Ottilienkapelle (Eppingen)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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ehem. reformiertes Spital

ID: 201313129014  /  Datum: 21.09.2009
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Plöck
Hausnummer: 24
Postleitzahl: 69117
Stadt: Heidelberg-Altstadt
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Kreis: Heidelberg (Stadtkreis)
Gemeinde: Heidelberg
Wohnplatz: Altstadt
Wohnplatzschlüssel: 8221000002
Flurstücknummer: 744
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Das ehem. reformierte Spital, später Waisenhaus wurde laut der Portalinschrift 1756 im barocken Stil erbaut. Bei einem Brand im Jahr 1798 wurde das Dach weitestgehend zerstört und mit verändertem Dachaufbau wieder aufgebaut.
Das Gebäude wurde fast ausschließlich zu sozialen Zwecken gebraucht. So beherbergte es 1840-1842 das evang. Hospital, 1846-52 das Pfründnerhaus, 1860-1872 das evang. Spitalgebäude, 1878-1901 das Männerarmenhaus, 1902-1935 das städtische Pfründnerhaus und 1941 bis 1988 das städtische Wohlfsfahrts- und Jugendamt. In der Zeit von 1935 bis 1942 wurde dort ein SA-Quartier untergebracht.
1971-72 folgte der Ausbau des 1. Dachgeschosses.1998-2000 erfolgten Umbau und Sanierung des Gebäudes in seniorengerechte Wohnungen.
Der Einbau gleich zugeschnittener Wohnungen in allen Geschossen erforderte eine teilweise Neuordnung der Grundrisse innerhalb der von den Fluren begrenzten Bereiche.


1. Bauphase:
(1756)
Errichtung des reformierten Spitals. (i)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Bauten für Wohlfahrt und Gesundheit
    • Spital

2. Bauphase:
(1798)
Zerstörung des Daches durch Brand und Wiedererichtung mit verändertem Dachaufbau. (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1840 - 1935)
Das Gebäude wurde fast ausschließlich „sozial“ genutzt. So beherbergte es 1840-1842 evang. Hospital, 1846-52 Pfründnerhaus, 1860-1872 evang. Spitalgebäude, 1878-1901 Männerarmenhaus, 1902-1935 städtisches Pfründnerhaus. (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Bauten für Wohlfahrt und Gesundheit
    • Armenhaus
    • Spital

4. Bauphase:
(1935 - 1942)
In der Zeit von 1935 bis 1942 diente das Gebäude als SA-Quartier. (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Öffentliche Bauten/ herrschaftliche Einrichtungen
    • Amtsgebäude

5. Bauphase:
(1941 - 1988)
Städtisches Wohlfsfahrts- und Jugendamt (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Öffentliche Bauten/ herrschaftliche Einrichtungen
    • Amtsgebäude

6. Bauphase:
(1971 - 1972)
Ausbau des 1. Dachgeschosses.(a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

7. Bauphase:
(1998 - 2000)
1988 Umbau und Sanierung des Gebäudes in seniorengerechte Wohnungen. (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Bauten für Wohlfahrt und Gesundheit
    • Altenwohnheim, Pflegeheim

Besitzer

keine Angaben

Fotos

ehem. reformiertes Spital, Ansicht von Nordosten,
Urheber: Regierungspräsidium Karlsruhe, RPK, Ref. 26 / ehem. reformiertes Spital in 69117 Heidelberg-Altstadt
ehem. reformiertes Spital, Grundriss, EG,
Urheber: Schröder Stichs Volkmann (freie Architekten) / ehem. reformiertes Spital in 69117 Heidelberg-Altstadt

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bestandsaufnahme, Fotodokumentation
  • Bauhistorisches Kurzgutachten
  • Befunduntersuchung Gutachten

