Ottilienkapelle (Eppingen)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Kornhaus

ID: 211884135821  /  Datum: 04.08.2015
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Marienplatz
Hausnummer: 12
Postleitzahl: 88212
Stadt-Teilort: Ravensburg

Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Ravensburg (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8436064109
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Wohnhaus, Rosenstraße 7 (88212 Ravensburg)
Ehemaliges Badhaus (88212 Ravensburg, Stadelgasse 1)

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Errichtung des Kornhauses um 1452 (d).


1. Bauphase:
(1451 - 1452)
Errichtung des Kornhauses (d)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)

Besitzer

keine Angaben

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

  • Dendrochronologische Datierung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
keine Angaben
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
keine Angaben
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das als Massivbau erscheinende Kornhaus besitzt zwei Stockwerke und ein dreistöckiges Dachwerk mit zusätzlichem Spitzboden.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Das tragende Gerüst besteht aus stockwerkhohen Ständern, die durch ihre Stellung in insgesamt 9 Querachsen alle Grundrissebenen in 8 Zonen unterteilen. Die Querachsen (mit Ausnahme der Giebelquerachsen) sind in allen Stockwerken, bis in das Dach, vertikal übereinander angeordnet. Innerhalb des zweistöckigen Unterbaus waren die tragenden Gerüstständer in vier Längsachsen aufgestellt. Daraus ist eine dreischiffige Gliederung ableitbar.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Von besonderer Bedeutung sind die Beobachtungen hinsichtlich der ursprünglichen Gerüstaussteifung. Ausgehend von den Giebelscheiben sind die Ständer in stetigem Wechsel unterschiedlich ausgebildet. So wechseln sich freistehende, profilierte Ständer mit einfachen, kopfzonig ausgesteiften Ständern in kontunuierlicher Lage ab. Bemerkneswert ist, dass ursprünglich innerhalb der Traufwände ebenfalls Ständer aufgestellt waren und dass sie an den Giebelseiten noch teilweise vorhanden sind. Nachweisbar sind die traufseitigen Ständer durch die vorhandenen Blattsassen an den Deckenbalken. Ablesbar ist eine sehr enge Ständerstellung. Im Zuge der Traufe zum Marienplatz ist zusätzlich auch das gedoppelte Rähm erhalten. Deutlich sind hier die Holznägel für die ursprüngliche Längsaussteifung der Traufständer erkennbar.
Der beschrieben Befund ist im Wesentlichen auch im 1. OG nachweisbar. Hier ist jedoch festzustellen, dass das gesamte Dachgebälk über dem rückwärtigen Schiff zu einem unbekannten Zeitpunkt herausgeschnitten wurde und zu einem späteren Zeitpunkt wieder ersetzt wurde. Diese Maßnahme ist der Grund für die unterschiedliche Giebelgestaltung.
Festzustellen ist, dass das Kornhaus als reiner Fachwerkbau errichtet wurde. An den Giebelseiten kragten das 1. OG und die Dachstockwerke über. Eine Auskragung des 1. OG ist auch an den Längstraufen nachweisbar.
Zu einem späteren Zeitpunkt wurden die Auskragungen des 1. OG sowohl an den Traufen wie auch an den Giebeln aufgegeben.
Vor die Giebelständer wurde eine Massivwand gestellt und an den Traufseiten wurden die Holzständer durchgehend massiv ersetzt. Dabei ergab sich die Schwierigkeit, einerseits das Gebälk über dem Unterstock aufzunehmen und andererseits den auskragenden Oberstock abzufangen. An den Traufen zum Marienplatz führte der Kompromiss zu einer geringen Auskragung der Massivwand, wobei das Dachgebälk weit über die Massivwand reicht. An der Gegentraufe wurde die Massivwand weiter nach außen versetzt, so dass heute eine innere Abfangung für das Gebälk über dem Unterstock notwendig ist.
Im Prinzip geschah das auch an den Giebelseiten. Hier nehmen die Rundbögen auf Konsolen die Dachgiebelüberstände auf. Sie kaschieren den Restbestand des Fachwerkbaus.
Als später das über die gesamte Hauslänge herausgeschnittene Dachgebälk ersetzt wurde, entstand durch eine veränderte Ausführung der Rundbögen die erkennbare Baufuge.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
keine Angaben
Konstruktion/Material:
Der zweistöckige, im Unterbau weitgehend massiv ersetzte Fachwerkbau besitzt ein zum Marienplatz traufseitig ausgerichtetes Satteldach. Es ist dreistöckig abgezimmert und kragt an dem Giebel aus. Über dem Kehlbalken des 1. Dachstocks sitzt an beiden Giebeln ein Halbwalm auf.

Gerüst
Die in die Dachbalken gezapften Sparrenpaare besitzen drei Kehlbalken. Während der obere Kehlbalken durch einen einfachen mittig angeordneten Stuhl unterstützt wird, ist unter den beiden unteren Kehlbalken jeweils ein dreifach stehendes Stuhlgerüst abgezimmert. Alle Stuhlständer sind auf Längsschwellen gegründet.
Einschließlich den beiden Giebeln sind insgesamt 13, maximal 2,90 m voneinande entfernte Querbinderachsen aufgestellt.

Quergefüge
Alle inneren Querbinderachsen besitzen die gleiche Gefügeausbildung. Kurze Kopfbänder sichern den Winkel zwischen Kehlbalken und Stuhlständer und verringern gleichzeitig die Kehlbalkenspannweite.

Längsgefüge
In den beiden unteren Dachstockwerken sind ausschließlich Kopfbänder verbaut, während im Zuge der oberen Stuhllängsachse jeder zweite Stuhlständer ein zusätzliches Fußband besitzt.

Sonstiges
Die Schwellen besitzen an ihren Unterseiten Fälze zur Aufnahme der Bodendielung. Eine für Ravensburg übliche, nicht in allen Fällen erkannte Ausführung.

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