konsolgesims verziert mit Zahnschnitt und Eierstab abgeschlossen.
Das Mansardgeschoss ist mit gekuppelten Rundbogenfenstern in zwei zweier und einer fünfter Gruppe mit Mittelsäulen gegliedert. In den übrigen Geschossen befinden sich stehende Rechteckfenster mit Blendrahmen aus Konsolsteinen.
Die Bibliothek im zweiten Obergeschoss ist mit einer stuckierten Decke und breitem Oberwaldprofil unter der Voute ausgestattet.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Verwendete Materialien
    • Stein
  • Detail (Ausstattung)
    • bemerkenswerte Wand-/Deckengestaltung
  • Gewölbe
    • Kreuzgratgewölbe
  • Steinbau Mauerwerk
    • Bruchstein
  • Dachform
    • Satteldach mit beidseitigem Vollwalm
Konstruktion/Material:
Die Psychiatrische Klinik ist ein Sandsteinputzbau aus hellgelben kleinformatigen Sandsteinquadern. Der Mittelrisalit ist unverputzt und steinsichtig, die Seitenflügel verputzt und gestrichen. Ein flaches Walmdach überdeckt die Gebäude. Die Dachgauben sowohl an den Seitenflügeln als auch auf dem Mittelrisalit sind ebenfalls abgewalmt.

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