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das ehem. reformierte Spital steht straßenbündig auf der Südseite der Plöck und grenzt mit dem östlichen Giebel an den Friedrich-Ebert-Platz.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Bauten für Wohlfahrt und Gesundheit
    • Spital
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das dreigeschossige traufständige Eckgebäude mit einer straßenseitigen Gebäudelänge von 40, 65 m und Tiefe von 12, 90 m grenzt westlich mit einem 3,80 m breiten, durch einen Torbogen abgeschlossenen Hof an die Nachbarbebauung. Die licht Höhe der Geschosse nimmt nach oben hin ab (3,45 m, 3,10 m und 2,90 m). Das steile Dach ist 7,8 m hoch.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Das Gebäude ist nur teilweise unterkellert. Zwei unterschiedlich große Keller nehmen knapp die östliche Hälfte der Grundfläche ein. Ein niedrigerer Keller befindet sich unter dem westlichen Gebäudeende. Während deren Zugang von der Einfahrt zwischen den Gebäuden und Grundstücksgrenze her erfolgt, mündet die Treppe der östlichen Keller im Querflügel des Erdgeschosses ein. Ein früher ebenfalls vorhandener, heute vermauerter Außenzugang zeichnet sich noch an der Ostfassade ab.
Die Grundrissaufteilung ist in allen Geschossen streng geometrisch organisiert und zeichnet sich in Längsrichtung durch jeweils einen bis an die Giebelwände durchgegenden Mittelflur. In der Querrichtung wurde der in Höhe des Eingangs angelegten Querflur so angelegt, dass jeweils 4 gleiche Geschossflächen entstehen. Ein zweiläufiges bis zum 1. DG führendes Treppenhaus liegt westlich am rückseitigen Querflur.
An diesem Flursystem sind verschieden große und der jeweiligen Nutzung entsprechende Räume angeordnet. Jedes Geschoss hatte zwei größere Säle (Schlafsäle), die, bis auf wenige Ausnahmen, bis heute unverändert gebliebene einachsige Räume.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
Die verputzte Fassade an der Plöck weist 13 Fensterachsen von vornehm strenger Gestaltung. Alle Fenster sind hochformatig und mit schlichten, unprofilierten, leicht geohrten Sandsteinlaibungen gefasst.
Die Gebäudeecken sind mit gequaderten, verputzten Lisenen besetzt.
Ein dreiachsiger aufwändiger mit Putzlisenen gefasster Mittelrisalit verleiht dem Gebäude ein symmetrisches Äußeres und markiert als gestalterisches Zentrum den Haupteingang. Auffällig ist das aufwändig gestaltete Portal, dessen profilierter Korbbogen von einer höher ansetzenden und deshalb nur den mittleren Bogenabschnitt berührenden Segmentbogenverdachung auf Konsolen überfangen wird. Ein volutengerahmter flacher Aufsatz darüber weist eine Inschriftentafel mit lateinischer Schrift auf (Medaillon). Die Mittelrisalitfenster sind ebenfalls aufwändig gestaltet und erhielten profilierten Sandsteingewänden, an denen sich der Keilstein im Scheitel abzeichnet.
Die Türflügel des Haupteingangs sowie der giebelseitigen Nebeneingänge sind als Kassettentüren ausgebildet.
Die drei Vollgeschosse werden durch einen barockisiertes, profiliertes Dachgesims abgeschlossen.
In den meisten Räumen befinden sich noch die ursprünglichen Hohlkehlen. Die Stuckvouten sind in den beiden unteren Vollgeschossen erhalten. Sie werden teilweise von früheren Zwischenräumen überschnitten.
Es haben sich historische Fenster und Türen erhalten.
Eine massive barocke Blockstufentreppe mit Steinhandlauf öffnet sich zum Längsflur im Erdgeschoss und im -1. OG mit Rundbogen auf Pfeilern, im 2. OG hingegen durch einne geraden offenen Abschluss.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • allgemein
  • Detail (Ausstattung)
    • bemerkenswerte Fenster
    • bemerkenswerte Treppen
    • bemerkenswerte Türen
    • bemerkenswerte Wand-/Deckengestaltung
    • Portikus
  • Dachform
    • Satteldach mit Halbwalm-/Zweidrittelwalm
    • Schleppgaube(n)
Konstruktion/Material:
Die Kellerräume unter der östlichen Gebäudehälfte sind mit Rundbogentonnen gewölbt. Der Keller unter dem westlichen Gebäudeende weist eine segmentbogige Tonne auf.
Das verputzte Sandsteingebäude ist mit einem Halbwalmdach mit Schleppgauben überdeckt.

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