Domturm (Rottenburg)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Fachwerkhaus

ID: 271319029147  /  Datum: 14.03.2008
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Brählesgasse
Hausnummer: 21
Postleitzahl: 70372
Stadt-Teilort: Stuttgart

Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Stuttgart (Stadtkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8111000002
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Das Dachwerk des Gebäudes ist dendrochronologisch in das Jahr 1348 d datiert, das übrige Gebäude wurde um 1741 d errichtet. Im 19. Jahrhundert wurden noch mehrfach Umbauten vorgenommen.


1. Bauphase:
(1348)
Dachwerk um 1348 (d)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

2. Bauphase:
(1700 - 1799)
Der Quergiebel wurde im 18. Jh. errichtet (gk).
Infolge des Quergiebelaufbaus wurde im Bereich der westlichen Wand die Giebelseite des Hauptdaches stark gestört, während im rückwärtigen Giebelabschnitt noch originale Bauteile erhalten sind. Die Fußausbildung der alten Dachsparren konnte nicht erkannt werden. Dazu wären größere Öffnungen notwendig. (gk)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1741)
Innerhalb des zweigeschossigen Unterbaus ist zumindest im 1.OG keine nennenswerte Bausubstanz aus dem Jahre 1348 vorhanden, bzw. erkennbar. Die hier vorhandenen Bauteile dürften nach den konstruktiven Merkmalen des Gefüges und nach der in Ansätzen sichtbaren Fassadengestaltung mit hoher Sicherheit in die Jahre um 1741 zu datieren sein.

Betroffene Gebäudeteile:
keine

4. Bauphase:
(1750 - 1999)
Desweiteren ist das erste Obergeschoss umfassend von Umbauten des 18.-20. Jahrhunderts geprägt . Die Türen sind in das 18. Jahrhundert zu datieren. Die Wände a,b,c,d besaßen Täferungen des 18. Jahrhunderts, die Täferung läuft in Wand c in vermutlichen Ofenbereich aus.

Die Außenwände des Erdgeschosses sind heute umfassend massiv. Für die südliche Traufwand ist dies auch für die Erbauungszeit anzunehmen. Diese Wand ist deutlich stärker als die restlichen Wände. Die überstehende Mauerlatte an der südwestlichen Gebäudeecke lässt sogar die Vermutung zu, dass die Traufwand ehemals weiter nach Westen verlief. Gesicherte Aussagen hinsichtlich aller Wandaufbauten sind nicht möglich. Es ist davon auszugehen, dass ähnlich wie bei den Außenwänden im Westen und Norden, auch die Innenwände das Ergebnis nachträglicher Umbauten sind.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Fotos

Ansicht gegen Brählesgasse um 1989 / Fachwerkhaus in 70372 Stuttgart, Bad Cannstatt

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Kurzuntersuchung
  • Dendrochronologische Datierung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das Gebäude befindet sich in der Brählesgasse, Ecke Hagelschieß am westlichen Rand der Altstadt.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Über der Kellerbebauung steht ein zweigeschossiges Fachwerkhaus mit Satteldach und Zwerchgiebel.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Aussagen über die ursprüngliche Grundrissgliederung und Nutzung sind erst nach umfangreichen Freilegungen möglich. Von besonderem Interesse wäre hierbei das Dachgebälk = Dachbalken, die beiden Traufrähme und das Giebelrähm.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
1. DG: Quergiebel aus dem 18. Jahrhundert.
2. DG: Bis auf das Abschlussgebinde zum Nachbargebäude und den oberen Teilen der Walmausbildung ist das ursprüngliche Dachwerk weitgehend erhalten - besondere Rarität ist die Ausbildung des Halbwalms mit erhaltenem Walmblock, einem Gradsparren und dem kniestockigen abgezimmerten Giebelrähm.

Alte Wandaufbauten sind innerhalb der Trennwand zum Nachbargebäude zu vermuten. (gk)
Weitgehend jünger scheint auch das massive Erdgeschoss zu sein. Dies trifft wohl vorrangig auf die Nord- und Westwand, wie auch auf die Innenwände zu.
Lediglich die Südwand ist der ältesten Bauzeit zuzuordnen. Auch für die Trennwand zum Nachbargebäude besteht die Vermutung. Hier ist bis in das 1. DG mit Altsubstanz zu rechnen.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • allgemein
    • Bruchstein
    • Werkstein
  • Verwendete Materialien
    • Holz
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb., mit einheitlicher Gebindeaufreihung
  • Gestaltungselemente
    • Zierglieder im Steinbau
  • Gewölbe
    • Tonnengewölbe
  • Dachform
    • Satteldach mit Halbwalm-/Zweidrittelwalm
  • Wandfüllung/-verschalung/-verkleidung
    • Lambris/Täfer
  • Detail (Ausstattung)
    • besondere Bodenbeläge
Konstruktion/Material:
Keller: Gewölbekeller. Der Keller liegt leicht versetzt im Gebäudegrundriss und endet ca. 240 cm vor der hofseitigen Außenfassade des Eg und ca. 100 cm vor der Außenfassade des Eg im Westen. Fußboden: Natursteinplatten aus Sandstein. Mauerwerk: Flickmauerwerke aus neueren Mauerziegeln, Sandsteinquader, Bruch- und Haustein.
teilweise Täferungen des 18. Jhs.
Über dem Erdgeschoss ist resultierend aus den Ausrichtungen der firstparallelen Unterzüge ein Quergebälk anzunehmen. Dies kragt im Norden über und trägt den Überbau. Die Auskragung des westlichen Überbaus wird durch unterschiedliche Steinkonsolen unterstützt. Diese westliche Auskragung stellt wohl ebenfalls eine nachträgliche Veränderung dar.
1.DG: Der vorhandene Stuhl besteht aus unterschiedlichen Holzarten und aus wiederverwendeten Hölzern. Zur Straße ausgerichteter Quergiebel.
2. DG: Konstruktiv war das Dachwerk als reines Sperren- Kehlbalken- Dach, ohne Stuhleinbau, abgezimmert. Zum Nachbargebäude im Osten war ein Steilgiebel, im Westen ein Halbwalm angelegt. Bemerkenswert ist die unterschiedliche Lage der Firsthöhe, wie auch der Höhensprung der Kehlbalkenlagen innerhalb den beiden Aufrichtabschnitten - evtl. durch Gebäuderücksprung im Zuge der rückwärtigen Traufe. Das Dachwerk ist rauchgeschwärzt und mit Eichen- und Pappelholz abgezimmert.

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